Ein blutiges Schweineherz als Weihnachtsgruß für einen Nazigegner, Übungen mit scharfen Waffen im Ausland. Die lange unterschätzte rechtsextreme Kameradschaftsszene in Deutschland ist brandgefährlich. report MÜNCHEN mit exklusiven Recherchen. Mehr
Dieser Beitrag wurde vor am Montag, 9. Januar 2012 um 15:29 Uhr veröffentlicht und unter Sendung vom 10.01.12, Videos gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen.
Sie können einen Kommentar hinterlassen, Pingbacks/Trackbacks sind momentan deaktiviert.
7 Kommentare zu „Das Netzwerk rechtsextremer Kameradschaften“
Abgesehen vom konkreten Beitrag sind die rechten Gedanken in den Köpfen einer breiten Masse der Bevölkerung das Bedenkliche! Siehe das Versagen der Behörden in den Mordfällen, das nach Ansicht vieler nur durch absichtliches Wegsehen zustande kommen konnte (“auf dem rechten Auge blind”).
Der BR versucht vehement den Focus auf andere zu richten. Aber derartiges Verhalten ist unseriös. Folgendes ist hier aus Mittelfranken (auch in Bayern) leider mitzuteilen:
a) am 26. Nov. 2011 wurde das Auto einer Familie in Fürth, deren 22 jähriger Sohn Mitglied der Antifaschistischen Linken Fürth (ALF) ist vorsätzlich angezündet;
b) am 30. Dez. 2011 wurde das Auto des engagierten Neonazi-Gegners Michael Helmbrecht in Weißenohe demoliert, u. U. wurde sogar Buttersäure oder eine andere gefährliche Chemikalie in seinen Briefkasten eingebracht. Herr Helmbrecht ist Vorsitzender der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion und war langjähriger Sprecher des Gräfenberger Bürgerforums;
c) in der Nacht zum Montag, 09. Jan. 2012 wurden die Reifen am Auto der Sprecherin des Fürther Bündnisses gegen Rechtsextremismus und Rassismus, Ruth Brenner, zerstochen.
Mit dem Übergriff vom 30. Nov. 2011 in Weißenohe wird deutlich, dass es nicht *nur* bei Sachbeschädigungen bleibt, offensichtlich fängt die Rechte Szene an, auch vor Körperverletzungen nicht Halt zu machen bzw. diese zumindest billigend in Kauf zu nehmen! Es wäre demnach gut, erst oder auch mal vor der eigenen Türe zu fegen!
Seit wann ist es verboten im Ausland auf einen Schießstand zu gehen und seit wann ist Gotcha spielen Wehrsport? Der zweite Teil des Beitrags ist ja auch schon mindestens 8 mal verendet und gesendet worden. Wieder mal Meinungsmache hoch 3!
Es ist erschreckend, wie vielen Menschen (wohl auch Journalisten) unbekannt ist, daß diese Entwicklungen seit Jahrzehnten laufen:
Ich war ca. 1986, in Wuppertal/NRW, Zeuge eines Überfalls von 5-6 Neonazis auf eine kleine Eck-Kneipe, die das Pech hatte, ca. 100m entfernt vom NPD-Parteibüro zu liegen; letzteres sollte (wie ich hörte) zur Kneipe ausgebaut werden und konkurrenzlos für die Anwohner stehen.
Nach den ersten fliegenden Bierflaschen rief der Wirt die Polizei an, während die Gäste die Randalierer hinausdrängten. Bis alle draußen waren, stand ein Polizei-Kleinbus da, der sie einlud und wegfuhr. Wir meldeten uns als Zeugen und Opfer (mit glücklicherweise kleinen Verletzungen).
Monate später wurden wir einzeln zum „14. Kommissariat“ geladen, um die Neonazis auf Hunderten von Fotos zu identifizieren. Nachdem keiner sicher identifiziert werden konnte, begann ein betont freundliches Gespräch des Leiters des „K14“ über eventuelle Antipathien unsererseits gegenüber Nazis und Nähe zur (damals erstarkenden) Alternativ-Bewegung.
Bei der Wiederholung ein paar Monate später (mit neuen Fotoreihen) empörte ich mich: Mindestens das Foto eines der Täter mit Tätowierung auf der Stirn war definitiv nicht dabei gewesen – und schließlich wäre es egal, alle Nazis hätten zugeschlagen, und alle waren gefaßt worden. Sollten nun auch einzelne blaue Flecken zugeordnet werden?
Der Leiter des K14 staunte: Er soll angeblich überhaupt nichts von der Festnahme gewußt haben, die immerhin auf dem Bürgersteig vor der Kneipe, direkt vor unseren Augen stattgefunden hatte.
Ein Kripo-Beamter, den ich zu jener Zeit zufällig kennenlernte, bestätigte mir: Das K14 (im obersten Stockwerk des Polizeipräsidiums) war wie eine Festung, die man als „kleiner Kripo-Beamter“ nicht betreten konnte, ohne sich politisch verdächtig zu machen.
Ein Anwalt, den ich bat, sich der Sache anzunehmen, stieß (für ihn nicht erstmalig) auf so viele Hindernisse, daß er beschloß, seine Kanzlei aufzugeben; er war zu wohlhabend für die ständigen Schikanen.
Zurück blieb eine Akte über „jene Anfänge“ mit inzwischen seit langem verjährten Straftaten, die ich natürlich gerne report zur Verfügung stelle. Aber es gibt sicherlich Brisanteres.
Diesen kranken Köpfen sollte man wesentlich schärfer an die Wäsche gehen als unsere Wischiwaschi-Justiz es momentan tut.
Ich kann nicht nachvollziehen, dass so etwas in einem vorbelasteten Deutschland überhaupt möglich ist – und noch weniger kann ich verstehen, dass diese hirnfreien Menschen in der Republik ihr braunes, vergiftetes Gedankengut verbreiten dürfen.
Jungens, werdet doch mal wach…ihr seid so armselig. Merkt ihr das nicht?
Mir fehlen die Worte.
Ich glaube wir sollten generell nicht den Fehler machen irgendeine Form des Extremismus und Terrorismus zu unterschätzen! Die unfassbare Verbrechensserie der Zwickauer Zelle muss restlos aufgeklärt werden. Eventuelle Schwachstellen bei den Verfassungsschutzbehörden (oder überhaupt der Sicherheitsbehörden) müssen abgstellt werden. Allerdings sollte man nicht so tun als ob nur der Rechtsextremismus gefährlich wäre. Bei einer Demonstration von Linksextremisten in Magdeburg wurde ein Polizist beinah von einer schweren Steinplatte getroffen. Und auch der islamistische Terrorismus ist noch längst nicht besiegt. Wir brauchen jeweils ein großes Abwehr-Zentrum für diese drei Gefahren aus dem Bereich des Extremismus. Unsere Sicherheitsbehörden brauchen mehr moderne Fahndungsmethoden wie z.B. die Vorratsdatenspeicherung, damit vor allem schwere Formen der Kriminalitäteff ektiver bekämpft werden können. Zudem muss die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den nationalen Sicherheitsbehörden weiter ausgebaut werden, denn das Verbrechen internationalisiert sich immer mehr!
Ihr kommentar spiegeld leider das wieder was in vielen Köpfen umgeht
die menschen müssen lernen genauer hinzusehen bei links und rechts
den hier geht es um unsere Demokatie
Noch kein Kommentar zu diesem Thema?
Abgesehen vom konkreten Beitrag sind die rechten Gedanken in den Köpfen einer breiten Masse der Bevölkerung das Bedenkliche! Siehe das Versagen der Behörden in den Mordfällen, das nach Ansicht vieler nur durch absichtliches Wegsehen zustande kommen konnte (“auf dem rechten Auge blind”).
Der BR versucht vehement den Focus auf andere zu richten. Aber derartiges Verhalten ist unseriös. Folgendes ist hier aus Mittelfranken (auch in Bayern) leider mitzuteilen:
a) am 26. Nov. 2011 wurde das Auto einer Familie in Fürth, deren 22 jähriger Sohn Mitglied der Antifaschistischen Linken Fürth (ALF) ist vorsätzlich angezündet;
b) am 30. Dez. 2011 wurde das Auto des engagierten Neonazi-Gegners Michael Helmbrecht in Weißenohe demoliert, u. U. wurde sogar Buttersäure oder eine andere gefährliche Chemikalie in seinen Briefkasten eingebracht. Herr Helmbrecht ist Vorsitzender der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion und war langjähriger Sprecher des Gräfenberger Bürgerforums;
c) in der Nacht zum Montag, 09. Jan. 2012 wurden die Reifen am Auto der Sprecherin des Fürther Bündnisses gegen Rechtsextremismus und Rassismus, Ruth Brenner, zerstochen.
Mit dem Übergriff vom 30. Nov. 2011 in Weißenohe wird deutlich, dass es nicht *nur* bei Sachbeschädigungen bleibt, offensichtlich fängt die Rechte Szene an, auch vor Körperverletzungen nicht Halt zu machen bzw. diese zumindest billigend in Kauf zu nehmen! Es wäre demnach gut, erst oder auch mal vor der eigenen Türe zu fegen!
Seit wann ist es verboten im Ausland auf einen Schießstand zu gehen und seit wann ist Gotcha spielen Wehrsport? Der zweite Teil des Beitrags ist ja auch schon mindestens 8 mal verendet und gesendet worden. Wieder mal Meinungsmache hoch 3!
Es ist erschreckend, wie vielen Menschen (wohl auch Journalisten) unbekannt ist, daß diese Entwicklungen seit Jahrzehnten laufen:
Ich war ca. 1986, in Wuppertal/NRW, Zeuge eines Überfalls von 5-6 Neonazis auf eine kleine Eck-Kneipe, die das Pech hatte, ca. 100m entfernt vom NPD-Parteibüro zu liegen; letzteres sollte (wie ich hörte) zur Kneipe ausgebaut werden und konkurrenzlos für die Anwohner stehen.
Nach den ersten fliegenden Bierflaschen rief der Wirt die Polizei an, während die Gäste die Randalierer hinausdrängten. Bis alle draußen waren, stand ein Polizei-Kleinbus da, der sie einlud und wegfuhr. Wir meldeten uns als Zeugen und Opfer (mit glücklicherweise kleinen Verletzungen).
Monate später wurden wir einzeln zum „14. Kommissariat“ geladen, um die Neonazis auf Hunderten von Fotos zu identifizieren. Nachdem keiner sicher identifiziert werden konnte, begann ein betont freundliches Gespräch des Leiters des „K14“ über eventuelle Antipathien unsererseits gegenüber Nazis und Nähe zur (damals erstarkenden) Alternativ-Bewegung.
Bei der Wiederholung ein paar Monate später (mit neuen Fotoreihen) empörte ich mich: Mindestens das Foto eines der Täter mit Tätowierung auf der Stirn war definitiv nicht dabei gewesen – und schließlich wäre es egal, alle Nazis hätten zugeschlagen, und alle waren gefaßt worden. Sollten nun auch einzelne blaue Flecken zugeordnet werden?
Der Leiter des K14 staunte: Er soll angeblich überhaupt nichts von der Festnahme gewußt haben, die immerhin auf dem Bürgersteig vor der Kneipe, direkt vor unseren Augen stattgefunden hatte.
Ein Kripo-Beamter, den ich zu jener Zeit zufällig kennenlernte, bestätigte mir: Das K14 (im obersten Stockwerk des Polizeipräsidiums) war wie eine Festung, die man als „kleiner Kripo-Beamter“ nicht betreten konnte, ohne sich politisch verdächtig zu machen.
Ein Anwalt, den ich bat, sich der Sache anzunehmen, stieß (für ihn nicht erstmalig) auf so viele Hindernisse, daß er beschloß, seine Kanzlei aufzugeben; er war zu wohlhabend für die ständigen Schikanen.
Zurück blieb eine Akte über „jene Anfänge“ mit inzwischen seit langem verjährten Straftaten, die ich natürlich gerne report zur Verfügung stelle. Aber es gibt sicherlich Brisanteres.
Diesen kranken Köpfen sollte man wesentlich schärfer an die Wäsche gehen als unsere Wischiwaschi-Justiz es momentan tut.
Ich kann nicht nachvollziehen, dass so etwas in einem vorbelasteten Deutschland überhaupt möglich ist – und noch weniger kann ich verstehen, dass diese hirnfreien Menschen in der Republik ihr braunes, vergiftetes Gedankengut verbreiten dürfen.
Jungens, werdet doch mal wach…ihr seid so armselig. Merkt ihr das nicht?
Mir fehlen die Worte.
Ich glaube wir sollten generell nicht den Fehler machen irgendeine Form des Extremismus und Terrorismus zu unterschätzen! Die unfassbare Verbrechensserie der Zwickauer Zelle muss restlos aufgeklärt werden. Eventuelle Schwachstellen bei den Verfassungsschutzbehörden (oder überhaupt der Sicherheitsbehörden) müssen abgstellt werden. Allerdings sollte man nicht so tun als ob nur der Rechtsextremismus gefährlich wäre. Bei einer Demonstration von Linksextremisten in Magdeburg wurde ein Polizist beinah von einer schweren Steinplatte getroffen. Und auch der islamistische Terrorismus ist noch längst nicht besiegt. Wir brauchen jeweils ein großes Abwehr-Zentrum für diese drei Gefahren aus dem Bereich des Extremismus. Unsere Sicherheitsbehörden brauchen mehr moderne Fahndungsmethoden wie z.B. die Vorratsdatenspeicherung, damit vor allem schwere Formen der Kriminalitäteff ektiver bekämpft werden können. Zudem muss die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den nationalen Sicherheitsbehörden weiter ausgebaut werden, denn das Verbrechen internationalisiert sich immer mehr!
Ihr kommentar spiegeld leider das wieder was in vielen Köpfen umgeht
die menschen müssen lernen genauer hinzusehen bei links und rechts
den hier geht es um unsere Demokatie