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Der Oberbürgermeister der Stadt München hatte jüngst eine Horrorvision: man schreibt das Jahr 2013, der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz tritt in Kraft, und Hunderttausende von Eltern verklagen die Kommunen, weil die politisch vereinbarte Zahl an Krippenplätzen nicht zur Verfügung steht. Diese Vision könnte tatsächlich Wirklichkeit werden, denn der Ausbau der Krippenplätze stagniert in vielen alten Bundesländern. Geld für Kinder ist offensichtlich da, aber das fließt demnächst ins Betreuungsgeld für Mütter, die zuhause bleiben. Rolle rückwärts in der deutschen Familienpolitik? Dann könnten nicht nur OB Ude demnächst aufgebrachte Wut-Mütter und -Väter aufs Dach steigen.




Vor allem werdende Eltern sollten sich mit diesem Thema beschäftigen, denn was die Politik plant ist alles schön und gut, nur kann sie das auch umsetzen?
Wird am Donnerstag bestimmt spannend, sollte man nicht verpassen!
Ich arbeite für den Träger einiger Kinderkrippen in Nürnberg. Wenn das schneller ginge mit den Anträgen, der ganzen Bürokratie und es auch vernünftige Standorte geben würde, wäre es für viele Träger sicher machbar, bis 2013 neue Krippenplätze zu schaffen. Zeit wäre noch genug, wenn die Städte und Gemeinden mehr helfen würden und Standorte aktiv anbieten würden, bräuchte man keine Herdprämie.
Wie muss es um den Zustand einer Gesellschaft bestellt sein, die an nichts anderes denkt, als ihre Kinder in möglichst frühem Alter abzugeben?
Wenn im einst konservativen Bayern ohne Umschweife der diffamierende Kampfbegriff der “Herdprämie” verwendet wird, müssten die Alarmglocken klingeln.
Ein Rechtsanspruch aufs Loswerden der Kinder, verbunden mit dem Anspruch, gefälligst für die eigene Tasche wirtschaften zu können – so weit sind wir. Wer sich dagegen wenigstens in frühen Jahren dem eigenen Nachwuchs widmet und erst später langsam den Kindergarten beginnen lässt, der hat finanziell das Nachsehen, weil der Staat lieber den Ganztagsbetreuungswahn subventioniert und muss sich obendrein noch verspotten lassen. Von Politik, Medien (siehe hier) und allen möglichen gesellschaftlichen Gruppen. Dieser Trend ist noch desaströser als der demographsiche Wandel.
Wenn der demographische Wandel überhaupt irgendwie zum Positiven beeinflusst werden soll, dann geht das nur mit Krippenplätzen. Die Zeiten, in denen Mami die ganze Woche daheim bleiben kann um auf die Kinder aufzupassen und um den Haushalt zu schmeißen sind vorbei. Nicht so sehr aufgrund veränderter Rollenbilder. Ganz einfach aus ökonomischen Gründen: Ein einzelner Verdiener in einer Ehe reicht meistens nicht mehr aus um über die Runden zu kommen. Da muss auch die Frau möglichst früh nach der Geburt zurück zur Arbeit, denn je länger man aus dem Job raus ist, umso schwerer ist es wieder einen zu bekommen. Krippenplätze sind einfach notwendig um Beruf und Familie überhaupt irgendwie zu ermöglichen. Da hilft auch kein konservatives Rollenbild oder eine ‘Prämie fürs Daheimblieben’ gegen die Bedingungen und Anforderungen die herrschen.
Was Skeptiker sagt ist schon richtig aber es müßten die Bedingungen geschaffen werden das Vater oder Mutter in der Lage sind ihre Kinder selbst zu erziehen und nicht gezwungen sind wegen Geldmangel die eigenen Kinder vom Staat erziehen zu lassen. Wo bleinbt die Freiheit Kind zu sein und mit Nachbarskindern zu spielen. Nicht alle Kinder wachsen in der Großstadt auf.
Die meisten Eltern unserer Krippenkinder müssen arbeiten, weil es anders nicht geht. Wenn ein Facharbeiter nur 1.500 Euro netto verdient, davon Miete, Fahrten zur Arbeit und alles andere aber einfach nicht finanziert werden können bleibt den Eltern kaum eine Alternative. Bei Zeitarbeitern sieht es noch weitaus dramatischer aus.
Wobei ein Großteil der Kinder nach dem Mittagsschlaf abgeholt wird und somit noch den Großteil des Nachmittags mit den Eltern verbringen.
Für Kinder ab einem Jahr ist das auch kein Nachteil: sie haben jeden Tag Kontakt mit anderen Kindern, auch Einzelkinder, und sie werden auf eine Art gefördert, die eine Mama ohne pädagogische Auslildung gar nicht bieten kann. Säuglinge sind sicher ein anderer Punkt, aber wenn die Kleinen langsam laufen können haben sie vor allem auch Spaß an ein paar Stunden in der Krippe mit Gleichaltrigen.
Es geht dabei nicht darum, die Kinder in ein Gitterbett zu packen nach DDR-Vorbild, sondern es wird wirklich viel gemacht.
Also wenn man “Krippenplätze” als staatliche Erziehungseinrichtung ansieht und ablehnt, dann müsste man seine Kinder auch konsequenterweise von den Kindergärten und Schulen abziehen…
Occupy now! Jetzt also, wo Demos von mehr als 8 Std. als 1€-Jobs anerkannt werden. Will heißen das bedingungslose Grundeinkommen von 360 ist somit durchgesetzt. Einfach Zettel vom Demo-Verantwortlichen quittieren lassen und beim zuständigen Jobcenter abgeben. Wird auch in Kleinstädten und auf dem platten und bergigen Lande anerkannt, wenn die Demo z.B. in Frankfurt stattfindet. Kann auch beim ASTA sein, wenn es um Studienwartezeiten, BAFÖG etc. und sonstige Gebühren geht.
Schließlich hat “Mutti” das Aufgebot bestellt um ihren Freund Sarkozy zu beeindrucken und jetzt soll die Zeche auch gezahlt werden, right now.
Beteuern doch alternde CDU-Politiker, wie gut es Deutschland ginge in der Weltwirtschaftskrise. Ihnen vielleicht, wenn sie genügend Nebeneinkünfte haben und die Regierungsarbeit den Wendehälsen überlassen.
Rumdoktern an der Steuerprogression, das hat seit 40 Jahren nichts bewirkt. 360,– für Demonstranten und Bauwagenausbauer und Banker bis Ackermann. Darüber hinaus setzt die Steuer an. Es ist genügend Geld da in Deutschland, es muss nur ausgezahlt werden.
Und auch diese leidige Herdprämie wäre damit abgedeckt und ich habe endlich die Rubrik gefunden wo dieser Kommentar reinpasst, wie die Faust aufs Auge.
Stimme Stefan voll zu. Wann hört die dirkriminierung jener Frauen endlich auf welche sich für Familie und Kindererziehung entscheiden. In der heutigen Zeit sollte sich die Frau frei entscheiden dürfen. Auch eine Entscheidung seine Kinder nicht wie zu DDR Zeiten vom Staat erziehen zu lassen sollte akzeptiert werden. Wann wird sich die Frau auch in dieser Hinsicht emanzipieren.
Kindererziehung ist ein verdammt schwerer Job welcher auch honoriert werden sollte.
Die Kinder wollen sie nicht vom Staat erziehen lassen, aber das Geld vom Staat fürs ‘Daheimbleiben’ würden sie aber dankend annehmen? Irgendwie schizophren…
Es geht überhaupt nicht darum, Frauen zu diskriminieren, die daheim bleiben und sich um ihre Kinder kümmern. Aber in unserer Gesellschaft ist es leider immer seltener finanziell möglich, das zu tun. Es gibt also 2 Möglichkeiten:
Ich habe als Frau den finanziellen Rückhalt mich für’s Daheimbleiben zu entscheiden, dann bin ich auch nicht auf 100 Euro monatlich angewiesen.
Wenn die finanzielle Situation eine Berufstätigkeit aber erfordert, ist es mehr als beruhigend, wenn man sein Kind einer guten Betreuung überlassen kann.
Hallo Bayer,
Sie schreiben:
Verständnisfrage: Durch wen und wie werden Frauen, die sich für Familie und Kindererziehung entscheiden denn Ihrer Ansicht nach diskriminiert? Von staatlicher Seite werden sie durch steuerliches Ehegattensplitting und – falls es denn kommt – durch das Betreuungsgeld unterstützt.
Viele Grüße
ADMIN Querulant, quer-Redaktion
Der Begriff “Herdprämie” ist m. E. eine Unverschämtheit und Respektlosigkeit gegenüber Menschen, die sich eine Zeit lang nur um Ihre Kinder kümmern wollen. Ich habe sehr großen Respekt vor Frauen oder Männern, die sich dafür entscheiden können.
In unserer Familie war das so, dass die Mutter einige Jahre zuhause geblieben ist um intensiv für unser Kind da zu sein. Das hat für uns einerseits erhebliche finanzielle Einbußen bedeutet und andererseits aber auch sehr viel Freude an der Entwicklung des Kindes. Für uns war das Wohl unseres Kindes in erster Linie maßgeblich.
Ich finde das Betreuungsgeld sehr gut, weil es dem Prinziep der Gleichstellung von Kindern, die Krippen besuchen und Kindern, um die sich die Eltern ganztags kümmern entspricht. Was für ein Kind besser ist, das müssen die Eltern selbst gewissenhaft entscheiden.
Ob es nun sooviel besser ist, als Einzelkind Muttis Augapfel zu sein, bezweifle ich sehr!
Das ist eben keine Gleichstellung, Kita oder Mamas Liebling.
Ich hatte 2 Freiberufler als Eltern – Vater privater Musiklehrer;Mutter Fremdenfüherin in Rothenburg. Meine Schwester und ich mussten schon früh lernen,alleine zurechtzukommen,sich selbst zu beschäftigen und z.B. einzukaufen.
Uns hat es nicht geschadet..
Lieber Skeptiker,
wenn einer in der Familie genügend Einkommen hat um seine Familie angemessen zu versorgen, kann ich gerne auf das Geld vom Staat verzichten.
Liebe, Geborgenheit und eine intakte Familie kann keine staatliche Leistung ersetzen. Aber Bespitzelungen, Drangsalierungen und fragwürdige Bedüftigkeitsprüfungen können dies alles zerstören.
Wir waren nie reich, aber das Einkommen meines Vaters war ausreichend für die Befriedigung unserer Bedürfnisse und hat mir eine Kindheit mit viel Freiheit, Liebe und Vertrauen geschenkt, in der ich meine Freundschaften suchen und pflegen konnte ohne durch irgendwelche staatl. Einrichtungen und Vorgaben eingeschränkt zu werden. Genau das wünsche ich mir auch heute für die Kinder!
Niemand sagt dass Frauen ihre Kinder in der Krippe abgeben müssen. Wenn es eine Familie einrichten kann auf einen Verdiener zu verzichten ist ja alles in Ordnung. Es geht ja nur darum, dass das Prinzipiell das Angebot für Familien vorhanden sein muss weil es für viele einfach notwendig ist. Es existiert ja keine Pflicht, seine Kinder in der Krippe abzugeben. Nur die Vergleiche die hier gezogen werden sind meist völlig überzogen. Was haben Krippenplätze mit Bespitzelung, Bedürfnisprüfungen und Drangsalierungen zu tun? Hier werden wohl eher ideologische Grabenkämpfe ausgetragen bei denen mehr Polemik als Sachlichkeit angwendet wird.
Nein, dass ist für viele bittere Realität wenn das Einkommen nicht reicht und der Staat aufstocken muss. Und diese Eltern haben dann keine wirkliche Wahlfreiheit.
Für den Antrag zur wirtschaftlichen Jugendhilfe reichen aber Gehaltszettel, Kopie vom Mietvertrag und Arbeitszeiten – klar, der Staat zahlt keinen Krippenplatz von 8:00-16:00 Uhr, wenn die Eltern nur vormittags arbeiten.
Da wird nicht groß bespitzelt, sondern nur Einkommen minus Miete und ein paar andere Kosten ermittelt, und gebuchte Betreuungszeiten mit Arbeitszeiten verglichen.
Bei vielen Familien reicht es aber auch schon, wenn die Mutter überhaupt einige Stunden am Tag arbeiten gehen kann dank Krippenplatz – dann sind auch die Krippenkosten mit drin.
Und bitte mal ehrlich: was macht die Mutter denn daheim mit dem Kleinkind? Auf den Spielplatz gehen, zum Kinderturnen, zur musikalischen Früherziehung, zur Krabbelgruppe, singen, Bücher vorlesen, malen, jden Tag Kontakt zu anderen Kindern ermöglichen? In der Krippe gehört das ganz einfach mit dazu, es hat also auch seine Vorteile.
Und man ist ja nicht gezwungen eine Krippe von einem religiösen, städtischen oder sonstwie ideologisch angehauchten Träger zu wählen – wenn es genug Krippenplätze gibt können die Eltern auch aussuchen.
Also dass der Staat bzw. die Allgemeinheit gleich soviel zahlt, dass eine Familie gleich auf das ganze Einkommen eines Elternteils verzichten kann ist schon einwenig viel verlangt… auch für einen Sozialstaat. Eine gewisse Unterstützung für Heimerziehung mag ja im Rahmen des möglichen sein, aber gleich ein ganzer Lohnausgleich ist ja nun wirklilch zu viel. Das Leben ist doch kein Ponyhof.
Besser hätte ich es nicht formulieren können!
DANKE Stefan
Immer schimpft alles: Deutschland stirbt aus!!!!!!!!! Aber das Kinderkriegen ist so unattraktiv wie nie. Frauen sollen natürlich Abitur machen und Studieren aber danach sollen sie sich entscheiden: Kind oder Karriere. Beides ist unmöglich, es sei denn Geld spielt keine Rolle. Warum wird Frauen das Leben so schwer gemacht?????
Wer seine Kinder in den ersten drei Lebensjahren in Krippen abgeben will, nur um die den Beruf nicht zu vernachlässigen, soll das bitte tun. Der soll aber auch die Konsequenzen tragen, denn früher oder später kommt die Retourkutsche. Die Bindung zu Mutter ( oder von mir auch zum Vater) ist in den ersten Lebensjahren immens wichtig. Ich finde es gut, wenn daheimbleiben beim Kind wieder “belohnt” wird und das nicht nur mit dem Elterngeld im ersten Jahr. Ich habe auch immer zwischen meinen 3 Kindern gearbeitet, aber meist nur 8 Stunden im Durchschnitt. Und wenn man nicht einmal die 3 Jahre, bis das Kind in den KiGa geht, etwas kürzer treten kann, dann sollte man sich sowieso kein Kind “zulegen”.
Und mal ehrlich, die Familien, die mit einem Gehalt nicht auchkommen, sind hier nicht gemeint, sondern Familien in denen meist beide höhere Gehälter haben und darauf auch nicht mehr verzichten wollen!
Kinder – Küche – Kirche… so hätten sie es gerne !
Und sie verfolgen das Ziel mit einer Penetranz, welche die Jahrhunderte zu überdauern scheint.
GOtt sei Dank sind dies alles Rückzugsgefechte.
POlitiker in unheiliger Allianz mit den Klerikal-Lobbyisten – keine gängige Verschwörungstheorie wird diesem Tandem und seinen` thinktanks`in hunderten katholischer Klöster gerecht !
Doch der Zeitgeist ist glücklicherweise in der Lage, alle Schlauheimereien niederzuringen.
Hauptsache man kann den Banken und manch korrupten Ausland Milliarden und abermilliarden in den …. Stecken!!!
Was mit dem eigenen Volk ist steht ganz weit hinten auf der Liste. Die 2 oder 4 Milliarden fuer die kindergaerten sind doch Peanuts gegen die milliarden Gelder die man den oben genannten “schenkt”!!!
Armes Deutschland!!!
Die Politik ist dafür zuständig für Männer und Frauen Chancengleichheit zu ermöglichen. Und das tut sie nicht, wenn sie nicht dafür sorgt, dass genügend gut qualifizierte Betreuungsmöglichkeiten für Kinder von 0 – … zur Verfügung stehen. Es ist eine Anmaßung und Grundrechtsbruch, Eltern in ihrer Wahlmöglichkeit (erziehe ich mein Kind daheim oder nicht) zu beschränken, da ja, auf Grund der fehlenden Betreuungseinrichtungen, keine wirkliche Wahl möglich ist.
Besonders traurig finde ich, dass immer noch das Mutterbild der Nazi-Ideologie benutzt wird, um Eltern, die ihre Kinder in Betreuungseinrichtungen geben, ein schlechtes Gewissen zu machen.
Denn es scheint kein Interesse zu bestehen, sich mit neuerer Literatur aus den Erziehungswissenschaften und der Psychologie zu beschäftigen, die bereits seit mehreren Jahren wissenschaftlich belegt haben, dass die Intelligenz von (Klein)-Kindern gesteigert wird, wenn sie mehrere Ansprechpartner haben. Provokativer Umkehrschluss: drei Jahre ausschließlich daheim bei Mami oder Papi macht dümmer, als Mami und/oder Papi plus Fremdbetreuung.
Besonders traurig finde ich, daß die Nazis es durch ihre perfide Ideologie und den Mißbrauch von Müttern für ihre verwerflichen Ziele anscheinend geschafft haben, daß offensichtlich gut Meinende wie Sie, Alex, die mütterliche / elterliche Liebe und Zuwendung, zumal während der ersten drei Lebensjahre, auch heute noch dem Begriff „Nazi-Ideologie“ zuordnen. Mutterliebe / Elternliebe für ihre Kinder hat es, unabhängig von den Nazis, schon vor Jahrhunderttausenden gegeben und wird es, so hoffe ich, auch so lange geben, wie Menschen auf der Erde leben.
Daß Kinder aus sozialen Problemfamilien in Krippeneinrichtungen besser aufgehoben und gefördert werden können, darüber wird wenig Zweifel bestehen. Die Studien, die belegen würden, daß Kinder aus „normalen“ (Nichtproblem-) Familien durch frühzeitigen Krippenbesuch später eine höhere Intelligenz aufweisen würden, die sollten sie nicht nur andeuten, sondern nennen (die gibt es nämlich nicht).
Wenn Eltern ihre Kinder während der ersten drei Lebensjahre (besonders wichtig ist das erste Lebensjahr) daheim und ohne Krippe aufziehen, bedeutet das im Übrigen keineswegs, daß der Säugling / das Kleinkind „nur“ die Mutter oder den Vater als Ansprechpartnerin / -partner hat. Vielmehr gibt es Großeltern und andere Verwandte, Freunde, Nachbarn, andere junge Eltern …
Daß Kinder ab einem Alter von drei Jahren vom Kindergartenbesuch profitieren, zumal, wenn sie (wie heute oft) ohne Geschwister aufwachsen, darüber gibt es gewiß wenig Zweifel. Der diffamierende Begriff “Herdprämie” bezieht sich aber doch wohl auf das Alter 0-3 (wie Sie es ja auch andeuten).
Eine Maschine kann man, wenn sie einmal nicht gebraucht wird, einfach still legen oder auch nur vorrübergehend still legen.
Aber bei Kindern kann man nicht so vorgehen. Das sollte zuerst einmal in den Köpfen der verantwortlichen Politikern eingestanzt werden. Kinder sind unsere Zukunft. Jedes Kind darf nicht benachteiligt sein, nur weil die Eltern aus finanziellen Gründen arbeiten gehen müssen und keine Zeit für ihre eigenen Kinder haben. Das ist eine traurige Gesellschaft, in der wir leben.
Un vor allem wenn Politiker ein Versprechen geben, dann sollten sie sich auch dran halten. Wenn Ude so weiter macht, dann wird er bald nicht einmal mehr Bürgermeister sein. Und dabei will er doch Ministerpräsident werden.
Sicher ist es ein berechtigtes Anliegen, dass Politiker sich an ihre Vorgaben halten sollten. Was mir im Beitrag zu kurz kam ist der Punkt, dass es nicht nur um Kita- oder Krippen “Plätze” geht, sondern auch um professionelle Erzieher/-innen-Stellen, deren Rekrutierung man viel zu lange vernachlässigt hat. Wie in einer Stellungnahme des Berufsverbandes für Soziale Arbeit (DBSH Bayern) nachzulesen ist: “Kinder haben nicht nur ein Recht auf einen Platz in einer Kindertagesstätte, sondern einen Rechtsanspruch auf Fachkräfte, die ihnen nach Maßgabe gesicherter Erkenntnisse aus Wissenschaft, Forschung und Praxis individuelle Bildung, Betreuung, Erziehung und Entwicklung ermöglichen.”
Es wäre daher gut, wenn man tatsächlich Geld in die Hand nimmt und den konsequenten Willen zeigt, Kinder tatsächlich zu betreuen und zu erziehen und nicht nur zu versorgen. Kinder dürfen in puncto Krippenplatz und qualitativer Erziehung nicht zum Spielball der Finanzlage werden. Es wäre gut, wenn QUER das Thema mal anders aufgreift und die tatsächlichen Entlohnungen für Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen aufzeigt.
Da kann man dann gleich mit anderen Berufen weiter machen: Altenpflegern, Krankenschwestern, eigentlich sämtlichen sozialen Berufen.
Eine Krippenerzieherin betreut bis zu 5 Kinder, oft noch Unterstützt von Praktikantinnen, die gar nicht mit angerechnet werden. Daneben fallen Miete und Nebenkosten für die Räumlichkeiten, Kosten für Essen und Windeln, Spielsachen und so weiter an. Auch Verwaltungskosten, eine Putzfrau, jemand der die Gartenarbeiten übernimmt fallen an. Schließlich sollte nicht immer eine der Erzieherinnen nebenher noch die ganze Verwaltung stemmen müssen, sondern Zeit bei den Kindern verbringen können (auch wenn das in vielen Einrichtungen noch anders aussieht).
Um da die Gehälter deutlich aufzustocken müsste dann aber auch die Förderung durch Kommunen und Staat deutlich wachsen, es geht sonst kaum. Viele Träger arbeiten ja sowieso schon gemeinnützig, also ohne Gewinn.
Das Problem ist doch, dass Mütter oft nicht nur 3 Jahre aus dem Beruf aussetzen, sondern mit 2-3 Kindern können das auch mal 5-9 Jahre sein – und danach ist der Wiedereinstieg mehr als schwer, oft unmöglich. Zu viel hat sich in der Zwischenzeit geändert.
Das will ja auch keine Frau, ein wenig Abwechslung vom Windeln wechseln ist ja durchaus auch willkommen, und doch zumindest eine Teilzeitbeschäftigung belastet jetzt auch nicht die Bindung zum Kind übermässig, dass ja dann am Ende Mama doch das ganze Wochenende und jeden Nachmittag sieht. Aber dadurch bleibt der Kontakt zum Arbeitgeber erhalten, man bleibt in der Materie drin.
Und ich weiß ja nicht, der Tariflohn für einen normalen Facharbeiter reicht eben einfach nicht.
Übrigens kosten Krippenplätze die Kommunen weitaus mehr als das Betreuungsgeld, die Gebühren die die Eltern zahlen reichen ja hinten und vorne nicht aus, um die Kosten zu decken. Dabei geht es nicht um ein paar hunderttausend Baukosten, sondern um laufende Kosten während des Betriebs, die für jedes einzelne betreute Kind anfallen. Da muss kein zusätzliches Geld locker gemacht werden, sondern da kann an anderer Stelle mehr eingespart werden.
Das Schicksal von Kindern entscheidet sich in gewisser Weise während der ersten drei Lebensjahre, wo die wesentlichen Verschaltungen der Nervenzellen im kindlichen Gehirn ablaufen, sehr sensible und komplexe Prozesse für die Ausbildung der lebenslang wirksamen emotionalen Ausstattung. In dieser Zeit entsteht sozusagen das „Urvertrauen“ in die Welt, die Basis dafür, daß das Kind neugierig und selbstbewußt die Welt erobern, erfolgreich lernen und seinen guten Weg gehen kann. Was das Kind während dieser Lebensphase vor allem braucht, ist die Liebe, Zuwendung und die Zeit seiner Eltern bzw. der Bezugsperson. Diese Entwicklungsprozesse haben sich im Laufe der Jahrhunderttausende perfekt herausgebildet und werden von den Neurobiologen und Entwicklungsneurologen in den letzten zwei Jahrzehnten zunehmend verstanden.
In diesem Zusammenhang muß es als Skandal und Unglück für unsere Gesellschaft angesehen werden, daß die Politik, die Medien und selbsternannte Experten diese inzwischen als wissenschaftlich gesichert anzusehenden Erkenntnisse (die den Müttern vermutlich „schon immer“, zumindest unbewußt, klar waren) weitgehend verschweigen. Da unser Staats- und Wirtschaftssystem vor allem (billige) Arbeitskräfte benötigt, wird den Menschen, den Eltern weisgemacht, daß „die Krippe“ die Kinder viel besser fördern und erziehen könne und daß es für die Mütter viel wichtiger wäre, ihrem Beruf nachzugehen.
Die Erzieherinnen in der Krippe können die Kinder im besten Fall liebevoll und freundlich behandeln und sie nach bestem Wissen fördern. Aber was sie den Kindern nicht geben können, ist mütterliche / väterliche Liebe, die gerade in der ersten Lebenszeit so wichtig für eine optimale Entwicklung der Kinder ist. Auch noch so gute Lernprogramme haben während der ersten Lebensjahre nur eine zweitrangige Bedeutung.
Unter anderem die massive Zunahme psychischer und psychiatrischer Erkrankungen, die Zunahme von Gewalt bei Kindern und Jugendlichen hat wesentliche Wurzeln in der unbegreiflichen Unterschätzung der Leistungen der Eltern bzw. der Familien für die gute Entwicklung ihrer Kinder von Seiten des Staates bzw. unserer Gesellschaft. Was während der frühkindlichen Entwicklung versäumt wurde, kann nie mehr vollständig aufgeholt werden. Entsprechende, später notgedrungen aufgelegte Förderprogramme sind nur begrenzt erfolgreich und zudem viel teurer.
Die Mütter (die sind natürlich geeigneter als die Väter, aber die Väter können zumindest die zweitbesten „Mütter“ sein) müßten zu ihrer verantwortungsvollen Aufgabe ermutigt und auch finanziell unterstützt werden. Stattdessen werden die Verdienstmöglichkeiten junger Eltern immer weiter heruntergefahren, so daß vielen Eltern gar nichts anderes übrig bleibt, als ihren Säugling / ihr junges Kleinkind in die Krippe zu geben, damit beide arbeiten gehen und sich so einen gerade ausreichenden Lebensunterhalt erwerben können.
Um so schlimmer finde ich die negative Polemik gegenüber der geplanten staatlichen Unterstützung der Eltern („Herdprämie“), wenn diese die frühkindliche Erziehung selbst übernehmen (ihren Säuglingen und jungen Kleinkindern kann nichts Besseres passieren). Diese Polemik zeugt entweder von Unkenntnis der frühkindlichen Entwicklung, oder sie ist andernfalls als zynisch einzuschätzen.
Es wurden doch auch früher schon Kinder auswärts betreut. Da waren es eben die Großmütter, oder eine ältere Tante. Oder die Mütter haben sich in der Kinderbetreuung abgewechselt.
Da kann eine Krippe auch ein wesentlich stabileres Umfeld sein für ein Kind, das sonst mal bei dieser, mal bei jener Oma ist und sonst im Verwandten- und Bekanntenkreis rumgeschoben wird.
Den Krippenerziehern ist sehr bewusst, wie wichtig stabile Bezugspersonen sind, und sie nehmen diese Verantwortung sehr ernst. Natürlich ist aber auch das Augenmaß der Eltern gefragt selber zu entscheiden, wann ihr Kind weit genug für eine auswärtige Betreuung ist – mit einem Jahr, oder besser erst mit eineinhalb oder zwei Jahren.
Leider können die Krippen da zu wenig Flexibilität ermöglichen, weil nur Geld verdient wird, wenn die Plätze auch besetzt sind. aber nicht jedes Kind profitiert erst dann von einer auswärtigen Betreung, wenn es vor September 3 Jahre alt geworden ist. Für manche ist es mit 1,5 Jahren eben auch schon nicht verkehrt, ein paar Stunden betreut zu werden.
Und wer will eigentlich die Unterscheidung ziehen, zwischen den sozial schwachen Familien, aus denen man die Kinder heraus holen muss, den Supermüttern, die alles mit Links wuppen und den Normalos, die sich zwar alle Mühe geben, bei denen aber trotzdem auch mal ein Kleinkind vor dem Fernsehgerät sitzt? Auch das ist nicht gut für die Entwicklung.
Sehr geehrte Susanne,
Ihr Plädoyer für Entscheidungen mit Augenmaß finde ich gut und würde dies auch unterschreiben.
Zu Ihrem letzten Absatz:
Eines muß allen klar sein – ganz egal, wie die Eltern sich entscheiden: solange Eltern sich nichts haben zuschulden kommen lassen, bestimmen sie selbst über ihr Kind und keinesfalls irgendeine Institution, schon gar nicht eine staatliche (das hatten wir in Deutschland schon; Beratung wäre natürlich etwas anderes).
So weit ist es also mit unserer Demokratie gekommen: Eltern, die ihr Recht auf freie Entscheidung wahrnehmen- nämlich ihr Kind selbst zu erziehen- werden diffamiert, bloßgestellt und verunglimpft. Endlich hat die Ökonomisierung des Denkens auch die Familien erreicht: Zerschlagen statt schützen, diskriminieren statt helfen. Wenn es wenigstens ums Wohl der Kinder ginge! In Wahrheit stecken wie immer nur kapitalistische Interessen dahinter: Möglichst beide Elternteile als Steuer-und Beitragszahler abzocken, die Kinder schnellstens als Zuarbeiter für Kranken-Renten-und sonstige Systeme auf Stromlinie bringen, damit der Geldfluss nicht abreißt, den Politiker, Banker und andere Besitzstandswahrer zum eigenen Vorteil so dringend brauchen. Heuchlerisch wird Karrieredenken gegen die” faulen Mütter” ausgespielt, denn für Verbesserungen fehlen ja die finanziellen Mittel.
Und die ach so gepriesenen Krippen? Ich habe die unterbezahlten Erzieherinnen erlebt, die mit acht bis zehn Kleinkindern pro Gruppe teilweise völlig überfordert waren und aus lauter Verzweiflung ihre eigenen Mütter und Großmütter zur Hilfe riefen, die dann- natürlich unentgeltlich- aus purem Mitleid als Unterstützung einsprangen. Von solchen Zuständen erfährt die Öffentlichkeit selbstverständlich nichts. Den Leuten wird als erstrebenswert verkauft, was in Wahrheit nur eine erbärmliche Mogelpackung ist.
Hallo Anna,
eine Verständnisfrage. Sie schreiben:
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Können Sie das näher erläutern? Durch wen und wie sieht das Ihrer Ansicht nach konkret aus?
Viele Grüße
ADMIN Querulant, quer-Redaktion.
Von den Jugendämtern vorgesehen ist ein Betreuungsschlüssel von einer Betreuungsperson auf 5 Krippenkinder, üblicherweise in einer Gruppe mit 10 Kindern eine Erzieherin und eine Kinderpflegerin.
Wenn in einer Einrichtung das nicht eingehalten wird sollten sich die Eltern ans Jugendamt wenden, denn das ist nicht der Sinn der Sache.
Natürlich kann es auch in vorbildlichen Kitas passieren dass jemand krank ist, aber es darf nicht zum Dauerzustand werden.
Ebenso dollten Eltern vor der Auswahl einer Kinderkrippe auch mal genauer nachfragen: müssen die Erzieherinnen nebenher noch die Verwaltungsaufgaben erfüllen, kochen, etc. oder wird das von zusätzlichem Personal erledigt? Gibt es Praktikantinnen in der Ausbildung zur Kinderpflegerin, die den anderen Betreuungskräften unter die Arme greifen können?
Klar, viele Eltern sind froh, überhaupt einen Platz zu ergattern, aber zumindest die ganz zweifelhaften Einrichtungen sollte man doch auch ausklammern.
Weder das eine noch das andere ist prinzipiell richtig oder prinzpiell falsch. Es hängt von so vielen Faktoren im Einzelfall ab.
Leider handelte es sich bei dem von mir erwähnten Fall keineswegs um eine zweifelhafte Einrichtung, sondern um die Krippe einer als seriös geltenden kirchlichen Organisation.
Das Wort “Herdprämie” an sich beinhaltet ja schon eine Diffamierung.
Als Verunglimpfung betrachte ich die Unterstellung, Eltern hätten überhaupt kein Interesse an ihren Kindern, sondern nur am Geld, das sie für fragwürdige Anschaffungen wie Unterhaltungselektronik, ja selbst Alkohol und Zigaretten zu ihrem eigenen Vorteil missbrauchen würden, was die CDU-Frauen bekunden, die vorsichtshalber nur Gutscheine ausstellen wollen. Damit werden die Eltern unter Generalverdacht gestellt und eine gesellschaftliche Gruppe maßt sich an, über eine andere zu richten. Dies widerspricht eindeutig dem Gleichheitsprinzip und eröffnet gefährliche Irrwege!
Ich arbeite auch im Erziehungsdienst für die Stadt München und mein Gedanke schwebt dahin. Wer soll denn in all diesen neuen Krippen und Einrichtungen
arbeiten, wenn das ganze Personal geht. Die Arbeitsbedingungen werden immer
schlechter, in einer Gruppe von 25 Kindern sind meistens 5 Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten. Und keine Unterstützung vom Arbeitgeber. Zwei einhalb
Kolleginnen sind dabei alles zu meistern und noch volles Programm im Tagesablauf muss natürlich auch gegeben sein, denn die Ansprüche der Eltern sind auch kaum noch zu leisten. Kommissarische Leitungen und kommissarische stellvertretende Leitungen
gibts bei uns Jahrelang. Die Stadt zahlt einfaches Erziehergehalt und erspart sich daher
die Leitungsgehälter. Dann gibts Leitungen die nichts von Teamarbeit verstehen und eine sehr schlechte Personalführung führen. Das erklärt auch die hohen Krankheitszahlen.
Wenn Herr Ude sich auch mal für uns wircklich arbeitenten so ins Zeig legen könnte
wie bei seinen Garmischprojekt würde so einiges anders laufen.
Aber Visionäre soll man nicht aufhalten :))
Mit dem Linke-Tasche-Rechte Tasche-Spiel wird man sicher nicht weiterkommen.
Wenn man aber bedenkt, dass jede Inanspruchnahme des Betreuungsgeldes alternativ einen Krippenplatz unnötig macht, so sollte man besser die Höhe des Betreuungsgeldes wenigstens an norwegisches Niveau, also etwa 500 € aufstocken und hoffen, dass dieses Angebot auch genutzt wird. Eine Tagesmutter, die bessere Alternative zur Krippe, wäre davon auch bezahlbar. Auch wenn man zusätzliche Steuereinnahmen gegenrechnet, dürfte das die günstigere Variante für den Steuerzahler sein, und die Kinder profitieren ohnehin am meisten, wenn sie wenigstens die ersten beiden Jahre bei der Mutter sind und zwischen 2. und 3. Jahr maximal halbtags an Krippe oder Tagesmutter gewöhnt werden.
Nennen wir das Betreuungsgeld ruhig und voller Stolz HERDPRÄMIE
Zwar soll das Wort “Herdprämie” die Arbeit einer Mutter für die Familie verunglimpfen, so, als ob sie den ganzen Tag stumpfsinnig im Kochtopf rührte. Mir fällt bei diesem Thema immer der alte Spruch ein: “Eigner Herd ist Goldes wert”, der ausdrückt, dass gemeinsame Mahlzeiten Eltern und Kinder verbinden, sie autonom machen und gesund erhalten. Der Herd als Synonym für Prosperität ist also ein hohes Gut.
Außerdem fällt mir auf, dass wir uns im Fernsehen umso mehr an Kochsendungen ergötzen, je weniger wir die Gelegenheit haben, uns an den gedeckten Familientisch zu setzen. Denn immer mehr werden wir zu Singeln, zu Pflegefällen, zu fremdbetreuten Hortkindern, Ganztagsschülern und Kantinenessern. Wir kompensieren den Mangel durch virtuelles Kochen und bleiben ungesättigt.
Viele Kinder leiden heute unter diesem Mangel, denn der Lärmpegel und die Massenabfertigung werden als Lust-und Appetitbremse erlebt. Sie leiden unter “Herdmangel”. Daher müssen sie sich nach dem Kantinenessen noch mit Süßigkeiten vollstopfen. Es geht nicht so sehr um Ernährung sondern vielmehr um Zuwendung und Fürsorge. Aber solche Kategorien fehlen unseren familienpolitischen Technokraten in ihrem Gewinnmaximierungswahn.
Wer also glaubt, den “Herd” in den Dreck ziehen zu müssen, platzt entweder vor Neid und Missgunst, oder er ist mit Dummheit geschlagen. Lasst uns also voller Stolz Herdmutter sein.
Liebe Menschen, hoert doch endlich auf mit diesem sinnlosen Debat. So redete man hier in England vor 25 Jahren auch und wer hat gewonnen? Niemand. Und wer hat verloren? Alle. Die Krippe soll also “gut” and bezahlbar sein. Aber das eine schliesst das andere aus. Bezahlbar sind sie nur wenn andere Leute dafuer zahlen. Haeuser, Wartezimmer an Bahnhoefen, Keller in Bueros sind hier alle umgebaut fuer die Kleinen und was ist passiert? Die Krippen laufen leer denn sie sind nicht mehr zu bezahlen und es gibt kein Beweis dass die Kinder die dort 10 Stunden am Tag ver bringen es spaeter besser tun in der Schule. Mutti arbeitet nicht mehr oder Opa und Oma werden eingeschaltet. Gewiss, Eltern haben ihre Kosten, aber waere es nicht bessser wenn sie weniger Steuer bezahlen und ihre eigene Entscheidungen machen>
Ambivalent. (und auf den Leim gegangen)
Das Thema ist alt!
Unbedingt wollte ich Kinder. Meinte, den soliden, zuverlässigen Mann dazu gefunden zu haben. Ich war etwas spät dran Ende der 70er Jahre nach zwei Studienabschlüssen und nachdem sich mein Gewählter aus Glaubensgründen, von seinem konservativen dogmatischen Kollektiv unter Druck gesetzt, nicht entscheiden konnte, eine “Ungläubige”, d.h. eine Nur-Kirchengetaufte und somit Nichtchristin, wie man befand, zu ehelichen. Dass wir gegenseitig unsere Gebetserhörungen waren, spielte keine Rolle. Aber das ist Jahrzehnte her. Vieles ist auf der Strecke geblieben. Auch mein “Glaube”. Inzwischen sind viele Regierungen gekommen und gegangen. Viele Reformen, die sich tot reformiert haben. In Familien- Frauen-Steuer-und Bildungspolitik kein Duchbruch…eher vergrößertes Dilemma bis zur gehässigen Polariserung.Bis zur Privatisierung des Bildungssystemes, wie es von rechten Christen gern Gebrauch gemacht wird. Eine Spaltung, wie sie Bibelfundamentalisten sowieso lang darin geübt, praktizieren. Irgendwie typisch deutsch, was ich da vorhergesehen habe: die katastrophale Unter-Versorgung z.B. in den Krippen, in den Kantinen der Ganztagsschulen, selbstverständlich in vermoderten Asbesträumen, in denen zudem die Heizung leckte…Den Mund wie üblich sehr voll genommen. So schauen “die Deutschen” auch nicht hinter die Fassaden ihrer Lichtgestalten, sondern teilen hübsch die Rankingbestpunkte aus, wie an unsere lebenslauf-GEHÜBSCHTE Dame, die Bundes-Ursula:
Rheinische Zeitung, Werner Rügemer: Ursula von der Leyen, “Grinsend für das Reichtums-Abstands-Gebot – [hier hat ADMIN Querulant zwei Links entfernt. Siehe Kommentarrichtlinien.]
Dem Tagesspiegel-Artikel des wetterwendischen Herrn Norbert Blüm bin ich, glaube ich, bereits auf diesen Seiten hier begegnet. (Anm. bei Frau2000plus)
Wir sehen: unser Wohlbefinden ist abhängig von vielen Faktoren.
Ich hatte eine fleißige Mutter, *JG. 1909. +1987, die den Laden schmiß. Für sie war es inmitten von Nachkriegshausfrauen selbstverständlich, dass ich meinen Lebensunterhalt eines Tages selbst bestreiten müßte. Meine Berufswahl plante ich entsprechend. Die wäre mit Familie kompatibel gewesen. Leider habe ich diese “Privilegien” (die eigentlich Selbstverständlichkeiten sein sollten) an der bayerischen Landesgrenze abgeben müssen. Bayern stellte keine *ausserbayerischen* Beamten ein.
Es war das Jahr 1978, ich war eingeladen in einem Villengarten bei schwangeren Müttern, die allesamt ideologisch über mich herfielen. Sie waren ca. gleich alt und hatten bereits vier, fünf Kinder im Alter von 0 bis 12…
Wie veräpfelt muß sich eine Frau vorkommen, wenn sie den gleichen Frauen heute begegnet, wie diese sich (obwohl nie ausgebildet) inzwischen “Chefsekretärin” nennen (im eigenen Unternehmen des Gatten) oder Geschäftsführerin eines Sportstudios (Sport war für die christlichen Funktionäre, Ältesten und Pastoren doch “vom Teufel” – ausser auf den eigenen Tennisplätzen, den privaten Skihütten oder im eigenen Hallenpool, der Fitnessroom auf dem Dachboden nebst Sonnenbank nicht erwähnt…der Golfschläger nach dem Wirtschaftskongreß ebenso erlaubt) oder zwecks Komplettierung ihrer Lebensfreude dank “Vitamin B” in einen selbstentfaltenden Job geraten sind? So ein toter Ehemann rechtertigt dann gottgewollt 180° die mütterliche Berufsausübung…
Nicht nur Doppelmoral, auch Neoliberalismus war eingezogen in die Szenarien des guten Menschseins. Und so mancher missionierende Anzugträger sah Gutti zum Verwechseln ähnlich (und konnte die entsprechenden USA-Firmungen, nicht nur die inhalierten Büchertische und Umpolprogramme in der Jugend aufweisen) . OK. Lassen wir den leicht säuerlich amüsierten Groll.
Mit 30 also mein erstes Kind, deshalb mußten die nächsten Fünf um so schneller folgen. Dafür: nein für die christliche Ideologie den Preis bezahlt: Beruf-Berufung, Heimat, Kollegen, Rentenvorteile, Freundinnen, soziale Einbindung uvam. aufgegeben. Abgeshnitten von meinen Quellen, meiner Sippe und der Möglichkeit zur Selbsthilfe. Abgeschnitten von Rekreation und Ganzheit. Denn das, was blieb, war Schieflage. Einseitigkeit. Ich habe oft verglichen, WER gesünder und fröhlicher lebt: eine berufstätige Frau in finanzieller Sicherheit oder eine Hausfrau in Abhängigkeit. Bei der Diskussion um die vermeintliche Wahlfreiheit wird die volkswirtschaftliche Leistung/Wertschöpfung der Familie wie üblich und seit Generationen nicht berücksichtigt. Heute weniger denn je, dank Schwarzers Assimilationspolitik. Meine eigene Rente wird ein Witz sein. Aber das erst in sechs Jahren. Die Bemühungen der ehemaligen dhg waren fortschrittlich…Die Urteile/Klagen von Familien/Sozialrichtern (Borchert) leider erfolglos. (Und Eva H. hat ihren kontraproduktiven Mist hinzugefügt, während sie selbst wie alle Christa M’s sich in anderen Gefilden -Ruhm und Verdienst=Money – tummelten.)
Ich habe meinen Kindern 30 Jahre meines Lebens zukommen lassen und mein Bestes gegeben. Dieser Topf ist noch nicht erschöpft. Es hat aber nicht gereicht. Dafür stehe ich heute selbst isoliert da, entwurzelt sowieso. Ein Zurück wohin? Meine “Kolleginnen” fürchten sich vor dem Moment, wo sie in jenes tiefe dunkle Loch fallen. Noch strampeln sie, ausgemergelt, eng eingeschnürt in ein viel zu festes Korsett, ohne Lust, alleinerziehend, für Wohung, Auto, Studium des Sohnes usw.
Meine Enkel lassen in diesem Land auf sich warten! Meine Kinder haben es ja ferner nie erlebt, Großeltern zu haben oder Tanten, Ein-Bindung…Das Friß-Vogel-oder-sirb wie bei den Evangelisch-Freikirchlichen habe ich ihnen erspart.
Was sich dieses Deutschland erdreistet, Familien anzubieten, ist unter aller S_ _! Ganz arg wird es in der Inklusionsdebatte Behinderter! Aber es reicht auch schon die “Qualität” der Frembetreuung ganz normalen Nachwuchses einmal unter die Lupe zu nehmen. Einmal mit dem Kloputztuch über den Fußboden und sogleich über den Mund wischen kommt den Zuständen in den Alten-Liege-”Pflege”-Batterien in nichts nach!
Nein, diese Modelle sind für mich alle nicht überzeugend!
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(Die Verkohlisierung unserer Republik)