ACTA – das Gesetzesvorhaben trieb in den vergangenen Wochen Tausende Aktivisten auf die Straße. Allein in München demonstrierten 16.000 Gegner – sie fürchten um die Freiheit im Netz. Doch ist die überhaupt in Gefahr? Unsere report-Autorin Sabina Wolf und unser on3-Kollege Tim Klimes haben den Hamburger Liedermacher Frank Ramond und den Münchner ACTA-Demo-Anmelder Roland Jungnickel via Skype zusammengeschaltet, sie streiten lassen und dabei gefilmt. Hier das spannende Ergebnis: Mehr
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Schlagworte: ACTA, Internet, Internetkriminalität, Onlinekriminalität




Ein Punkt scheint niemandem einzufallen: Alle diese Urheber, die für sich Rechtsschutz fordern, verdienen ihr meistes Geld mit Institutionen und Techniken, die überhaupt erst die Vervielfachung und die hohe Publizität ermöglichen, für die sie aber keinen Pfennig an die Urheber, nämlich die Forscher und Erfinder der Vervielfachungstätigkeit bezahlen. Hat jemals die Musikindustrie auch nur einen Pfennig an die Erfinder derjenigen technischen Installationen bezahlt, die die Aufnahme ihrer Musikstücke (Instrumente, Mikrofone, Aufzeichnungsgeräte) bzw. die massenweise Herstellung von Tonträgern (CD- und DVD-Vervielfältigungsmaschinenen) bezahlt? Die nur aus diesen billigen Techniken erwachsenen Gewinne werden schweigend in die eigene Tasche gesteckt.
Das ist vorsätzlich falsch und kommt ausgerechnet von einem Gemavorstandsmitglied. Jeder Käufer einer Hardware muss eine Gebühr an die Rechteverwerter (ZPÜ) entrichten mit der Begründung, dass diese zur Speicherung von Musik und Filmen benutzt werden. Dabei ist es wurscht um welche Hardware es sich handelt. Das können ganze PCs, aber auch Drucker, Scanner, Festplatten und Brenner sein. Selbst für CD/DVD/BR-Rohlinge muss ich an die ZPÜ zahlen.
Sie verlangen sogar eine Gebühr, wenn ich diese Hardware ausschließlich zum Backup meiner Daten benutzte. Der Verkäufer gibt mir deswegen keinen Preisnachlass. Um das Ganze für sie bildlich zu machen verweise ich sie auf Nachhilfeunterricht bei Sempervideo.de:
[Hier hat die Redaktion einen Link entfernt, vgl. Kommentarrichtlinien]
Beide Videos unterliegen der Lizenz: CC BY-ND
Nehmen sie sich die 5 Minuten Zeit, bevor sie noch mehr Unfug erzählen.
Hallo,
vielen Dank für die Kommentare, auch die Kritik an meinen Aussagen. Natürlich war das Gespräch viel länger und ich bin auf viele weitere Kritikpunkte eingegangen als hier gezeigt. Eine Verkürzung meiner Aussagen auf polarisierende Pointen hätte ich eigentlich vorhersehen können – die “Schuld” daran auf die Medien zu schieben wäre jedenfalls zu kurz gedacht, da muss ich besser werden.
Wer mir übrigens vorwirft, kommunistisches Gedankengut zu verbreiten, irrt. Als echter Liberaler erachte ich das Urheberpersönlichkeitsrecht genauso als Notwendig wie die meisten Verwertungsrechte. Das hatte ich auch im Gespräch zum Ausdruck gebracht. Der Begriff des Eigentums lässt sich aber nicht auf Immaterialgüter übertragen: es fehlt hier die Verfügungsgewalt eines Eigentümers über sein Gut. “Geistiges Eigentum” stellt insofern nur einen Kampfbegriff der Rechteinhaber dar. Die Erkenntnis aber, dass Verwertungsrechte in Zeiten unbeschränkter Vernetzung nicht oder nur mit unverhältnismäßig großen Einschnitten in individuelle Freiheiten durchsetzbar wären, fehlt besonders auch Herrn Ramond.
Wir sind jetzt (endlich) am Anfang einer Debatte über ein modernes Urheberrecht. Die Piratenpartei hat hier schon konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt:
[Hier hat die Redaktion zwei Links entfernt, vgl. Kommentarrichtlinien]
Das ist mir auch sehr deutlich aufgefallen!!! Und genau aus diesem Grunde habe ich mir mal die Kommentare durchgelesen. Ich dachte, dass sich in erster Linie darüber aufgeregt wird, also darüber, wie der Bericht geschnitten wurde. Das war schon sehr auffällig und überdeutlich.
Es ist irgendwie seltsam, wie mancher User dem Argument, dass der kleine Künstler gestützt wird auf den Leim gehen. Das stimmt doch gar nicht. Ohne eine Internetplattform wie youtube wären Künstler wie Grégoire oder Benabar gar nicht bekannt geworden. Das Urheberrecht an den Songs von Grégoire hatten beispielsweise seine 357 Produzenten, Spender, die er im Internet rekrutieren musste, weil kein Plattenlabel ihn produzieren wollte. Gerade solche Innovationen werden von Acta dann versperrt, weil ihn keiner mehr auf Youtube sehen kann, sondern dafür zahlen muss. Welcher unbekannte Künstler kommt dann noch auf die Idee sich im Internet zu publizieren? Wenn 2 oder 3 Anfangsakkorde dem eines Gassenhauers ähneln, dann muss doch dieses Lied auf Verdacht wegen Urheberrechtsverletzung sofort gesperrt werden?
Ich möchte auf die echte, nämlich die Markenpiraterie hinweisen, die bei der Diskussion ein wenig zu kurz kommt. Der Erfolg der Chinesen beruht nämlich genau auf diesem Prinzip von den europäischen Firmen zu kopieren. Seltsamerweise spricht nur keine Regierung von dieser kriminellen Vorgehensweise. Der Schaden beläuft sich allein in Frankreich jährlich auf mehrere Milliarden (letzte Statistik von 2008: 7 Milliarden Euros…auch hier gibt es keine neuen Statistiken mehr). Das chinesische Wirtschaftswunder stützt sich also nicht nur auf die fleissigen 100-Stunden-pro-Woche-Arbeitsbienen. Aber welcher Abmahnanwalt will schon die chinesische Regierung anklagen…. Wobei, da wäre dann mal wirklich Kohle drin….
Niemand sagt etwas generell gegen Youtube. Jedem Künstler steht es frei, die Möglichkeiten zu nutzen, wie es einem sinnvoll erscheint, aber man darf niemand dazu zwingen, die Nutzungsrechte an seinem geistigen Eigentum verschenken zu müssen.
Um ehrlich zu sein, Gregoire und Benabar sind mir unbekannt, eine so große Wirkung können sie ja noch nicht gehabt haben. Das Urheberrecht dürfte noch bei Gregoire liegen. Es liegt immer beim Macher. Die Sponsoren haben Nutzungsrechte.
ich lese hier immer von geistigem eigentum, nutzungsrechten, urheberrechten…..
und das alles lese ich in einem medium, dass nur aus dem einzigen grund existiert, dem verzicht und bruch von urheberrecht! Ich hab das internet lange vor webseiten und google kennengelernt. Egal ob es die verbeitung von Mircosoft damals war oder das heutige wikipedia. Ihr verdankt eure social networks, die foren wie hier und videos auf youtube den bösen raubkopieren und pornoherstellern. Und nun wird hier über die eigene abschaffung diskutiert…..
Es ist doch ganz einfach! Wenn ich geld damit verdiene hab ich dem ersteller was abzugeben. Wenn ich aber unentgeldlich privat daten, jedweder art!,tausche, dann geht das niemanden etwas an und ist schadet auch niemandem! Sog. künstler bzw. vertreter die anderes behaupten, sind charakterlose diebe, die sich nicht auf ehrliche weise behaupten können oder wollen, deren meinung ist zu ignorieren!
ich muss Ihnen voll zustimmen.
Diese Vergleich hinken doch irgendwie.
Ein Fahrrad zu stehlen und ein Lied zu kopieren .
Das ist in etwa so, als wenn ich ein Fahrrad, das ich irgendwo sehe
Nachbaue oder ein Bild das mir gefällt abmale/nachmale.
Und dagegen hat keiner was oder wie das ich einfach ein schönes Bild nachmale und
In mein Wohnzimmer hänge obwohl ich damit doch doch geistiges Eigentum
Kopiere. das ist doch Schwachsinn genau so wie es Schwachsinn ist , das es legal ist wenn ich mir einlief von Youtube aufzeichne / es mitschneide. Es aber illegal ist es woanders zu beziehen / die Sogar eine ORIGINALE Cd zu kopieren.
Wenn du das Fahrrad haargenau so nachmachst, wie du es siehst, wirst du gegebenenfalls auch mit den Rechten anderer in Konflikt kommen. Du darfst natürlich ein Fahrrad bauen, aber nicht Fahrrad XY.
Beim Nachmalen wirst du ja das Bild nicht 1 für 1 nachzeichnen. Wenn doch, dann solltest du es nicht kommerziell verwerten wollen, das könnte nämlich auch Ärger geben. Übrigens dürfte im Nachmalen mehr Arbeit stecken als im digitalen Kopieren.
Sorry, aber irgendwie scheint es so, das sich die bereits zu ACTA bekennenden öffentlich rechtlichen Anstalten hier absichtlich das Meinungsbild beieinflussen wollten. Warum haben sie nicht jemanden für die Contra ACTA Seite genommen, der etwas überzeugender ist. Da gibt es ja genug zur Auswahl (z.B.: Markus Beckedahl, der schon öfters deswegen interviewt worden ist)
Ich muss schon sagen, dass sich mir Jungnickels Auffassung von Diebstahl geistigen Eigentums nicht erschließen will. Wenn ein Künstler für die Nutzung/den Gebrauch seiner Werke ein Entgeld fordert, so habe ich zwei Möglichkeiten: a) bezahlen und nutzen oder b) es sein lassen. Dass Kopieren ohne Entgeld kein Diebstahl sei, empfinde ich als falsch – immerhin bestiehlt er den Künstler um das Entgeld!
Auf der anderen Seite möchte ich hier Stimmen dementieren, die behaupten es gäbe noch heute keine angemessene Möglichkeit auf legalem Wege für angemessenes Geld Lieder herunterzuladen. Ich selbst nutze nun schon seit mehr als einem Jahr NAPSTER im Abo (~10€/Monat) und kann mir soviele Lieder LEGAL (!!!) runterladen wie ich möchte. Es gibt nur wenige Künstler, die trotz dieser 10€/Monat noch extra Bares für ihre Lieder/Alben haben wollen. Diese heruntergeladenen wma-Stücke sind dann zwar DRM-geschützt, aber auch das ist mit legalen Mitteln umschiffbar.
Und hey, ich habe mir viele Lieder erst deswegen runtergeladen, weil ich sie auf Youtube als Hintergrundmusik in einem Video gehört habe. Aktuelles Bsp: F18 GoPro E18 (Awolnation – Sail).
All diese “Verstöße gegen das Urheberrecht” sind doch rechtlich geregelt … im Reallife. Sobald das also quasi aus dem internet ins reale leben kommt (auf tonträger gebrannt, verwertet oder auch nur gehört wird) greifen schon alle gesetze.
Ich finde es einfach unnötig nun auch noch das netzwerk zu regulieren, ein netzwerk aus dem fast jeder künstler (auch ohne wissen) ein teil seiner inspiration ableitet, ohne überhaupt ALLE urheberrechtlich relevanten aspekte dieses handelns verstehen und absehen zu können.
Dann braucht man auch nicht mehr das Unwort des Jahres zu wählen, sondern wir machen ein “Deutschland sucht das Superunwort” bei dem dann jeder ein unwort erfindet und sich tantiemen einstreicht von jedem dem es über die Lippen kommt.
Zugespitzt (auch wenn vllt nicht ganz korrekt) heißt das doch:
Herr Göbbels kriegt jedesmal Geld wenn jemand das Wort “Gutmensch” sagt, schreibt oder am besten noch denkt!
Bitte verraten Sie mir auch, warum Mozart oder Beethofen bis heute Namen sind die jeder kennt, und warum wir jährlich mit musikalischen “Talenten” überhäuft werden welche man schon nach Tagen vergessen hat.
Hätte es einen Mozart oder Beethofen unter den heutigen Vorraussetzungen je gegeben? Ich denke nicht!
@phonomatic
was für eine frage. mozart hat es gegeben, und die bedingungen von heute wären für ihn noch viel besser gewesen. nur wäre seine konkurrenz ungleich grösser.
gucken sie auf Youtube das Video zum AMEN-LOOP!
wenn ACTA kommt, lasse ich mir gern das spielen der tonleiter auf dem Piano zwischen e1 und e2 in schneller folge ohne besondere Rhytmik als Muster schützen, und mahne alle Musikschulen ab …
Nettes Video, nur akzeptiert der Musiker die Realität einfach nicht…
1. Er hat damit recht, das Deutschland keine Gesetze erlassen muss um Acta einzuführen, aber liegt total im unrecht damit, das Acta keine Gefahr darstellt, denn bei Acta muss man die verplichtenden und die gewünschten/geforderten Maßnahmen unterscheiden.
2. Warum wollen/sollen wir etwas einführen, wenn wir keine Änderungen an unseren Gesetzen durchführen müssen? Es gibt eine Gegenbewegung, dann würde ich doch als Regierung sagen, ok acta kommt nicht, wir haben eh alle forderungen schon implementiert in Deutschland, Problem gelöst!!!
3. Acta fordert die überprüfung des Datenflusses durch die Provider, was übersetzt heißst, Acta wünscht, dass man ohne richtelrichen Beschluss, unter allgemeiner Verdächtigung, von jedem die Post liest (Mail), das Telefon abhört(skype, ts ect), man jeden einzelden Bürger überwacht, wohin er geht, was er kauft (beispiel amazon).
Mein Fazit:
Acta mit seinen minimalen forderungen ist keine gefahr da sie eh schon implimentiert in Deutschland ist, aber das Problem stellen die Forderungen dar. Die Politik regt sich über den Bundestrojaner auf um hintenrum Acta einzuabauen. Der bundestrojaner durfte nur Telefonate überwachen, konnte aber mehr(sollten es nciht die Telefonate gewesen sein nehme man es bitte wohlwollend hin), er hatte mehr funktionen und wurde deshalb gescholten, ACTA will viel mehr. Rechteinhaber, sor aber wir könnten euch Seiten nennen, welche illegal sind, was passiert aber, ihr kriegt sie nicht down weil die server im Ausland sitzen und zwar nicht in Neuseeland. Rechteinhaber gehen nicht das Problem an, sie arbeiten nicht an einer Lösung, sondern gehen die Grundrechte der Bürger an indem sie einen Überwachungsstaat wünschen, ob nun durch den Staat oder nur durch den Staat gefördert/zugelassen.
Siehe Tagesschau Beitrag “Schlusslicht: “Sweet Home Chicago!”.
Waere dies nicht auch eine Urheberrechtsverletzung des amerikanischen Praesidenten wogegen die Rechteverwerter von Lynyrd Skynyrd bzw. wenn Frau Merkel vor Publikum singen wuerde die GEMA vorgehen sollten. Dies ist insbesondere sehr interessant, weil die oeffentlichen Medien diese Verletzungen auch noch aktiv voran treiben. Sollte aus diesem Grunde nicht auch tagesschau.de vorsorglich blockiert werden.
Des Weiteren ein Hinweis zum Thema Internet Zensur. Ich lebe seite einigen Jahren in China und hier sind die Moeglichkeiten der Zensur und der dazugehoerigen Meinungs-veraendernden Moeglichkeiten durch blockieren von Beitraegen aufgrund von Stichworten (auch von normalen Nachrichten Magazinen) schon deutlich sichtbar. Es ist glaube jedem klar, dass das Internet nicht ohne solche Regeln kontrollierbar ist. Dies fuehrt damit genau zu dem Dilemma einer Einschraenkung der Meinungsfreiheit.
Ein weiterer Hinweis zur einer solchen Zensur. Selbst in China ist es mit vergleichbar einfachen Mitteln moeglich, diese Beschraenkungen zu umgehen. Einfachstes Mittel waere ein Annonymisierungsdienst in einem nicht-Unterzeichner-Staat. Damit waeren diese Regeln schon nutzlos.
Nebenfrage: Warum sind Mitschnitte ok aber ein Austauschen des eben selbigen Inhalts nicht.
Summa summarum: Die “grossen” Fische wird man mit diesem Gesetz nicht erwischen, sondern nur die unwissenden Gelegenheitsnutzer. Parallel werden mit 99% Wahrscheinlichkeit nicht mehr Kinokarten oder CDs/DVD verkauft.
@ pathfinder
die ard zahlt gema. genauso wie alle anderen, die das urheberrecht respektieren.
es ist garnicht die frage, wie man in zukunft gesetze umgehen kann. wenn sie so denken, könen wir auch gleich das bgb verbrennen. das netz wird sich noch in eine ganz andere richtung entwickeln. die entscheidende frage ist, ob wir es in den händen von privaten firmen lassen, oder aber eine internationale gemeinschaft finden, die zumindest in grundsatzfragen antworten geben kann. zensur gibt es im netz schon jetzt ohne ende, aber das urheberrecht hat damit garnichts zu tun! die “totale kontrolle” drückt ihnen jede firma, der sie sich anvertrauen, doch jetzt schon auf. aber die verantwortung kann im netz keiner am modem abgeben. kleine oder grosse fische.
ich finde, das acta durchaus gute ansätze hat, lynchmob hin oder her.
Hmm, was mich an der ganzen Diskussion stört:
Wenn ich Radio höre und das gespielte Lied aufnehme ist dieses soweit ich weiß laut Gesetz legal.
Also wenn man nun im Internet ein Lied anhört, einen Film sieht und diesen aufnehmen würde sollte das doch ebenso legal sein, denn im Grunde ist es die gleiche Handlung.
Nehmen wir an vorheriges sei korrekt, so sind lediglich die Personen strafbar die illegaler weise etwas im Internet verbreiten, da keine Erlaubnis vorliegt.
Der Konsument kann doch gar nicht urteilen, ob der Verbreiter nun legaler oder illegaler Natur ist.
Also wovon ist bei ACTA doch gleich die Rede?
Und die Gedanken sind eben doch Frei, alles was man sehen hören spüren oder sonst wie wahrnehmen kann, all das gehört einem doch irgendwie.
Und da wir uns im entsprechenden Zeitalter befinden ist es doch nur sinnvoll, Festplatten als Gedächtnisstütze zu nutzen, um das wahrgenommene “Krisen”sicher zu hinterlegen. Wäre doch dumm wenn wir im alter oder aufgrund von Krankheit das erlebte vergessen Würden und keine Fotos ;) oder eben Daten auf der Festplatte hätten…
@ neugieriger mensch
der knackpunkt liegt darin, dass der komponist geld dafür bekommt, wenn sein stück im radio läuft (minibeträge, aber immerhin).
im internet geschieht das nur bei wenigen providern.
youtube und co behaupten, dass sie selber garnichts “ausstrahlen” oder wie man es nennen will, sondern wälzt in den geschäftsbedingungen die verantwortung auf alle user ab. das heisst, sie werden ganz klar in endlosem kleingedruckten darau hingewiesen, dass sie nichts hochladen dürfen, was nicht von ihnen geschaffen wurde.
wenn ein musikstück dann gesperrt wird, gibt youtube die meldung raus, dass die rechte dafür nicht vorliegen, und schiebt den schwarzen peter der gema in die schuhe.
ein interessantes geschäftsmodell, bei dem der urheber eigentlich immer der dumme ist.
der fall ist also, dass man etwas gemacht hat, was im idealfall total beliebt ist, das sich jeder kopieren kann, aber man selber guckt in die röhre. als komponist ein drama , als erfinder eine totale katastrophe. für ein land mit ideen und wenigen rohstoffen die untergangs-garantie.
also: wovon war bei acta nochmal gleich die rede?
@ raenef
1. acta wird als gefahr gesehen, obwohl es nur ein hier geltendes recht auf internationale beine stellen will. was sie aussagen, ist, dass sie sich lieber den gesetzen anderer länder unterstellen, weil ihnen das urheberrecht nichts wert ist. die “gefahr” , die sie sehen, ist eine
überwachung – die aber schon längst stattfindet und mit acta überhaupt nichts zu tun hat. wenn sie diese angst haben, sollten sie sich gegen andere sachen wehren, nicht gegen acta.
2. wenn sie das video wirklich gesehen haben, wissen sie die antwort: die geltenden gesetze
kommen hier kaum zur anwendung, weil das netz international ein nahezu rechtsfreier raum ist, abgesehen von den rechten privater grossunternehmer natürlich. durch acta kommen demokratische gesetze überhaupt erst zur anwendung.
3. die provider haben sich selber in eine grauzone begeben, indem sie die rechtliche verantwortung auf ihre user abwälzen. es braucht wenig , um das zu verstehen, aber viel, um manche unternehmen in die verantwortung nehmen. in acta geht es eindeutig um die bekämpfung von piraterie im netz, die rechtlichen regelungen sind demokratischen prozessen unterworfen. zur überwachung des internets wird acta schlichtweg nicht gebraucht, denn das geschieht ohnehin. und meiner meinung nach widerrechtlich! aber mit acta hat es halt nichts zu tun.
Ich finde dass die Berichterstattung der ARD das Thema allgemein sehr
verharmlost. Den Jungen Demonstranten wird im Beitrag unterschwellig
vorgeworfen sie wollten das Raubkopieren als Gewohnheitsrecht geltend
machen. Dass unsere freie Demokratie durch ACTA in Gefahr ist weil
dann jeder unter General-Verdacht stünde alle internet-Benutzer
pauschal überwacht würden wird nicht erwähnt! Das ist doch
Vertuschung, wie auch bei Occupy werden die demonstranten einfach als
Deppen abgestempelt die man doch bitte ingorieren soll, bloss nicht
weiter nachfragen worum es eigentlich geht. Wer jetzt sagt “Ich habe
ja nix zu verbergen und befürchte nichts, denn ich bin ja unschuldig”
dem ist auch nicht mehr zu helfen. Wem bitte wäre damit geholfen? Ich
erwarte dass die Regierung in dieser sache das Volk vertritt und nicht
die Lobbyisten.
Jetzt mal an alle künstler: Vermarktet euch selbst direkt über das
Internet. Die hier vertretenen Interessen sind doch viel mehr die der
Rechte-Verwerter, nicht die der Künstler. Leute die sozusagen mit
nichts tun geld verdienen, wie auch die Banken!
Ich würde kopieren nicht als Diebstahl bezeichnen, das was vorher da
war ist ja hinterher nicht weg. Natürlich müssen die ganzen
Produktionen bezahlt und vergütet werden und ich finde man sollte das
was man konsumiert auch bezahlen. Aber anstatt die leute zu
kriminalisieren sollte man lieber über neue und vor allem Bessere Wege zur Finanzierung von
Inhalten nachdenken.
Es freut mich, dass Herr Ramond im Internet so viel Erfolg genießt.
Nur….
mit Acta dürften Plattformen wie YouTube über Kurz oder Lang Geschichte sein, da es u.a. Möglichkeiten eines Mitschnittes gibt. Es spielt dabei keine Rolle ob dieses in der Absicht von Acta liegt oder nicht. Wenn erst einmal die Abmahnmaffia darauf aufmerksam geworden ist, wird die Verunsicherung groß und die Usergemeinde klein werden.
Da Herr Ramond für Acta plädiert, sägt er am eigenen Ast.
Nur weil Acta -momentan- in Deutschland keinen Handlungsbedarf auslöst, bedeuted das noch lange nicht, dass Verschärfungen “nachgereicht” werden.
Siehe das “three strike Modell” (Profider werden verpflichetet ihren Daten Ein- und Ausgang zu überwachen um Urheberrechtsverstöße zu melden)
Dieses “Modell” wurde auf Druck der EU aus der aktuellen Version von Acta gestrichen. So weit – so gut…..
Leider arbeitet die EU Kommision aber bereits (wieder im Geheimen) mit Nachdruck an einer neuen Richtlinie, genannt IPRED in der genau dieses “three strike Modell” wieder implementiert wurde.
So ähnlich wurde auch mit anderen Passagen die aus Acta, wegen zu grossen Widerspruchs gestrichen wurden, verfahren.
Die besondere Gefahr von Acta liegt in der (geheimen) Weiterentwicklung !
Im Acta-Abkommen steht u.A.:
[.......]
“Die Vertragsparteien (damit ist jedes unterzeichnende Land gemeint) setzt den Acta-Ausschuss ein”.
Damit wird die Weiterentwicklung von Acta wohl kaum von den gewählten Vertretern der jeweiligen Staaten beschlossen, sondern von einem (unbekannten?) Ausschuss, der wiederum seine Beschlüsse im Geheimen fassen kann.
“Erörterung von Fragen der Weiterentwicklung dieses Übereinkommens”
Dieser Punkt spricht für sich selbst !
Ohne den Teufel jetzt an die Wand malen zu wollen.
Ich finde, die Folgen die Acta / Ipred mit sich bringen, sind derzeit absolut nicht überschaubar.
Herr Ramond, ich stimme Ihnen voll und ganz zu, dass jeder Künstler, egal ob Musik, Film, Autor ect… für seine Arbeit auch seinen Lohn bekommen soll.
Ich finde es aber z.B. nicht gerechtfertigt für eine Musik CD 20 € zu bezahlen, bei der von 15 Songs nur 3 zu gebrauchen sind. Das ist meiner Meinung nach Abzocke.
Auch aus diesem Grund wäre eine Überarbeitung des Urheberrechts sehr wünschenswert.
Wenn du eine bunte Pralinenschachtel kaufst, kannst du dich doch auch nicht beschweren, dass nur 3 Nougatpralinen enthalten und die anderen nicht zu gebrauchen sind, weil dir nur Nougatpralinen schmecken.
Vielleicht sollte man den anderen Liedern eine Chance geben, weil sie erst mit dem zweiten Hören gut werden.
na ja…
Wenn ich Nougatpralinen möchte, werde ich mir kaum eine bunte Pralinenschachtel kaufen….
Solte man es nicht unfair finden, dass eigentlich nur die ´´Großen´´ von ACTA profitieren?
Ich meine, der kleine Man(n) ist doch sicher nicht in der lage, finanziell, und auch sonst wie, irgendwen vom anderen Ende der Welt einfach so, per Internet, oder wie es ACTA vor sieht, anzuzeigen und das auch rechtlich durchgeboxt zu kriegen? Wurden denn schon irgendwelche Verträge vom ACTA vorkommen veröffentlicht, die das alles erklären könnten? ACTA soll ja schon dann beginnen, wenn ich ein Foto auf z.B. Facebook hochlade, und man dort meine Nike-Schuhe sieht. Ich habe keine Ahnung, wie ich Acta bewerten (neutral) soll.
Ist es nicht so, dass das Internet ein Segen ist? Es bietet unbegrenzte Möglichkeiten und Freiheiten – jedoch sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen, dass die kostenlose Möglichkeit sich Musik, Filme, Software o.ä.per Mausklick herunterzuladen den Wert dieser Produkte auf “Null” festlegt. Die Entwicklung von Software ist eine Leistung, die mit viel Zeit und Geld einhergeht. Das Herstellen eines Films dauert lange (in unserem Fall Jahre), es ist sehr bedauerlich, dass diese Filme ins Internet gestellt werden, ohne die Urheber darüber zu informieren oder um Erlaubnis zu fragen. Sollte kein Abkommen über eine vernünftige finanzielle Beteiligung von Produkturhebern jeglicher Art getroffen werden, dann schwächt dies die Kreativen dieser Welt. Die Auswirkungen wird jeder “Nutzer” zu spüren bekommen. Ich denke jeder sollte sich Gedanken über den “Wert” der genutzten Werke aus dem Internet machen und anerkennen, das dahinter Menschen stehen, die sich mit viel Zeit, Energie und Talent der Herstellung dieses Werkes gewidmet haben und bereit sein dafür auch etwas zu bezahlen. Die Forderung nach kostenloser Nutzung von geistigem Eigentum ist absurd. Materielle Güter erfahren diese Geringschätzung nicht. Zur Lebensqualität aller tragen diese “immateriellen Güter” in erheblichen Maße bei, daher sollte es selbstverständlich sein, dass sie eine Wertschätzung erfahren.
Die menschliche Kultur hat sich auf Basis dieser immateriellen, geistigen Leistungen entwickelt – ohne sie würden wir heute noch in Höhlen leben. Menschen die diese geistigen Fähigkeiten haben, von denen alle profitieren sollten guten Gewissens dafür eine Entlohnung fordern dürfen und bekommen!
Wenn jemand sich und seine geistige Leistung über youtube vermarktet, dann ist das eine persönliche Entscheidung, die getroffen wird und vom Urheber gewünscht. Wenn ein Nutzer ein fremdes Werk ins hochlädt ist das eine urheberrechtsverletzung, da er das Werk öffentlich zugänglich macht und eine kommerzielle Nutzung nicht ausschließen kann.
@Melanie
haben Sie sich die Mühe gemacht, das Acta Abkommen genau durchzulesen ?
Vermutlich nicht, ansonsten würden Sie festgestellt haben, dass Acta bzw. Ipred / Ipred 2 viel weiter geht als nur Raubkopien im Internet.
Acta / Ipred betrifft ebenfalls Menschen wie Sie !
Sollte Acta / Ipred beschlossen werden, so hoffe ich sehr, dass die Verkaufszahlen der Film- Musik und Software Industrie in den Keller rutschen.
Sehr interessant dürfte dann werden, welchen Schuldigen sie dann an’s Kreuz nageln.
Guten Abend. Also Punkt 1 Sie haben völlig recht. Klar Herr Ramond stimme ich auch zu wegen illigales nur “Geistige Eigentum” wie Sie nennen finde ich eigentlich “eigene Meinung” das heißt wen Herr Ramond zb das Lied 1,2,3 singt und irrgend jemand könnte Herr Ramond verklagen. Weil kannst so sehen das du tust was ich sage und des ist kein eigene Meinung. Jeder hat das Recht auf eigene Meinung ob Musiker wie Herr Ramond oder Sie oder auch Papst. Bloss durch ACTA ist das hinfällig. Also ACTA verstößt nach meine Meinung auch Menschenrechte und Grundgesetz. Wen ich zb. denke:” Ach du Internetsüchtiger Voll Depp. Du bist so blöd gegen ACTA des is prima.” Dan ist des mein Geistliche Gedankengut oder nicht? Also jetztige Lage ist so des darf ich Denken, weil das Denken ( oben als Beispiel angegeben ist) zugleich meine eigene Meinung ist. Und des ist bei Grundgesetz bzw Menschenrecht frei. Und des stört mir an ACTA gewaältig.
Mfg Ihr Herr Fröhlich
PS: Sie können gern Herr Ramond des auch mitteilen. Erlaubniss haben Sie ja von Mir ( Dank ACTA macht möglich *Auge zwingern*)
Zum Schluss merkte man, so meine Meinung, dass dieser Pirat ein Verschwörungstheoretiker ist. Vor denen aber soll man sich in Acht nehme .