2012
Feb
22
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87.000 Mieter in Bayern fürchten um ihr Zuhause. Ihr bisheriger Vermieter, die GBW, eine Immobilientochter der BayernLB, muss auf Druck der EU-Kommission 33.000 Wohnungen verkaufen. Finanzminister Söder drängt die Kommunen, die Wohnungen zu übernehmen, damit sie in öffentlicher Hand bleiben. Die Kommunen fordern ihrerseits, der Freistaat solle die Wohnungen kaufen. Nutznießer dieses Zwists könnte das Immobilienunternehmen Patrizia AG sein. Denn nach Übernahme der baden-württembergischen Landesbank-Wohnungen hat man nun auch die bayerischen im Visier. Die Mieter haben Angst, dass nach dem Einstieg eines privaten Investors ihre Wohnungen nicht mehr bezahlbar wären.

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10 Kommentare zu „Mieter in Angst: Wer kauft die Landesbank-Wohnungen?“

  1. avatar Jürgen Haunschild sagt:

    Man sollte Herrn Söder unbedingt davor warnen, den Zuschlag für die Landesbank-Wohnungen der Augsburger Patrizia AG zu geben. In München gibt es mittlerweile einuge tausen Patrizia-Geschädigte. 2006/2007 erwarb dieses Unternehmen eine große Anzahl Mietwohnungen der Münchener Rück. Diese wurden dann z. T. in Eigentumswohnungen umgewandelt. Als Vermieter trat die Patrizia nicht anders auf als z. B. die Dtsch. Annington: Mieterhöhungen bis zum Anschlag, Instandhaltung so gut wie keine, einige wenige oberflächliche Schönheitsmaßnahmen um die “Braut” für die Käufer aufzuhübschen und dann abkassieren. Und sogar auf die bereits verkauften Einheiten sollen dann Luxus-Penthouses gebaut werden – zum Nachteil der Mieter bzw. Einzelkäufer!
    Den derzeitigen GBW-Mietern kann man nur wünschen, daß ihnen dieses Schicksal erspart bleibt und daß sie an einen seriösen Investor, möglichst staatlich oder kommunal, kommen!

  2. avatar alitine sagt:

    Als Münchnerin bin ich besorgt, bald in einer Schicki-Micki-Stadt leben zu müssen, wo die Mietpreise nur noch von betuchten Leuten bezahlt werden können, während der “Rest” der Gesellschaft in auf die Schnelle hochgezogenen Grosswohnprojekten a la Berlin-Marzahn am Stadtrand angesiedelt wird.
    Leider geht die finanz-politische Entwicklung dahin, dass es zukünftig mehr Schwerreiche, um ein Vielfaches mehr Verarmte, und kaum noch Mittelklasse-Bürger geben wird. In den Medien wird in diesem Zusammenhang von einer “weiter aufklaffenden Schere” der finanziellen Situation gesprochen.
    Welche sozialen Missstände diese Entwicklung zeigt, sollte uns aufhorchen lassen.
    Ich habe keine Lust, in einer Stadt zu leben, wo die Schwerreichen sich in abgeriegelte und bewachte Luxus-Enklaven zurückziehen.
    Und wo ich als typischer Mittelständler bald zum Vorzeigeobjekt und zum Interesse für professionelle Einbruchsbanden werde.

  3. avatar bayer sagt:

    Schon wieder ein versteckter Sozialabbau. Wofür zahlen wir eigentlich Steuern wenn sich der Staat aus seiner Verantwortung immer weiter zurückzieht und alles Lukrative den Privatunternehmen überlässt. Gestern Bahn und Post, heute Wohnungen und Krankenhäuser, morgen sind wohl die Straßen drann.

    • avatar Maxi Huber sagt:

      Naja, die Straßen sind inzwischen auch schon in privater Hand:
      -> siehe Ausbau der A8 zwischen Augsburg und München mit dem PPP-Model, dafür bekommt der Private Inverstor für die kommenden 20 Jahre die LKW-Maut auf dem ausgebauten Abschnitt

  4. avatar Walter Bayer sagt:

    Das Finanzministerium sollte einmal beim Münchener Mieterverein nachfragen, welche Erfahrungen man dort mit dem Vermieter Patrizia gemacht hat! Mehr als kräftige Mieterhöhungen und eine nachlässige Verwaltung haben die Mieter nicht ergfahren. Besonders die Abrechnungen der Nebenkosten führen regelmäßig zu massenhaften Reklamationen.

    Die Landesbank-Wohnungen sollten besser von einer Institution übernommen werden, die weiß, wie man Mieterrechte ernst nimmt.

  5. avatar Lothar Olly Volz sagt:

    Was soll das eigentlich: ” … muss auf Druck der EU-Kommisssion verkaufen!”

    Und sich dann wundern, dass der Käufer nur profitgierig denkt? Wenn Immobilien eine so wunderbare Zukunftsinvestitionen sind, warum wird dann verkauft? Warum denkt der Verkäufer nicht selbst logisch?

    • avatar pengertz sagt:

      Das ist in sich schon logisch, die EU setzt die LBB unter Verkaufsdruck, dadurch sinkt natürlich der Marktwert des Wohnungsbestands (wobei bei Abnahme des gesamten bzw. eines großen Teils des Bestandes erhebliche Abschläge ggü. Einzelverkauf vorgenommen werden) und schon kann sich der Private Investor auf Kosten der Allgemeinheit immense Profite herausschlagen. Diese werden natürlich erhöht durch Mieterhöhungen und/oder Vernachlässigung der Substanz

  6. avatar Lauffeuer sagt:

    Auch hier müssen kleine Leute (Mieter) für die Fehler einer “Elite” geradestehen. Es nimmt einfach kein Ende. Wenn man für Olympia Geld locker machen kann, sollte es hier doch auch möglich sein.
    Oder könnte man nicht eine Genossenschaft ins Auge fassen – vorrausgesetzt, die Mieter sind noch jünger?

    Aber scheinbar haben alle Verantwortlichen immer nur €-Zeichen im Auge.

  7. avatar Heidi H sagt:

    Seit Jahren geht die Mietpreisentwicklung in München nur nach oben. Wobei die Stadt doch seit vielen Jahren einen SPD-Mann als OB hat, der nun auch noch MP in Bayern werden möchte. Zeit zum Nachdenken hat der Wähler ja noch………

  8. avatar rehse sagt:

    Die Patrizia sollte mal genauer durchleuchtet werden. Kommen praktisch aus dem Nichts. Fällt wohl keinem auf (offene Hände?) Essen und schlafen sollte ja zur Würde des Menschen gehören,. Vielleichtv ist es auch schon abgeschafft worden? Der König von München will kaiser von Bayern werden. Dann wird wohln nichts besser, nur der Flughafen wird größer und lauter.

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