2011
Nov
16

Brauner Terror in Deutschland

report-Redaktion

Polizeiabsperrung; Bild: BR

Wie Neonazis jahrelang unbehelligt morden konnten

16.11.2011, ARD, 22:45 Uhr

Eine Koproduktion von report MÜNCHEN, FAKT und Report Mainz
(Federführung Report Mainz)

Jahrelang konnte die Terrorzelle aus Zwickau unentdeckt kaltblütig einen Mord nach dem anderen verüben. Mit immensem Aufwand versuchten Ermittler die einzelnen Straftaten aufzudecken, von den Morden an Migranten über den Mord an einer Heilbronner Polizistin bis hin zum Anschlag in einer Kölner Straße, die überwiegend von Türken bewohnt wurde. Jede noch so abwegige Theorie wurde ins Auge gefasst, nach einem Phantom gejagt, nach Zusammenhängen im organisierten Verbrechen gesucht.

Doch offenbar keiner kam auf die Idee, Täter im rechtsextremen Milieu zu suchen. Gab es wirklich keine Hinweise? Oder wurden sie übersehen, beiseite gewischt? Welche Rolle spielte der Verfassungsschutz? Der Film geht auf Spurensuche, zeigt welche Hinweise es gegeben hätte, lässt Ermittler, Angehörige, Augenzeugen der schrecklichen Taten zu Wort kommen und fragt: War die Wahrheit nicht zu erkennen oder wollte man sie nicht sehen.

Der Film liefert exklusive Aussagen, geht Spuren nach, die bislang in der Öffentlichkeit noch nicht bekannt waren. So gibt erstmals das langjährige Mitglied der Münchener Mordkommission Josef Wilfling ein Interview. Er erzählt, dass sich Münchener Profiler schon früh auf Rechtsextremisten als Täter festgelegt hätten.  Er kritisiert den Informationsfluss zwischen Verfassungsschützern und Polizei. Er sagt, es wäre besser gewesen, BKA und Bundesanwaltschaft hätten schon damals die Ermittlungen an sich gezogen.

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