2011
Jun
15
avatar ADMIN Querulant

Mit beharrlicher Regelmäßigkeit warnen die AKW-Betreiber vor dem Blackout, der Deutschland droht, wenn es auf Atomkraft verzichtet. Zuletzt wurde ein großer Stromausfall ausgerechnet zu Pfingsten angekündigt. Doch auch diesmal passierte: nichts. Experten kritisieren die AKW-Betreiber: ein kompletter Stromausfall sei äußerst unwahrscheinlich. quer hat herausgefunden: Die Mär vom Blackout ist so alt wie die Atomkraft.

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28 Kommentare zu „Mythos Blackout: Das Schreckgespenst der Stromkonzerne“

  1. avatar Steve sagt:

    ist das mal wieder so ne Scheindebatte? Die Stromkonzerne drohen uns und Frau Merkel tröstet und mit guten Worten. …Hier scheint es sich um ein gut eingespieltes Team zu handeln.

    Auch dürfen wir nicht vergessen, die “Stromlücke” gab es nur vor den letzten Bundestagswahlen.

    Da werden wohl eher durch ein Sonnensturm mal Lichter ausgehen.

  2. avatar Andi sagt:

    Die “Obrigkeit” (sog. Topmanager und Regierungspolitiker) hoffen noch immer auf die Unmündigkeit und Dummheit des Volkes. Es soll wieder einmal der Wille einiger weniger durchgesetzt werden, ähnlich wie vor 60 Jahren. Für mich sind das immer nur krimminelle Machenschaften, die Gier nach Geld und Machtbesessenheit. Ich rufe auf die Gesellschaft von diesen Übeltätern zu befreien!!!!

  3. avatar alitine sagt:

    Meiner Auffassung nach geht es nur darum, die Strompreise mal wieder kräftig zu erhöhen und dafür den Boden schon mal vorzubereiten. Energie ist der Stoff, aus dem die wirtschaftliche Unabhängigkeit besteht; und Stromerzeuger, Ölfirmen, Gaslieferanten & Co. halten sich am Normalbürger schadlos.
    Ach was waren das noch für schöne Zeiten, als jede Stadt ihre städtische Stromversorgung hatte! Da ist es niemals zu so gravierenden Störungen gekommen wie z.B. der großräumige Stromausfall im Winter in NRW vor 2 Jahren.
    Energieversorgung gehört in die öffentliche Hand!
    Stattdessen wird alles Wesentliche privatisiert: Post, Telefon, Stromversorgung, und bei der Bahn ist man ja auch schon seit Jahren am Werkeln.
    Ich freue mich schon auf die Zeit, wo jeder seinen Sonnenkollektor auf dem Dach und seinen Windgenerator auf dem nächsten Hügel hat, und wo man das Auto zum “Auftanken” gemütlich abends in der Garage an seine Privat-Batterie anschließt.
    Utopie?? Na warten wir mal ab! Ich habe mein Konsumverhalten bereits entsprechend eingestellt, und da bin ich wohl nicht die Einzige.

  4. avatar Andronico sagt:

    Für mich ist ziemlich offensichtlich, was da zur Zeit läuft. Eine Kampagne der Energiekonzerne und von Wirschaftslobbyisten. Kein Tag an dem nicht entweder vor immensen Strompreisanstiegen oder vor der Stromlücke gewarnt wird. Ziel: es soll Angst vor der Energiewende erzeugt werden und so die Stimmung für die Atomkraft verbessert werden. Der Verbaucher soll verunsichert werden. Dabei gibt es viele Gutachten, auch von staatlichen Behörden, nicht nur von Umweltverbänden, die beide Behauptungen deutlich widerlegen. Und – der Strom wird teurer? Wegen der Energie-Wende? Und was war die letzten 20 Jahre? Da hatten wir sinkende Strompreise, weil der Markt so gut funktioniert und die großen Vier ihren Kostenvorteil beim Atomstrom (der auch nur darauf beruht das viele der wahren Kosten der Steuerzahler trägt, vom Risiko bis zur Endlagerung) an den Verbraucher weiter gegeben haben. Deswegen auch die Gewinne der Energie-Riesen im zweistelligen Milliardenbereich (man darf dreimal raten, wer diese Gewinne bezahlt hat). Und deswegen war auch kein Geld da für die Großen, in die Erneuerbaren zu investieren. War das glaubt, der glaubt auch noch an den Klapperstorch.

    Der Gipfel der Dreistigkeit: jetzt soll der Steuerzahler die Konzerne, die jahre lang Milliardengewinne auf Grund stark überhöhter Strompreise gemacht haben, auch noch dafür entschädigen, dass jetzt etwas weniger Geld in die Kassen kommt als erwartet. Und statt dass es einen Aufschrei der Empörung von Politik und Medien gibt wird der Wähler brav schon mal drauf vorbereitet, dass das wohl unvermeidlich sei. Was kann man tun? Vor allem: so schnell wie möglich den Stromanbieter wechseln, wenn man noch bei einem der großen Vier ist.

    Was wirklich wünschenswert wäre: eine Verstaatlichung des Stromnetzes (denn die Stromversorgung ist eine zentrale staatliche Aufgabe) und eine Zerschlagung der großen Konzerne, wird nicht passieren. Und so wird auch verhindert werden, dass es wirklich zu einer dezentralen, kommunalen Stromversorung, die langfristig uns allen nützen würde (Unabgängigkeit von Energie-Importen in Form vom Uran, Kohle oder Gas) kommt. Laut Bundesregierung soll ja die Offshore-Windkraft auf Kosten der Windkraft an Land stark bevorzugt werden. Und wer betreibt solche Offshore-Anlagen? Die Stadtwerke Ingolstadt? Nein, die großen Vier.

  5. avatar Alexander N. sagt:

    Versorgungssicherheit ist etwas schönes und vor allem etwas sehr wichtiges für unsere Gessellschaft. Um so schlimmer empfinde ich es dass die vier großen Stromversorger mit einem drohenden Black Out regelrecht Ängste schüren. Dabei lenken sie doch nur von ihrer Verweigerungshaltung und ihrem Versagen ab. Es fehlt an einem abgestimmten Ausstiegsprogramm, für den Ausbau der Kraftwerkskapazitäten mit erneuerbaren Energien bzw. Anlagen zur Kraftwärmekopplung. Die Großkonzerne suchen ihr Glück auch in Zukunft nur in Großanlagen anstatt auf dezentrale Strukturen zu setzen. Die Politik schaut zu und bleibt untätig, dabei müsste sie den Rahmen vorgeben. Anstrengungen zur Verringerung des Strombedarfs sehe ich nicht wirklich, dies wäre aber die Aufgabe aller gesellschaftlichen Gruppen und Wirtschaftsbereiche. Hier muss viel mehr geschehen.

  6. avatar Georg sagt:

    Der BR sollte nicht so scheinheilig fragen!

    Das der Stromausfall ausblieb hat eine ganz einfache Ursache. Pfingsten war nicht besonders sonnig und nicht besonders windig. Genau diese Randbedingungen aber – bei geringem Strombedarf – sind jene, aus denen ein Stromausfall droht:

    Viel Wind + Viel Sonne + Wenig Strombedarf = Stromausfall

    Waren diese Randbedingungen zu Pfingsten nicht erfüllt, ändert das noch nichts an der Richtigkeit.

    • Sehr geehrter Georg,

      na gut, wenn der BR nicht fragen darf, dann muss wohl quer ran.
      Wird gemacht! Heute abend ab 20.15 im Bayerischen Fernsehen. Dann hinterfragen wir die Thesen vom drohenden Blackout. Viel Vergnügen.

      Viele Grüße

      ADMIN Querulant, quer-Redaktion

  7. avatar Georg sagt:

    Lieber ADMIN Querulant,
    der BR und Quer “darf” selbstverständlich fragen – ja SOLLTE das auch! Die “quer” gestellten Fragen von QUER sind häufig sehr treffend. Deswegen mag ich die Sendung.

    Wenn QUER aber von vornherein einen drohenden “Blackout” zum “Schreckgespenst der Stromkonzerne” erklärt, dann muss ich bezweifeln, dass QUER ernsthaft beleuchten will, ob dieses “Schreckgespenst” einen realen Hintergrund hat. DAS meinte ich mit scheinheilig.

    Z.B. mussten die Techniker des Netzbetreiber Tennet mussten seit Mitte März (Abschaltung AKW) alle zwei Tage in den Strommarkt eingreifen (Windparks drosseln, Gaskraftwerke hochfahren). In 2003 kam das lediglich zweimal im Jahr vor.

    Aber vielleicht irre ich mich, und Quer geht mit dieser Frage heute abend doch so kritisch um, wie ich meine.

    • avatar Wolfram sagt:

      Hier eine Antwort vom quer-Autor des Berichts Wolfram Jung.

      Viele Grüße ADMIN Querulant, quer-Redaktion
      ———————————————————

      Also viel Wind + viel Sonne + wenig Strombedarf = Stromausfall = leider falsch.
      Nur weil einige Zeitungen diese einfache Erklärung benutzen ist sie noch nicht richtig.
      (Punkt 1 zum Thema kritisch hinterfragen)

      Ich habe nämlich bei der BNA angerufen und mal kritisch hinterfragt.
      Die BNA erklärte es liege daran, dass es mit der jetzt unsymmetrischeren Verteilung der Stromerzeuger in Deutschland bei niedriegem Stromverbrauch schwieriger ist die Grundspannung aufrecht zu erhalten. Insgesamt 3 Doktoren der Elektrotechnik + drei Prof an technischen Universitäten haben das bestätigt. ( auf meine kritische Nachfrage)
      Ausnahmslos alle sagten vor Pfingsten, dass es nicht zum Blackout kommen wird.
      (und nicht weil sie den Wetterbericht vorhersehen können)

      Auf eine weitere kritische Nachfrage sagte die BNA selbst letzten Donnerstag schon den Blackout ab( auch hier kann man nicht das Wetter vorher sehen)
      Außerdem wurde mir am Telefon Sonntag auf Montag Nacht als kritischer Zeitpunkt genannt. Ein Zeitpunkt zu dem bestimmt nicht zu viel Sonnenenergie erzeugt wird.

      Warum die BNA mit dieser Entwarnung nicht zu offensiv umgegangen ist wie mit der Warnung ist eine weitere interessante kritische Frage.

      Zuletzt die Firma Tennet. Wir hätten gerne den Streß der Techniker gezeigt und mit ihnen gesprochen. Leider kann man uns nicht zeigen wie angespannt die Lage ist, weil die Lage so angespannt ist. Keine Drehgenehmigung für Journalisten mit kritischen Fragen.
      Wobei natürlich jedem mit klarem Menschenverstand klar sein muss, dass man nicht ohne Folgen eine so große Anzahl an Kraftwerken vom Netz nehmen kann. Aber zwischen mehr Arbeit für die Netzbetreiber und einem immer wieder angekündigten Blackout ist ein großer Unterschied.

      Zuletzt haben wir den Blackout nicht von vornherein zum Schreckgespenst erklärt, sondern es war das Ergebnis sehr sehr vieler Telefonate und einer langen Recherche.

      Mit freundlichen Grüßen

      Wolfram Jung, quer-Autor

  8. avatar Weingarten sagt:

    Es gibt Stromanbieter, die zu keinem dieser gierigen Großkonzernen gehören, die uns seit Jahrzehnten abzocken und erpressen. Zu denen kann jeder Stromkunde völlig problemlos wechseln und dabei sogar bezahlbaren Öko-Strom (ohne Zertifikat-Schwindel) beziehen.
    Verbraucher können mit den Füßen abstimmen; wenn sie das nicht tun, sollen sie auch aufhören zu jammern!

  9. avatar GR sagt:

    Fein, da taucht der kluge Herr Professor auf und klagt darüber, dass er nicht an die entsprechenden Daten bezüglich der Netzsicherheit herankommt. Um dann trotzdem zu dem Schluss zu kommen, es sei alles Panikmache. Ist so ein Mann, der ein bisschen auf Karten mit dem Zeigefinger herumdeutet ein seriöser Experte oder vielleicht doch ein Ideologe oder Lobbyist – nur von der anderen Seite?
    Das Atommoratorium funktioniert deswegen so gut, weil man auf den Strom aus dem europäischen Ausland bauen kann. Und Energiekonzernbashing ist ja sehr in Mode, aber ohne die Energiekonzerne wird der kurzfristige Umbau der Energieversorgung nicht funktionieren. Die gegenwärtige Netze sind auf den steigenden Anteil der erneuerbaren Energien nicht ausgelegt.
    Ich würde mir eine etrwas kritischere Berichterstattung – nach beiden Seiten wünschen. Momentan ist das eher ideologische Volkserziehung auf finsterstem Radio-Bremen-Niveau.

    • avatar Wolfram Jung sagt:

      Hier eine Antwort von quer-Autor Wolfram Jung

      Viele Grüße ADMIN Querulant, quer-Redaktion
      ——————————————

      Ob Herr Prof. Dr. von Hirschhausen ein seriöser Experte ist können sie problemlos rausfinden. Einfach googlen. Wenn sie uns nicht glauben. Die Frage: “wie kommt er zu seinem Schluß, wenn er sagt erkommt nicht an informationen?” Ist allerdings sehr legitim. Aber er sagte nicht er kommt nicht an Informationen. Er sagte nur die Netzberteiber und Stromkonzerne geben die Informationen nicht raus. Die Studie: “Nachfragesicherung und Lastflüsse nach dem Abschalten von Kernkraftwerken in Deutschland – Sind Engpässe zu befürchten?” von
      Friedrich Kunz, Christian von Hirschhausen, Dominik Möst und Hannes Weigt. (Gleich vier Antiatomlobbyisten. Die deutschen Unis scheinen voll damit zu sein) basiert auf ausführlichen und intensiven Netzsimulationen, Berechnungen und langen Recherchen. Unter anderm wurde die Netzsimulation der TU Dresden als als Informationsquelle herangezogen. (übrigens eine der renomiertesten Netzdarstellungen in ganz Europa)
      Die Aussage, dass die Netzbetreiber wichtige Daten zurückhalten habe ich unabhängig von der TU Berlin der TU Dresden und der RWTH Aachen. Außerdem wurde sie mir von dem Ökoinstitut und vom sachverständigen Rat für Umweltfragen der Bundesregierung bestätigt. Da auch ich es nicht glauben konnte habe ich weiter nachgefragt. Selbst bei der DENA Netzstudie war es für die Macher nicht möglich alle informationen von den Betreibern zu bekommen.
      2. Auch während des Atommoratoriums EXPORTIERT Deustchland insgesamt Strom. Das belegen die zahlen der Energiebörse eindeutig. (auch böse Antiatomlobbyisten)
      3. Die gegenwärtige Netzsituation ist wie sie ist, weil die großen Energiekonzerne den Netzausbau seit Jahren nicht vorantreiben. Zuerst keine Netze bauen und dann jammern wir haben keine, das ist Volksverdummung.

      Fazit: Nein wir betreiben keine ideologische Volkserziehung.
      Wir recherchieren gründlich. Wir können alles was wir sagen mit mehreren Quellen belegen und wir lassen uns nicht mit fadenscheinigen Argumentationen von Konzernen abspeisen. Und genau das nennt man kritische Berichterstattung.

      Mit freundlichen Grüßen

      Wolfram Jung, quer-Autor

    • avatar GR sagt:

      Lieber Herr Jung,

      da malen Sie aber ein ziemliches schwarz-weiß-Gemälde.
      1. Auch im Bereich der erneuerbaren Energien gibt es durchaus massive Lobbyinteressen. Die Konzerne wollen Gewinne die andere Seite will Subventionen (insbesondere die Solarindustrie). Altruisten sind beide nicht. Und Experten sind nicht unbedingt neutral.
      2. Die Zahlen, dass Deutschland seit dem Atommoratorium insgesamt Strom exportiert, ist eine Aussage. Ich habe anderes gelesen, was mir auch plausibler erscheint. Fakt ist auch, dass die Preise seit dem Atommoratorium an der Börse deutlich gestiegen sind. Da ist ja scheinbar der Strom doch etwas knapper geworden.
      3. Nochmal: Erneuerbare Energien benötigen eine andere Netzinfrastruktur als der gegenwärtige konventionelle Energiemix. Den Energiekonzernen jetzt vorzuwerfen, sie hätten die radikale Energiewende so nicht vorhergesehen und entsprechend die Netze sozusagen proaktiv umgebaut, klingt schon ziemlich besserwisserisch.

      Zu ihrem Fazit: Mag schon sein dass Sie gründlich recherchieren. Und kritisch mögen Sie auch sein. Die Frage ist nur wie man “kritisch”definiert. Die Aussage “fadenscheinigen Argumentationen von Konzernen” klingt zwar vordergründig kritisch, ist aber doch nur “politisch korrekt”, wo Konzerne doch so böse ist. Ihr Beitrag ist daher nur vordergründig kritisch, tatsächlich ist er mainstream.

    • avatar küstenmisty sagt:

      Finsterstes Radio-Bremen-Niveau, da bin ich doch dabei.
      Haben die Atomstomer nicht immer vor dem Blackout gewarnt, ja sich gefürchtet und die Radikalgegner ihn immer herbeigesehnt, gar Masten gekappt um die Sache zu beschleunigen.
      Hat sich das verdreht, wollen die Atomstomer jetzt den Blackout? Diese radikale Minderheit.
      Der Feind bleibt halt der Feind und wird nicht zum Freund auch wenn nun gemeinsam aus der grünen Dose Strom gezapft werden muss.

      Sollte das etwa heißen dass bei Fa. Tennet jetzt mit Hochspannungsdruck gearbeitet werden muss, während man im eingespielten Atomnetz mehr zugeschaut hat? Zumal Überschuss im Export erwirtschaftet wurde. Jetzt wird es eng und es wird Arbeitsplätze kosten, hoch subventionierte. Und wenn es nicht laufen sollte, dann kommt ein Trupp Leihelektriker vom Jobcenter oder Subunternehmer aus Polen.
      Wozu drei oder vier Konzerne, die sich den Markt aufteilen. Der freundliche Herr vom Stadtwerk kann nicht für Strom- und Gasversorgung garantieren. Aber vielleicht den Stand aller Zähler ablesen.
      Man kann nicht immer hin- und her privatisieren und verstaatlichen. Alle Anbieter auf den gesamten deutschen Markt bundesweit und es wird sich schon der eine oder andere aus dem nicht mehr so lukrativen Geschäft zurückziehen müssen.
      Schließlich wollen wir bezahlbaren grünen Strom.

  10. avatar Klaus sagt:

    Mir fällt zu diesem Thema und zu dem Kommentar von unserem allseits beliebten Guido nur soviel ein: Herr Westerwelle,……die einzigen Lichter die ausgehen sind die in Ihren Fraktionsräumen nach der nächsten Bundestagswahl !
    [hier hat ADMIN Querulant unsachliche GROSSSCHRIFT entfernt. Siehe Kommentarrichtlinien.] :-)

  11. avatar Friedrich der Große sagt:

    [hier hat ADMIN Querulant einen themenfremden Kommentar entfernt. Siehe Kommentarrichtlinien. Fragen an die Redaktion schicken Sie bitte an quer (at) br-online.de. ]

  12. avatar Sensor sagt:

    Danke liebe Quer Redaktion dass ihr dieses Thema behandelt habt.

    Es hat mich schon eine Weile geärgert wie die Netzbetreiber ihre Bedenken um die Netzstabilität in die Öffentlichkeit tragen ohne das die Öffentlichkeit das Prüfen kann, anhand von Fakten. Dies zu rechtfertigen mit Betriebsgeheimnis lässt angesichts des öffentlichen Interesses und der sicheren Stromversorgung das Argument erblassen. Wie soll denn eine vernünftige Diskussion um den Netzausbau -ohne Bürgerproteste- entstehen, wenn hierum ein Geheimnis gemacht wird.
    Mit eine kleinen Wink für die Redaktion auf das gleiche Problem bei den Zeitungsverlagen die ihre Bilanzen auch nicht öffentlich machen aber rufen das es ihnen so schlecht geht und die Tarifverträge aufkündigen, möchte ich meinen Kommentar schließen.

    Gruß Sensor

  13. avatar Skeptiker sagt:

    Das übliche Totschlagargument der Atomlobby…. erinnert mich an die Automobillobby, die droht bei jeder Umweltauflage mit Entlassungen….

  14. avatar Träumer sagt:

    Seit tausenden von Jahren gibt es diese Weltuntergangspropheten, die immer mit der gleichen Masche versuchen, uns Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen, damit wir total verunsichert werden, uns nichts mehr zutrauen und uns nur noch auf diese “Propheten” verlassen = genau das tun was die wollen.

  15. avatar wolfram jung sagt:

    Hier eine Antwort von Wolfram Jung, quer-Autor

    Viele Grüße, ADMIN Querulant, quer-Redaktion

    ——————————————

    1.Ja es gibt Lobbyisten auf beiden Seiten. Die Lobby für Atomenergie verhält sich zur Lobby der regenerativen Energien etwa so wie die Automobil Lobby zu der der Fahrrad Produzenten.
    (Ganzseitige Werbeanzeigen in jeder großen deutschen Tageszeitung leistete sich bisher nur die Atomlobby)
    2. Ja es gibt Experten die parteiisch sind. Ich habe nie etwas anderes behauptet, aber sie greifen ja hier schriftlich die Seriösität eines Experten an von dem sie nur wissen, dass er einen Meinung vertritt die ihnen nicht gefällt. Die Studie wurde nicht fremdfinanziert.
    3. Natürlich wird der Strom knapper, wenn man große Kraftwerke vom Netz nimmt. Das widerspricht aber nicht der Aussage, dass der bisher größte Stromexporteur Europas auch weiterhin Stromexporteur bleibt. Es wird halt nur nicht mehr so viel exportiert. Auch hier muss ich leider sagen ich habe das nicht nur “gehört” sondern kann es mit Studien belegen.
    4. Im übrigen sind die Preise an der Strombörse eh mit Vorsicht zu genießen. Es gab Tage da wurde in Deutschland so viel Strom produziert, dass die Konzerne dafür bezahlt haben, dass der Strom abgenommen wird. Beim Endverbraucher kam der Preissturz natürlich nie an. Es gab Prozesse, weil die Strompreise des nächsten Tages in Aufsichtsräten beschlossen wurde und man die Produktion so gedrosselt hat, dass man bei einem bestimmten Preis landet. (Keine Verschwörungstheorie: Ich habe mit dem Anwalt gesprochen der diesen Prozess gewonnen hat)
    5. Konnte wirklich niemand niemals ahnen, dass die Atomkraftwerke bis 2022 abgeschaltet werden? War da nicht was?
    Und zum fazit: Von mir aus ist der Beitrag im Moment Mainstream. Das widerspricht aber in keinster Weise dem Fakt dass er kritisch ist.

    Viele Grüße

    Wolfram Jung, quer-Autor

    • avatar GuR sagt:

      zu 1) Also zunächst einmal ist Lobby eben Lobby. Und alle haben Eigeninteressen und die gehören aufgedeckt. Die Motive sind nicht unbedingt besser dadurch, dass man weniger Kohle hat als andere.
      zu 2) Ich greife die Seriosität eines Experten deswegen an, weil er eben auch keine Belege für seine Behauptung bringt, es gäbe kein Risiko eines Blackouts. Außer einem Rumfuchteln vor einer Karte kam nichts substantielles im Beitrag.
      zu 3) Na dann legen Sie Ihre Studien doch mal offen und sagen Sie aber auch gleich dazu, von wem sie kommen und wer sie finanziert hat. Mir ist es nicht logisch, dass man mal flugs 20% der deutschen Kraftwerksproduktion abschalten kann und immer noch Nettoexporteur bleiben soll. Das Problem ist doch folgendes: Kernkraftwerke können Strom dann produzieren, wenn er gebraucht wird, also relativ konstant. Erneuerbare Energien produzieren oft Strom in einer Menge, wie er nicht gebraucht wird – dann kann es im Sommer durchaus zu Nettoexporten kommen. In Tagen mit schlechter Witterung und vor allem im Winter können erneuerbare Energien zumindest jetzt nicht den Strom garantieren, der nachgefragt wird. Und dann muss es zwangsläufig zu Importen kommen, die insgesamt die Exporte übersteigen dürften. Klingt für mich logisch. Beweisen Sie mir das Gegenteil.
      zu 4) Ja, ich weiss, die bösen Stromkonzerne verzerren die Preise, was die grundlegende Preisentwicklung überlagert. Trotzdem geht die grundlegende Richtung nach oben. Wie soll´s denn auch anders sein, wenn ich 20% der Kraftwerksleistung abschalte.
      zu 5) Schön, einigen wir uns darauf, dass ihr Beitrag kritisch ist. Fair und ausgewogen ist er aber nicht. Gehen Sie mal davon aus, dass auf der anderen Seite nicht nur Vollidioten sitzen, die “Ihren” Experten nicht das Wasser reichen können. Nur die haben Sie erst gar nicht gefragt, weil die nicht zur transportieren Message passen. Und um gleich ein Missverständnis auszuräumen: Ich gehöre nicht zur anderen Seite und habe keinerlei Beziehungen zu den Energiekonzernen.

      Viele Grüße
      GR

    • avatar Wolfram sagt:

      Hier eine Antwort von quer-Autor Wolfram Jung.

      Viele Grüße, ADMIN Querulant, quer-Redaktion
      —————————————–

      1.stimmt aber es ging in dem Beitrag nicht um Lobbyismus sondern um den immer wieder angekündigten Blackout. Der zufällig immer dann angekündigt wird, wenn wichtige politische Entscheidungen anstehen. Damit hat hat die Lobby der erneuerbaren Energien nichts zu tun, also gehört sie nicht in den Beitrag.
      2. Als ersten Beleg für seine Behauptung würde ich mal die Realität anführen: Kein Blackout nach keiner Ankündigung. Den pfingstblackout hat ( wie mehrmals erwähnt aber von ihnen nicht beachtet die BNA und die Netzbetreiber haben mir am Telefon den pfingsblackout selbst abgesagt.)
      3. als zweiten Beleg schicke ich ihnen gerne 2 studien per Email.wenn sie dem admin erlauben mit ihre Email Adresse zu geben.
      3.1 Kernkraftwerke können den Strom eben nicht dann produzieren wenn er gebraucht Wird, sondern Kernkraftwerke produzieren konstant und nur sehr sehr langsam regelbar Strom.
      3.2 das kann ich ihnen leicht erklären. Wenn man 30 Prozent Überproduktion hat und 20 abschaltet bleiben immer noch 10 übrig.
      3.3 der Beitrag war kein Plädoyer für erneuerbare energien. Sie kamen in dem Beitrag noch nicht einmal vor. Nein wir können uns nicht von heute auf morgen mit erneuerbaren versorgen haben wir nie behauptet.
      3.4 Nachtrag zum Thema beweisen ich kann ihnen erstmal nachweisen, dass sie hier mehrere falsche Aussagen veröffentlicht haben. 1. Die Stromkonzerne konnten nie ahnen, dass die Kernkraftwerke bis 2022 abgeschaltet werden. 2. Kernkraftwerke produzieren den Strom dann wenn er gebraucht wird. ( so etwas behaupten ja noch nicht einmal die Stromkonzerne)
      4 die Energiepreise sind immer gestiegen und werden weiter steigen. Sie werden durch den Umstieg kurzfristig stärker steigen dafür langfristig eher konstant bleiben. Bei dem preisthema immerwieder vergessen. Wir alle kommen für die Entsorgung des Atommülls auf. Würde man das in den Strompreis mit einrechnen sieht jeder direkt, dass Atomstrom der teuerste Strom überhaupt ist.
      5. Falschaussage nr 3 ihrerseits. Paßt wunderbar in ihre ganze argumentationsstrategie. Sie behaupten wir hätten die andere seite nicht gefragt. Auf welcher gründlichen recherche ihrerseits beruht denn diese bahnbrechende behauptung? Ich habe gefragt
      Keine Drehgenehmigung in einem umspannwerk. Kein Interview mit einem betroffenen Techniker. Keine kritischen Fragen erwünscht.

      Viele Grüße Wolfram Jung, quer-Autor

  16. avatar Schlechtreimer sagt:

    Meine Meinung:

    1. Das Stromnetz wuchs und wächst ständig mit dem Bedarf an Strom. Deswegen kann es wegen Leitungsüberlastung praktisch kein Stromausfall geben. (Von Katastrophen und Anschläge mal abgesehen).

    2. Regenerative Energiequellen können nicht direkt die 380kV erzeugen, die man braucht um die Energie über weite Strecken zu transportieren.

    3. Die Umspannwerke, die man für die neuen Kraftwerke braucht, gibt es nicht, und sind auch noch teuer.

    Meine Feststellung: Das Problem sind nicht die “Stromautobahnen”, sondern die
    “Auffahrten”, bzw. die “Letzte Meile” zur “Stromautobahn”
    Das bedeutet, die Stromleitungsgegner jammern über etwas, das nicht gebaut werden muß.
    Die Leitungen die gebaut werden sollen, sind nur ein “Scheingefecht” der Stromkonzerne, um sich ein Argument gegen Solar, Wind, Wasser und Co aus den Fingern zu saugen.

  17. avatar Bioladen sagt:

    Zu GuR:

    Ich freue mich, dass es quer-Zuschauer gibt, die so unerschrocken, kompetent und pointiert argumentieren.

    Was man leider nicht immer (oder besser gesagt seit einigen Monaten kaum noch) von quer behaupten kann.

    Schade eigentlich, denn ich könnte mir auch vorstellen, dass quer eine unabhängige Position einnehmen könnte.

    Eventuell wird es ja auch einmal wieder besser.

    Ich kann jedem übrigend nur raten sich doch einmal die Pflichtveröffentlichungsseite der Netzbetreiber anzusehen. Dort kann man viertelstündlich genau sehen was an Strom wie produziert wurde. Sehr interessant, insbesondere so gegen Ende Dezember, Januar, Februar wird es recht lustig im Stromnetz (und war es auch schon).

    Damit es noch lustiger wird, kann man sich dann die ganz ganz bösen und eventuell die einfach bösen Kraftwerke wegklicken.

    Das schaut dann echt übel aus.

    Dummerweise hat mir noch keiner sagen wollen (und auch nicht können) wo der Strom so am 3. Januar gegen 17 Uhr herkommt. Um 12 Uhr schaut es leider kaum besser aus…

    Also einfach einmal googeln nach: Transparency eex

    Das sollten auch quer-Redakteure gelegentlich tun, wenn sie sich schon so sicher sind vorbildlich recherchiert zu haben. Schauen Sie sich die Zahlen doch einfach mal an. Schauen Sie welchen Anteil die “Erneuerbaren” z.B. dieses Jahr geliefert haben und wie weit wir damit gekommen wären, wenn man sich Atom, Kohle und Gas wegdenkt

    Ich würde mich wirklich freuen, wenn die Beiträge etwas weniger eingefärbt daherkämen.

  18. avatar matt_c sagt:

    lieber gr,

    du kannst mir glauben, dass der herr von hirschhausen eine absoluter experte im thema energiewirtschaft is. saß in dresden selber in seinen vorlesungen. der junge hat richtig was drauf. zudem hat er einen merkwürdigen und bissigen, aber dennoch lustigen humor.

    • avatar gr sagt:

      Lieber matt_c,
      Das mag ja durchaus sein. Allerdings ist der Mann Wirtschaftswissenschaftler, was per se nicht unbedingt was schlechtes ist – ich bin auch einer. Allerdings in Fragen der Netzstabilität hätte ich mir dann doch lieber einen Naturwissenschaftler als Experten gewünscht. Zudem hat er außer einer lächerlichen Wette nichts substantielles zum Thema beigetragen…

      GR

  19. avatar Alex sagt:

    Der Beitrag erinnert mich sehr stark an ein anderes aktuelles Thema, bei dem auch täglich Panikmache nach aussen publik wird: Und zwar soll es in Deutschland angeblich Fachkräftemangel geben. Es wird ja sogar darüber gesprochen Nicht-EU-Bürger herzulocken.
    Ich (Studium E-Technik) und viele andere Absolventen können den Fachkräftemangel leider nicht nachvollziehen. Entweder erfolgt der Berufseinstieg über einen unbeliebten Dienstleister (sog. “Sklavenhändler”) oder man muss sich nach dem Studium mit H4 abgeben.
    Viele Ingenieure würden sich sehr freuen wenn in den Medien dem Thema Fachkräftemangel ein Konter gegeben wird. Ich denke da ist quer die richtige Redaktion dafür.
    (Sorry für das starke Abschweifen des Themas)

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