2011
Jun
29
avatar ADMIN Querulant

Vor zwei Wochen berichtete quer erstmals über den sogenannten “König von Berg” (Video hier anschauen). Der schwerreiche Unternehmer hat auf seinem Grundstück am Starnberger See zahlreiche Schwarzbauten errichtet. Sein Prunkstück, den sogenannten Mörserturm, soll er abreißen. Alle Prozesse mit denen er dies zu verhindern versuchte, hat er verloren. Nur noch der Petitionsausschuss des Landtages könnte den Abriss stoppen. Jetzt öffnet Siegfried Genz erstmals für ein Fernsehteam von quer die Pforten seines Anwesens und gewährt interessante Einblicke in sein kleines Königreich.

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22 Kommentare zu „Seltene Audienz: Das Reich des Schwarzbaukönigs von Berg“

  1. avatar Friedrich der Große sagt:

    na ja, lasst´sn halt bauen. Schließlich baut er ja auch ganz nette Gebäude.

    Na und wegen seinem Bau-Syndrom – dass rührt vermutlich aus seiner Kindheit. Wahrscheinlich hat der Baumeister bereits im zarten alter der Sandkisten-Epoche, schon Wasser und Zement entdeckt und sich diese Faszination ein Leben lang erhalten.
    Na – als wenns nichts schlimmeres gäben würde, oder?

  2. avatar alitine sagt:

    Also ich find den Mörserturm ganz niedlich…………. da gibt es ganz andere bauliche Schandflecken!
    Und mit dieser Meinung steh ich wohl nicht ganz allein da.
    Weswegen mich interessieren würde, wer die Hatz auf gerade diesen Bauherrn eingeläutet hat?

  3. avatar Oba Bayer sagt:

    Hallo zusammen,

    also bei mir sowie bei allen Bekannten, taucht die Frage auf…..
    wen stören diese Bauten wenn alles sich harmonisch in die Landschaft einfügt
    wo ist das Problem…. wenigstens ein Milionär mit Visionen …muß den bei uns
    alles bis ins kleinste geregelt werden….. wie Aschentonnendeckel nur mit der
    Rechten Hand öffnen….Verletztungsgefahr….Furchbar wie kleinlich wir geworden
    sind….last Ihn doch bauen..wenn sein Geld alle ist, hört er von selbst auf….
    ich bin auf den Dritten Teil Aktion Schwarzbauten gespannt , viel Spass Herr Süß…
    ich bin sehr gespannt wie diese Sache ausgeht .

  4. avatar ui1947 sagt:

    Geniale Infos vom Meister der Phantasie:
    Presse und “wer kann noch was dagegen haben”…
    Stimmt !
    Unsinnige Paragraphen u Schreibtischtäter (- töter ?)-Ideen
    sind doch nur für Herrscher nötig.
    Ein Dorf regelte früher alles nach der Natur und Notwendigkeit.
    Leider soll immer noch Euro/Paragraph über
    sinnvoller/ nicht allgemein bezahlter Tat gelten.
    Es wird Zeit für das Echte, bevor uns Griechenland erwischt…
    Auch hier waechst die Wut
    fragt Willy und Ulli

  5. avatar Heidi H sagt:

    Wenn im Naturschutzgebiet gebaut wird, muß das unterbunden werden. Wo kämen wir denn da hin, wer genug Zaster hat, tut und baut was er will.
    Aber hier scheint mir doch eher ein persönliches Kräftemessen zwischen Bauherr und “Bauamtsbehördenbeamter” stattzufinden.

    • avatar Friedrich der Große sagt:

      na wenn schon. Soll im doch die Behörde die Rute ins Fenster stellen und den Baumeister vor die Wahl stellen: Entweder Abriss oder eine Konventionalstrafe in der Höhe von 25% des Schätzwertes der gesamten Liegenschaft.
      Zudem sollte der Bauherr verpflichtet werden, die Bauwerke im Sinne eines Studienobjekt, im öffentlichen Interesses -sprich “Neugier” – für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

      Das wäre doch ein fantastisches Geschäft für den Freistaat und alle beteiliegten, oder?

      Jeder könnte das Gesicht wahren, und die Bauwerke – die ganz nebenbei sogar durchaus einen architektonischen Reiz ausüben – im Gegensatz zu so manchen “künstlierischen Fabriakationen” bestimmter namhafter u/o. dahergelaufener Arschitekten, – könnten als Anschauungsmaterial oder Studienobjekt für die Nachwelt erhalten bleiben.

  6. avatar Skeptiker sagt:

    @All

    aha, weil er schöne Gebäude baut darf er sich so einfach über Gesetze hinweg setzen und ohne Baugenehmigung bauen.

    Sehr schöne Rechtsauffassung scheinen hier manche zu haben….

  7. avatar hgeiss sagt:

    Quer ist eine meiner Lieblingssendungen, dass darin nun aber Privatleute an den Pranger gestellt werden, finde ich abstossend. Wenn ich sehe, was mit öffentlichen Genehmigungen in Bayern an Baumaßnahmen so verbrochen wurde und wird, dann könnten alle zukünftigen Quer-Sendungen damit gefüllt werden. Ich rede nicht nur von den öffentlichen und Gewerbebauten, sondern auch von der unsagbaren Uniformität und Hässlichkeit der Wohnbauten, die durch amtliche Vorschriften verbrochen werden. Der “Mörserturm” ist dagegen direkt eine Augenweide. Im übrigen finde ich die Reglementierungen privaten Bauens bei uns völlig überzogen.

    • avatar Skeptiker sagt:

      Es geht hier nicht um Geschmack und was ihnen persönlich gefällt oder nicht. Genauso steht hier nicht zur Debatte, ob die Bauvorschriften ihrer Meinung nach übertrieben sind oder nicht. Es gibt bezüglich Baugenehmigung etc. entsprechende Gesetzte und Regeln an die sich alle zu halten haben, auch ein Millionär. Wenn der Gleichheitsgrundsatz vor dem Gesetz, egal in welchem Bereich, einmal überschritten ist wird der ganze demokratische Rechtsstaat gefährdet. Wenn sie persönlich etwas gegen die Bauvorschriften haben und es geändert haben wollen, dann stellen sie einen Antrag oder wenden sie sich an ihren Abgeordneten. Bis dahin muss sich aber jeder an die Regeln halten, ohne Ausnahme!

    • avatar Matthias,48 sagt:

      @hgeiss..dann sind Sie wohl auch ein Opfer des Denkmalschutzes? Was meinen Sie,was da an Reglementierungen passiert!

      Nein,es ist schon in Ordnung,dass es eine Bauaufsicht gibt.Schließlich kann nicht jeder bauen,wie er will – ich darf es in Rothenburgs Altstadt ja auch nicht!

  8. avatar hgeiss sagt:

    Nein, ich bin kein Denkmalschutzgeschädigter, da haben Sie meine Zeilen völlig mißverstanden. Ich habe gegen die Uniformiertheit des modernen Bauens, seine Kommerzialiserung, seine Gesichtslosigkeit seine Austauschbarkeit geschrieben. Alte Häuser sind das Gegenteil davon, nicht nur in Rothenburg- jedes ist einmalig, sie sind wie Individuen und es wäre mein Wunsch, wenn auch die neuen Bauten ein wenig davon hätten. Die Baubehörden und die teilweise haarsträubenden Vorgaben bis ins Detail haben die Bürger zwar gegängelt, den Einheitsbrei an Bebauung haben sie damit aber nicht verhindert, im Gegenteil, sie haben ihn noch befördert. Dass eine Freigabe des Bauens Geschmacksverirrungen nicht automatisch beenden würden, weiß auch ich, denn die Gewöhnung an den Kommerz ist eine schlechte Schule für eigenständigen Geschmack.
    Aber hier könnten Vorgaben, wie die obligatorische Verwendung von Baumaterialien der jeweiligen Gegend schon die ärgsten Bausünden verhindern, ebenso die verpflichtende Teilnahme von Bauwilligen an einschlägigen Kursen.
    Aber – um zum eigentlichen Thema zu kommen – der öffentlichen Anprangerung eines reichen „Schwarzbauers“: wer daraus eine Sache des Prinzipes und der Gerechtigkeit macht, der bedient zwar damit Spießer und Neider, er betätigt sich aber auf einem eher geschmäcklerischen Nebenkriegschauplatz, denn die Verteilung von Reichtum und der gängige Ablasshandel bei Wirtschaftsverbrechen hat in diesem Land extreme Dimensionen angenommen. Hier würde sich ein weites Betätigungsfeld für kritischen Journalismus bieten.

    • avatar Skeptiker sagt:

      Es ist eine Sache des Prinzips und der Gerechtigkeit. Das muss man daraus nicht erst machen.

    • avatar Skeptiker sagt:

      Pardon, ich muss mich etwas korrigieren. Es ist eine Frage des Rechts, des Gleichheitsgrundsatzes und des Prinzips.

      Gerechtigkeit ist nochmal was anderes.

  9. avatar Mörserfreund sagt:

    Schade das von den Leuten die die Kommentare schreiben den Mörserturm keiner in seiner schönen Pracht das heißt mit Inhalt geshen hat. Ich habe es gesehen und kann nur sagen es war eine Ansammlung von Geschichte die jeder einzelne der Mörser auch ohne Führung erzählt hat. Ob aus dem Afganischen Mazar-e-Sharif wo jetzt der Krieg tobt oder aus der Gotik, wenn man sehr aufmerksam durch den Turm ging konnte man sie hören die Geschichten die jeder dieser einzelnen Prachtvollen Stücke erzählt. Jetzt ligen sie in Kisten und müßen schweigen.All die Schulklassen die sich an den Mörsern zu den besten Zeiten freuen durften haben diesen Geschichten haut nah erleben dürfen, und sichtlich genossen,was ein Glück für diese Kinder. Schade auch das erst bemerkt wird was man verloren oder zerstört hat wenn es zu spät ist.Wo wäre Bayern ohne seine großen Bauwerke und wunderbaren Musen? Ich hoffe das alle die glauben jetzt nach den langen Jahren des Kampfes Ihr Gesicht zu verlieren zur vernunft kommen und sich wie Erwachsene Leute an den Tisch setzten und REDEN, was in dieser ach so Entwickelten Welt immer mehr auf der Strecke bleibt und keiner mehr über den Tellerrand schaut und sich was traut was auch mal unbequem ist. Mut allen Beteiligten.

    • avatar Skeptiker sagt:

      Das interessiert alles nicht. Ob der Turm und sein Inhalt schön ist oder nicht ist völlig belanglos. Es gibt Vorschriften an die sich ALLE zu halten haben, auch ein Millionär. Vor dem Gesetz haben alle gleich zu sein. Wenn davon eine Ausnahme gemacht wird und sich jemand mit seinem vielen Geld durchmogeln kann ist der demorkatische Rechtsstaat in Gefahr.

  10. avatar hgeiss sagt:

    Lieber Skeptiker,
    deinem hohen Lied auf die Gesetze täte etwas Skepsis gut. Ich meine, die Gesetze sind gut, wenn sie einem Schutz gewähren oder zum Recht verhelfen, nicht aber, wenn sie aus Prinzip, Neid oder Gleichmacherei angewendet werden. Beim Bauen sollte es nur eine Regel geben, dass damit niemandem Schaden zugefüht wird, also, Baumaßnahmen müssen mit den betroffenen Nachbarn abgestimmt werden. Ansonsten gilt, dass die Menschen verschieden sind und man ihnen Unrecht tut, wenn man sie gleich behandelt. Ich glaube, dieser Satz ist von mir und ist übrigens eine Erkenntnis von jahrzehntelanger pädagogischer Arbeit, in der ich alle Stufen von Prinzipientreue und Pochen auf Regeln durchlaufen habe. (—)
    Am besten lässt sich leben, wo es Gesetze gibt, die aber nur im Notfall angewendet werden. Ansonsten: Leben und leben lassen!

    • avatar Skeptiker sagt:

      Es bedarf in Deutschland einer Baugenehmigung bevor gebaut werden darf. Punkt. Wer sich nicht daran hält hat die Konsequenzen zu tragen. Punkt. Dies gilt ausnahmslos für jeden, egal welchen Geschlechts, Hautfarbe, Nationalität oder eben finanziellen Hintergrund. Punkt. Das hat nichts mit Neid oder Gleichmacherei zu tun. Diese Regeln gelten eben, und das zu Recht, für alle. Skeptisch bin ich gegenüber Menschen die sich die Welt und die Regeln hinbiegen wie es ihnen gefällt.

    • avatar Oba Bayer sagt:

      Hallo hgeiss

      auch meine Lebenserfahrung sagt mir….Leben und leben lassen..

      Neid und Gleichmacherei sind die schlechtesten Ratgeber für ein

      sinnvolles Zusammenleben…….

  11. avatar Skeptiker sagt:

    Wenn Sie alle Probleme mit den deutschen Bauvorschriften haben, dann dürfen sie gerne eine Petittion im Bundestag stellen oder sich an ihren Abgeordneten wenden. Dann gibt es möglicherweise Änderungen in dieser Hinsicht. Bisdahin aber gelten für alle die aktuellen Regeln und Vorschriften. Es kann und darf in einem demokratischen Rechtsstaat nicht sein, dass sich die einen an die Gesetze halten müssen und andere sie sorglos missachten und umgehen können. Ihre Platitüden und Floskeln haben mit der Realität eines Rechtsstaates nichts zu tun.

  12. avatar hgeiss sagt:

    Punkt! Punkt! Basta! Lieber Skeptiker, – mit Verlaub – ich hoffe, dass du nicht als mächtiger Bürokrat in einem Amt sitzt, denn dann hätten Bauwillige nichts zu lachen…
    Ich begreife nicht, wie ein offensichtlich moralischer Mensch im Juli 2011 [hier hat ADMIN Querulant einen themenfremden Teil entfernt. Siehe Kommentarrichtlinien.] so vergleichsweise unbedeutendes, geschmäcklerisches Gesetz, wie das Baugesetz – das 99,99 Prozent der Menschheitsgeschichte nicht existiert hat – so vehement durchsetzen will, noch dazu in einem Fall, wo niemand zu Schaden kam, ja durch den die Welt vielleicht sogar ein wenig schöner wurde. Der Staat, den Nietzsche in seinem Zarathustra als das “kälteste aller kalten Ungeheuer” bezeichnet, sollte sich aus den persönlichen Dingen der Menschen raushalten, solange sie niemandem schaden. Und Journalisten sollten sich nicht als Aufheizer einspannen lassen, zumal Journalisten, die bislang immer wie ein Lichtlein waren, in diesen verkommenen Zeiten…

    • avatar Skeptiker sagt:

      Nein ich bin kein Beamter und kein Bürokrat. Ich habe nur ein grundlegendes Rechtsverstänis im Gegensatz zu den meisten hier. Es geht um demokratische Grundsätze in einem Rechtsstaat.

      Hätte er ordnungsgemäß einen Bauantrag gestellt, würde das Problem doch gar nicht existieren. Es geht hier nicht um irgendeine unzumutbare Bürde die der Staat seinen Bürgern zur Gängelung dieser auferlegt sondern um Regeln die die Gemeinschaft (der Staat!) aufstellt um das Zusammenleben der Menschen – in dem Fall eben auf den Bau bezogen – zu regeln.

      Nun, entweder sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich, was bedeutet dass für alle Menschen ausnahmslos die gleichen Regeln gelten, oder wir können unsere demokratische Rechtsordnung gleich abschaffen. Entweder gelten die Regeln für alle oder keiner muss sich mehr daran halten. Hier irgendwelche Ausnahmen zu fordern ist schlichtweg heuchlerisch.

      Tausende von anderen Menschen schaffen es auf ordnungsgemäßem Weg ihre Bauten fertigzustellen. Nur dieser einer Mensch hat sich bewusst darüberhinweg gesetzt und geglaubt er könne machen was er will. Jetzt wurde dabei erwischt und dann soll er auch wie ein aufrichtiger Mann die Konsequenzen tragen und nicht herumheulen und so tun als wäre er ein Opfer.

      Ob die Konsequenzen nun bedeuten, dass der Turm abgerissen wird, oder er die Baugenehmigung nachträglich erteilt bekommt mit einer saftigen Strafe für sein Versäumnis ist eine andere Sache.

    • avatar Skeptiker sagt:

      Außerdem, was soll das heißen, dass man in diesem Fall eine Ausnahme machen soll weil er ein schönes Gebäude ohne Baugenehmigung errichtet hat? Was bedeutet das im Umkehrschluss? Hätte er stattdessen einen hässlichen Glotz hingesetzt wären sie und alle hier wie selbstverständlich dafür, dass für ihn die Regeln doch gelten und er die Konsequenzen zu tragen hat? (Ob Abriss oder einfach nur Strafzahlung sei nun mal dahin gestellt).

      Liebe Leute, seht es doch mal so: Wenn für diesen einen Mann eine Ausnahme gemacht wird nur weil er ein ja achso schönes Gebäude errichtet hat und er für diese Regelverstoß völlig Straflos davon kommt, dann ist das ein Schlag ins Gesicht aller anderen Bauherren die sich an die Regeln und Verfahren einer ordnungsgemäßen Baugenehmigung gehalten haben! Andere machen sich die Mühe die Regeln zu berücksichtigen bzw. werdenentsprechend bestraft wenn sie es nicht tun, nur diese eine Person soll wegen fadescheiniger und heuchlerischer Argumente davon kommen…

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