2011
Aug
8

Der Franchise-Flop – Pleite statt Existenzgründung

report-Redaktion

Mit Traum vom eigenen Betrieb unterschreiben viele Neu-Unternehmer Franchise-Verträge – sie übernehmen bewährte Konzepte und zahlen dafür Gebühren. Doch was nach scheinbar sicherem Weg in die Selbstständigkeit klingt, führt für viele direkt in die Insolvenz. report MÜNCHEN über die Methoden bei der Franchise-Branche. Mehr

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76 Kommentare zu „Der Franchise-Flop – Pleite statt Existenzgründung“

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  1. avatar Müllerbrot Opfer sagt:

    Diese miese verträge von müllerbrot,sind von Hr Bauer gemacht worden.[hier hat ADMIN Reporter DAUERGROSSSCHRIFT entfernt. Siehe Kommentarrichtlinien.] Bim jetz insolvenz

    • avatar Hans-Peter Bauer sagt:

      Was für ein – sorry für das Wort – [hier hat ADMIN Reporter eine Unsachlichkeit entfernt. Siehe Kommentarrichtlinien.]! Meine einzige Verbindung zu Müller-Brot ist, dass ich dort gelegentlich Brot kaufe.

      Und wenn Sie jetzt die Verträge als mies bezeichnen, dann sollten Sie sich fragen: Warum unterschreiben Sie miese Verträge? Und wenn Sie schon die “miese” Qualität nicht selbst erkennen können, dann sollten Sie solche existenziell wichtigen Fragen extern beurteilen lassen, bei einer steuerlichen pille-palle-Angelegenheit gehen Sie doch auch zum Steuerberater – oder?

      Ein Unternehmer hat vor allen Dingen eine Holschuld, er muss sich nämlich selbst um die Angelegenheiten kümmern und Informationen holen. In einer Sache bin ich mit Ihnen: So mancher Lizenzgeber und Verpächter ist sehr/zu großzügig in der Auswahl seiner späteren Partner, langfristig scheidet er sich damit selbst.

  2. avatar interessant sagt:

    Hallo,

    der Beitrag und die Diskussion sind hochinteressant. Nur leider sehe ich viele Aussagen (sei es auf pro-fran. oder contra-fran.) als schlichtweg verzerrt an und möchte deshalb zu dem ein oder anderem auch Stellung beziehen.

    Das der Beitrag völlig unsauber recherchiert ist, ist unstrittig. Denn schließlich wird hier Subway und Müller erwähnt. Müller ist kein Franchisesystem. Ein Jurist der behauptet ein Pachtsystem kann auch ein Franchisesystem sein, sollte lieber weiter beim Arbeitsrecht bleiben. Einem spezialisierten Franchisejuristent würden bei dieser Aussage die Haare ausfallen. Subway ist ein Multinationaler Konzern, dass dieser nicht auf die Interessen seiner Franchisenehmer eingeht ist auch klar, schließlich muss auch dieser (wie die Redakteure und Journalisten) Quote bringen. Hierzu gibt es ein Stichwort „Shareholder value“ und „Kennzahlensysteme (Ist/Soll)“ , ob da einige Menschen verbrannt werden oder nicht, interessiert die Kapitalgruppen nicht. Hochstudierte Persönlichkeiten wie im Franchiseverband können das immer noch nicht wahrhaben. Diese Tatsache wurde und wird Ihnen noch weiter zum Verhängnis (siehe Mitgliedersitzung vor einigen Jahren als alle Mitglieder (nicht die Mitglieder der Verbandsetage und das spricht für die FG und nicht für den Verband) Subway wegen der Praktiken offen und heftig attackiert haben). Insider wissen, dass der Franchiseverband, nicht unbedingt die Interessen seiner Mitglieder verfolgt.

    Jeder Franchiseinsider weiß, auch wenn er es nicht zugeben will, dass die Quote der unzufriedenen FN sehr hoch ist. Das liegt aber zu 80 % nicht am Konzept oder am FG (demnach ist die Zufriedenheit kein Indikator für seriös oder nicht), sondern an der Natur des Menschen. Ich habe mir mal von einem sehr erfolgreichen Unternehmer sagen lassen, dass die Unzufriedenheit die Haupttriebfeder eines Unternehmers ist. Wären wir mit allem zufrieden sind (insbesondere im geschäftlichen Bereich) würden wir in einem utopischen Stadt leben alla Aldous Huxley. Ein Franchisenehmer muss nun mal ein Unternehmertyp sein. Das ist leider selbst vielen FN und FG noch nicht klar.

    Dass die ganzen Checks vom Verband nicht klar aussagen, ob ein System seriös ist oder nicht, kann auch nicht bestritten werden. Schließlich ist das eine Interessengruppe. Auch kann nicht bestritten werden, dass es im Verband unseriöse Leute gibt. Das ist aber eine völlig normale Tatsache. Hierzu einfach mit Organisationslehre beschäftigen. Unseriösität gibt es sogar bei der UNICEF.

    Gleichzeitig sind einige Stimmen laut, die gegen Franchising sind. Leider weiß man auch hier nicht wer die Personen sind. Wenn ich überlege wie stark einige Franchisenehmer in einem Franchisesystem ihre Standorte bewirtschaften, was wiederrum eine massive Verdrängung von Filialsystemen zur Folge hat. Bin ich mir nicht sicher ob hier doch die eine oder andere Agentur (auch außerhalb dieses Diskussionsverlaufs und des Beitrags) eines Filialsystem werkelt.

    Der Hauptindikator für unseriös kann weder die Zufriedenheit der Partner sein, noch die Mitgliedschaft in irgendwelchen Interessensgruppen. Diese Frage in Bezug auf Franchising ist noch von Keinem beantwortet worden. Da Unseriösität etwas subjektive ist. Und das ist auch das Problem der Branche, deshalb sind solche Berichte (mit zum Teil absurden Aussagen) im Informationsgehalt unausgewogen.

    Mal ehrlich, das Franchising seriös ist und man hiermit sehr viel Geld verdienen kann, steht außer Frage, denn schließlich sind die 80er und 90er vorbei, wonach sich Franchising in irgendeiner Weise als seriös profilieren muss. Und solange die Franchisegeber über den Verband nicht klar definieren was ein useriöses System ist, werden auch solche Berichte erscheinen. Das ist ein klares Verfehlen des Verbandes und der (meisten) FG und nicht der Journalisten, da diese auch nur subjektiv berichten und ein Negativbeispiel verallgemeinern. Die Beschreibung, ob ein System seriös ist oder nicht, kann nicht durch außenstehende erfolgen. Das Thema Franchising ist so komplex, dass es von den vermeintlichen Franchisespezialisten klar und deutlich definiert werden muss. Bis jetzt ist nur wischi-waschi anzutreffen.

    Jetzt ist der Text leider sehr lang geworden. Aber auch hierdurch wird klar wie komplex das Thema Franchising ist. Nicht um sonst nannte der Admin die 5 min als zu wenig.

    Schöne Grüße

  3. avatar Ex-Subway Franchisee sagt:

    Jetzt möchte ich auch mal ein paar weitergehende Informationen geben.
    Ich habe auch einen Subway Restaurant vier jahre lang betrieben. Bei der Informationsveranstaltung und bei den persönlichen gesprächen werden dem Interessenten sehr “schöne” Gewinn- und verlustrechnungen vorgelegt. Leider sind diese im Detail nicht unbedingt in Ordnung. Aber das ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Die Gebühr von 12,5% enthält zum einen die Lizenzabgabe von 9% für Subway und 3,5% Werbeumlage die für die nationale Werbung ausgegeben werden soll. Über die Verwendung entscheidet ein Franchisenehmerausschuß.

    Nun kommt der Knackpunkt: für die 9% bekommt der Franchisee von Subway praktisch nichts als Gegenleistung. Die Field Consultants sind mehr Kontrolleure denn Berater. Insbesondere wird überprüft, ob auch ja jedes sandwich durch die Kasse gegangen ist, damit die gebühr auch gezahlt wird. Als marketingtip bekam ich dann z.B. : Dann machen sie doch häufiger eine “Bogo-Aktion (kaufe 1 bekomme2)” Super meine Wareneinsatzkosten verdoppeln sich, die lokalen Werbegebühren (Flyer z.B.) zahle ich auch selbst und von dem evtl. Mehrumsatz zahl ich wieder die volle Gebühr! Da bleibt dann gar nichts mehr übrig.

    Dann kommen die unverschämt hohen Preise für zum Teil minderwertige Einrichtungsgegenstände. Ein Marktschirm mit Subway-Logo für 400€! der gleiche Schirm ohne Logo kostet im Baumarkt ein Drittel.

    Ebenso ist es bei den Rohstoffen. Sofern die Qualität vergleichbar ist, z.B. Thunfisch zahlten wir bei dem Zwangslieferanten mehr als bei der Metro. Nur den Metro-Thunfisch durften wir nicht verwenden.

    Dann mal zu blauäugigen Eröffnungen und Umsatzannahmen: Von meinen Kollegen kenn ich keinen der blauäugig da rangegangen ist. Da ja alle das Geld bei einer Bank leihen mußten, mußte ja auch ein belastbarer Businessplan vorliegen. Und zumindest bei mir hat die Bank sich schon recht genau erkundigt wie ich auf die Umsatzzahlen gekommen bin. Da ich ja keine Erfahrungen habe, wie viel Umsatz der Store so machen würde und ich auch keine Glaskugel habe, kamen die Zahlen die mein Berater dort eingesetzt hat woher?? Dreimal darf man raten! Aber natürlich niemals offiziell.

    Dann mal dazu warum hat Subway so schnell so viele Stores eröffnet, offenbar ohne Rücksicht auf Verluste? Schuls sind letzlich die Gebietsentwickler. Sie erhalten kein festes Gehalt, sondern leben von dem Verkauf von Lizenzen. da ist es nur logisch, jedem der 3 nicht auf dem Baum ist eine Lizenz zu verkaufen. Und wenn derjenige innerhalb von einem jahr dann keinen Store eröffnet, verfällt die Lizenz.

    Und wieso eröffnet jemand dann einen zweiten Store, obwohl sein Erster schon nicht gut läuft? Das liegt am fehlenden Gebietsschutz. Da kommt dann auf einmal der Gebietsleiter und hat einen ganz tollen neuen Standort in der Nähe gefunden. Und dann heißt es: nimm ihn oder ein anderer macht es. Viele haben dann natürlich ja gesagt, sofern die Bank ihnen noch Geld dafür gab.
    Diejenigen, die es nicht konnten, hatten dann ganz schnell einen Mittbewerber und noch weniger Umsatz.

    Wenn dann nichts mehr geht und die Bank den Hahn zudreht, dann steht der Gebietsleiter schon mit dem Nächsten vor der Tür, der den Store dann für 50% oder weniger der ursprünglichen Kosten kauft. Und das Spiel fängt von vorne an.
    Mein alter Store wurde seit ich raus bin schon wieder 2 mal verkauft. Und das in 4 Jahren.

    Auch ich hätte mir gewünscht, dass der Franchiseverband die Systeme kritischer geprüft hätte. Dann wäre Subway mit seiner Konstruktion sicher schon vorher negativ aufgefallen. Aber mit dieser Art des Umgangs mit Franchise-Sytemen wird der Ruf sicher nicht besser. Und Subway noch immer als “irgentwie” Mitglied zu führen, anstatt denen einen ordentlichen A…tritt zu verpassen, ist für mich schlicht nicht nachvollziehbar. Ich weiß nicht in wie vielen Berichten und Fernsehbeiträgen schon negativ über Subway berichtet wurde, aber das scheint beim Franchiseverband wohl nicht angekommen zu sein. Und sowas zieht die Glaubwürdigkeit des DFV doch massiv in den Keller.

  4. avatar job24-regional sagt:

    Liebe Franchisefreunde, liebe Franchisehasser

    ich betreibe ein Lizenzsystem für Personalvermittler. Ich verspreche keinen anstrengungslosen Wohlstand – sondern vergebe eine Firmenidentität und ein anwendbares Unternehmenskonzept für weniger als 5 EUR je Tag. Ich fordere keine Eintrittsgebühr, keine Umsatzbeteiligung, keine Werbekostenpauschale oder Provision. Ich bin nicht Mitglied im DFV oder sonstigen Institutionen, ich lege keinen Wert auf ein Prüfsiegel oder eine Art Unternehmenstüv. Entscheidend ist für mich meine eigene Moral und ein faires Win-Win-Vertragsverhältnis. Ich möchte, dass meine Lizenznehmer mit meinem System erfolgreich sind und gemeinsam als Unternehmensverbund wachsen.

    Natürlich steht dahinter ein finanzielles Interesse – aber ich möchte auch nicht mit der Brechstange reich werden.

    Leider aber haben oftmals Lizenznehmer falsche Vorstellungen von einer Selbständigkeit als Franchise – oder Lizenznehmer und schätzen ihre Unternehmerpersönlichkeit falsch ein. Am Ende zählt immer persönliches Engagement, der Biss sich im Markt durchzusetzen. Franchise/Lizenzgeber übergeben ein anwendbares Konzept, welches nachweislich erfolgreich ist, sonst würde es nicht langfristig expandieren. Sie zeigen den Weg – gehen muss ihn jeder Franchise/Lizenznehmer alleine – mit oder ohne Handbuch.

    Ralf-Gunter Bergmann
    Rostock

  5. avatar VikiFran sagt:

    Hallo Ex-Subway Franchisee,

    schön, dass Sie Fakten bringen. Es geht hier nämlich den allermeisten Pro-Franchisern nicht darum Franchising per se, oder gar Subway im Speziellen, als total toll darzustellen, oder aus schwarzen Schafen weiße zu machen. Ihre Aussagen haben mehr glaubwürdigen und informativen Gehalt, als alle Negativ-Subway-Berichte zusammen, die ich kenne (den von report München eingeschlossen).

    Ich gebe Ihnen recht, wenn sie die Haltung des DFV bezüglich Subway in Frage stellen. Und wie die Lizenzvergabe bei Subway läuft, ist Branchen-intern kein Geheimnis und wird nicht gut geheißen. Wenn es keinen Gebietsschutz gibt, sollte das übrigens jeden Franchise-Interessierten Gründer hellhöhrig werden lassen – das gilt auch bei anderen Systemen. Alles in allem sehe ich – und ein Teil der Franchise-Branche meines Wissens nach auch – Handlungsbedarf im Fall Subway.

    Das alles darf aber nicht dazu führen, dass in den Fernseh-Beiträgen Franchising als Weg in die Insolvenz verkauft wird. Und das bedeutet eben nicht, dass man nicht kritisch sein darf oder schwarze Schafe nicht nennen soll. Aber zumindest ein positives Beispiel (und danach muss man nicht lange suchen) verträgt sicher jeder Beitrag, der den Anspruch hat, ein Branchen-Bild zu zeichnen. Will man das nicht, sollte man sich eben vor grob fahrlässigen Pauschalisierungen hüten, was in diesem Beitrag nun mal leider geschehen ist.

  6. avatar jurist sagt:

    Salut,
    bin Jura-Student und schreibe gerade ‘ne Hausarbeit über das schwierige Thema Franchise und bin bei der Internetrecherche auf die Diskussion hier gestoßen. Es ist schon verrückt, was sich hier manche “Franchise-Experten” anmassen. Warum sollen Pacht- und Franchiseverträge unterschiedlich behandelt werden oder gar unterschiedlich sein? Juristisch betrachtet, werden sie in Deutschland je nach Fall sehr ähnlich behandelt. Also hier von falscher Darstellung im Film zu sprechen, ist Unsinn. Oft wird geschrieben, hier sei falsch recherchiert worden, aber wenn man sich mal bemüht, die Fakten aus dem Beitrag gegenzuchecken und bekannte Suchmaschinen bemüht, kommt man doch auf genau die selben Fakten über die Firmen (z.B. Wiwo, FTD) Es fehlt halt den Franchise-Freunden hier der positive Fall. Aber sorry, um mal auf die schwarzen Schafe Müller Brot und Subway aufmerksam zu machen, brauche ich nicht den glücklichen wer-auch-immer-Franchisenehmer, der mir erzählt, dass bei ihm alles ganz toll ist. Es ist eher schade, dass solche Blogs von Lobbyisten vollgeschrieben werden, wie von einigen hier auch schon angesprochen.

    • avatar Gast sagt:

      Hallo Herr Jurist,

      ich gehe mal davon aus, dass Sie eher der Redaktionassistent sind, der hier nochmal die sachliche Kritik an diesem Beitrag entschärfen soll.

      Aber wenn Sie wirklich ehrlich nach positiven Beispielen im Franchise fragen, dann kann ich Ihnen z. B. Morgengold Frühstücksdienste, Schülerhilfe, Vapiano, Fressnapf, Mc Donalds, Pirtek, BoConcept und ganz viele andere wirklich gute Systeme nennen.

      Was natürlich nicht heißt das Subway und Müller Brot gute Systeme sind. Da ist es ganz richtig, dass diese Systeme an den Pranger gestellt werden. Aber bitte nicht auf die Franchise Branche im ganzen verallgemeinern. Einer Branche mit über 40 Mrd. Euro Umsatz und mehreren hundertausend Arbeitsplätzen werden Sie damit nicht gerecht.

      Beste Grüße

    • avatar Parker sagt:

      fertig studieren -> in einem Franchise-System arbeiten, die Abläufe kennenlernen -> dann urteilen.

      DANKE

    • avatar Hans-Peter Bauer sagt:

      Dass man seitens des BR den Finger in eine Wunde (oder gleich zwei) legt, halte ich für durchaus legitim. Allerdings sollte man sorgfältiger vorgehen, denn so schlampig recherchiert würde einem Juristen seine Causa zügig entgleiten. Und man könnte ja sonst jede These verallgemeinern – was würde da denn ein (echter) Jurist dazu meinen? Vermutlich fallweise klagen und das UWG zitieren.
      Und dazu, dass die Müller-Brot-Unternehmerin nach sechs erfolgreichen Jahren gescheitert ist: Lag das nur am neuen Vertrag? Warum wurde der überhaupt so abgeschlossen? Warum wurde der nicht vorher verifiziert? Auf all diese Fragen keine Antwort!

      Und der Kiez-Subway? Dass auf dem Kiez jedes(!) Business rückläufig ist, stellt keine Neuigkeit dar. Man hätte auch einen x-beliebigen Club oder ein anderes Lokal fragen können, die Antworten dort sind austauschbar. Nein, ein echtes Subway-Problem liegt da wohl nicht vor.

      Das soll jedoch keine Heiligsprechung der beiden Systeme sein, sondern nur zum genauen Hinsehen aufmuntern! Und wenn ein sog. Jurist kompetente Gegenstimmen verbieten will, dann klingt das eher nach Schnuppersemester oder Redaktionshelfer.

  7. avatar Alf sagt:

    Solange in Deutschland Franchise nicht aus der gesetzlichen Grauzone herausgeholt wird und ein auf diesen Wirtschaftsbereich konkret zugeschnittenes juristisches Regelwerk aufgestellt wird, werden derartige Systeme wie SUBWAY die rechtlichen Grenzen bis zum Exzess ausloten.
    Es ist nur armselig, wenn dieser Staat sich hinstellt und das Schlankhalten der Bürokratie als Begründung vors Loch schiebt. Der DFV, der in Berichten vor „neuen bürokratischen Monstren“ warnt und sich für „selbstregulierende Maßnahmen“ und damit gegen eine konkrete Franchise-Gesetzgebung ausspricht, demonstriert deutlich, auf welcher Seite er eigentlich steht. Der European Code of Ethics, ist ein zahnloser Ethikkodex mit „Verhaltensmaßstäben“ ohne jegliche rechtliche Wirkung. Auf derart lächerliche Makulatur stützt der DFN seine Existenzberechtigung.
    Warum sieht es der Rest Europas anders? Belgien, Italien, Litauen, Schweden, Spanien, Österreich – um nur einige zu nennen – haben die Notwendigkeit einer gesetzlichen Franchise-Regelung erkannt.
    Bereits 1989 verabschiedete Frankreich das Franchisegesetz „Loi Doublin“. Die Verabschiedung dieses Gesetzes sorgte in den Folgejahren für eine Marktbereinigung – auch von schwarzen Schafen.
    Auch im Mutterland des Franchisings, den USA, gehen in vielen Bundesstaaten Franchise-Gesetze über das generell gültige Gesetz zur vorverträglichen Aufklärung hinaus.
    Verbindliche Gesetze sind nicht nur sinnvoll, sondern unabdingbar und sollten auf die Selbstregulierung der Franchise-Wirtschaft gesetzt werden.
    Aber wir leben in einem Staat, wo Richter sich im Schutz ihrer richterlichen Unabhängigkeit in ihren Urteilen weder an Gesetze, noch an Grundsatzentscheidungen höchster Gerichte gebunden sehen. Hier wird in der Rechtsprechung vor vornherein auf gesetzliche Normen verzichtet. Ein spezielles Franchise-Gesetz würde jedoch nur Sinn machen, wenn sich die Judikative auch daran hält.

  8. avatar müller-pächter sagt:

    Ich stehe kurz davor, einen Vertrag mit Müller-Brot zu unterzeichnen. Als ich durch Zufall auf diesen Bericht gestoßen bin, haben ich angefangen, im Internet nach konkreten Aussagen über die wirkliche Pachtsituation zu suchen. Es findet sich niemand, der tatsächlich bei Müller-Brot Pächter war oder ist und eine qualifizierte Meinung hat. Es wäre schön, wenn hier jemand mit Hintergrundinformationen dienen könnte, die mir weiterhelfen, ob es sich überhaupt lohnt Pächter zu werden oder ob hier in jedem Fall abzuraten ist.

    Wie ich gerade lese, werden alle Kommentare vor ihrer Freischaltung geprüft. Wenn also jemand aus der Redaktion das hier liest, kann er/sie mir vielleicht auch sagen, ob noch weitere Informationen über Müller vorliegen, die ich über die Redaktion bekommen kann?!

    • Wir raten Ihnen, Businessplan und Vertrag von unabhängigen Fachleuten prüfen zu lassen.
      Wenn Sie Kontakt zu Müller-Pächtern aufnehmen wollen, so muss es ja nicht via Internet sein. Das geht im realen Leben wahrscheinlich einfacher. Viel Erfolg.

      Viele Grüße

      ADMIN Reporter, report-München-Redaktion

  9. avatar xxxl sagt:

    Nun, zu Müller-Brot folgende Ratschläge:
    Vor allem die Lage überprüfen. Denn, sollte der Umsatz nicht stimmen, und der hängt vor allem davon ab, arbeiten Sie 70-100 St/Woche fürs Kleingeld. Auch, wenn Sie´s alleine machen wollen, ohne Ihr/e PartnerIn, sollten Sie es lieber sein lassen: der Aufwand ist zu gross, und mit jemand ausserhalb zusammen zu arbeiten, lohnt sich nicht.
    Versuchen Sie zu erfahren, warum der Pächter vor Ihnen aufgegeben hat; wenn Sie es schaffen und mit Ihm/Ihr reden, wird die Sache viel klarer erscheinen.

    Auch sollten sie keine Hilfe von Müller – Brot erwarten, was regelmässig kommt sind diese “Überweisen-Sie-bitte-die-Tageseinnahmen-an-Müller-Brot,-aber-sofort” -Telefonanrufe….

  10. avatar Insider sagt:

    Bei den verschiedenenen Sendern und beim gleichen Thema taucht immer der selbe Anwalt auf.

    Was spielt dieser Mann für eine Rolle?

    Ist das für ihn nur eine Werbesendung um Mandanten anzulocken?

    Was erreicht er tatsächlich für die gescheiterten Franchise-Nehmer?

    • avatar Ex-Subway Franchisee sagt:

      @Insider:
      Sie spielen sicher auf Dr. Prasse an. Er hat schon ziemlich viel erreicht. So hat er beispielsweise schon etliche Prozesse vor deutschen LG´s gegen Subway gewonnen.
      Es ging um die Gültigkeit des Franchise-Vertrages. Die Gerichte erkannten den Vertrag als ungültig und die Franchisenehmer bekamen einen Teil ihrer gezahlten Gebühren zurück.
      Soweit mir bekannt ist hat er auch schon Franchisees gegen andere nicht so seriöse Franchisegeber mit Erfolg vertreten.
      Außerdem ist er der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Franchisenehmer Verbandes DFNV.

      Aber anstatt sich mal zu informieren (googeln) ist es natürlich sehr viel besser hier nebulöse Fragen zu stellen: “Was spielt dieser Mann für eine Rolle?”

      Dr. Prasse hat sich auf das Fachgebiet Franchise spezialisiert. Für dieses Gebiet gibt es leider kaum Anwälte in Deutschland.

      Ich hoffe das waren jetzt Infos genug.

    • avatar Alf sagt:

      Wen interessiert, wie deutsche Gerichte in Sachen Subway urteilen, der sollte sich das Urteil des Landgerichts Braunschweig anschauen:
      http://www.franchiserecht.de/#/rechtsprechung/ausserordentliche-kuendigung-aufgrund-zahlungsverzug-des-franchisenehmers/
      Subway lies 2008/09 mehrfach europaweit die Geschäfte der Franchisenehmer mit Lebensmitteln beliefern, die die Gesundheit der Gäste in Gefahr brachten. Erst nach mehreren Wochen wurden diese Produkte von Subway zurückgerufen. Europaweit erkrankten hunderte an Salmonellen. “Dawn Farm Foods” war Produzent des ungenießbaren Subway-Gold-Standard-Fleischs. Wer mehr darüber wissen möchte, kann ja mal “Down Farm Foods Subway Salmonellen” bei Google eingeben. Der Fanchisenehmer aus Braunschweig wehrte sich jedenfalls gegen diese Machenschaften und mahnte Subway ab. Was dann ablief, könnt ihr dem Urteil entnehmen.
      Das Oberlandesgericht Braunschweig wies die Berufung zurück und würgte damit die Ausschöpfung des Rechtswegs ab. Vorgelegte Beweise ließen die Gerichten unberücksichtigt. Eine Gehörsrüge wurde vom Oberlandesgericht abgeschmettert. Das Bundes(verfassungs)gericht nahm eine Beschwerde unbegründet nicht an. Die deutsche Justiz setzte alles daran, dass es beim Urteil des Landgerichts blieb. Die mannigfachen Verstöße dieser Gerichte gegen die Verfassung und die Menschenrechtskonventionen wurden vor dem Europäischen Gerichtshof gerügt – Ergebnis offen.
      Wenn also hier ein “Ex-Subway Franchisee” behauptet, dieser Anwalt habe schon etliche Prozesse vor deutschen Gerichten gewonnen, dann möge er doch bitte die entsprechenden Veröffentlichungen hier einstellen. Solange die Behauptungen über die tollen Leistungen dieses Anwalts nicht bewiesen sind, halte ich das alles für erstunken und erlogen. Wenn Gerichte die Subway Verträge als ungültig erkannt hätten, dann wäre über diese Sensation sicher irgendwo bereits etwas darüber zu lesen gewesen.
      Genauso, wie dieser Anwalt derartige Sendungen zur Mandantenwerbung nutzt, so ist auch der Beitrag von “Ex-Subway Franchisee” ein reiner Werbebeitrag mit unbewiesenen Behauptungen.

  11. avatar monika b. sagt:

    Hallo erstmal alle zusammen,
    nachdem ich im internet und auch auf anraten einer ehemaligen pächterin von müller brot drauf gestossen bin möchte auch ich mich hier dazu äussern.
    ich selber war von dez.2009 bis jan.dieses jahr pächterin bei müller brot..und ich kann nur jedem raten “finger weg” davon. ich war davor jahrelang angestellte bei müller brot und kann bis heute nicht glauben das ich darauf reingefallen bin.
    es fängt an mit einer unverbindlichen pachtkalkulation. diese stimmt schonmal garnicht. mir wurde gesagt ich beziehe ware im wert von ca.4500 euro im monat bei einem umsatz von ( möchte ich jetzt hier nicht nennen) und tatsächlich war mein wareneinsatz bei selbem umsatz 7000-8000 euro im monat was fast 50% mehr ist als vorgerechnet..die pacht ist immer 15% vom umsatz, betriebs und raumkostenpauschale bei mir 1500,- euro…es ist nicht möglich – und das bei vollem arbeitseinsatz- 7tage die woche 14std.am tag sonn,-und feiertags zufriedenstellend zu verdienen..

    es wird einem vorgeschrieben – wo man seine handelsware einkauft
    - man hat keine freie preisgestaltung – und wie auch schon oben einmal oben erwähnt – man braucht nicht erwarten das müller brot da einen unterstützt – im gegenteil, als geschäftspartner wird man richtig an den pranger gestellt wenn mal nicht alles gleich so funktioniert wie es sollte.

    LIEBE LEUTE GUTER TIP von mir,lasst es bitte..ich habe noch nie etwas bereut in meinem leben- aber diesen abschnitt möchte ich aus meinem leben am liebsten löschen.

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