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Viele Bayern frieren derzeit nicht nur draußen, sondern auch in ihrem Zuhause. Vor allem ältere Menschen können sich die Heizkosten oft nicht leisten. Schuld am Frieren kann aber auch eine unzureichende Wärmedämmung sein, wie Wärmebildaufnahmen von Häusern beweisen. Deshalb sollte die Gebäudesanierung auch Grundpfeiler der sogenannten Energiewende sein – theoretisch. Doch das entsprechende Gesetz hängt im Vermittlungsausschuss fest und die KfW hat die geplanten Fördermittel drastisch reduziert. Ein Ende des Frierens ist also nicht in Sicht.




Arme Rentner u.v. a., reiches Deutschland: Reich an was?
Hallo,
leider war dieser ganze Bericht sehr einseitig auf wenige Fälle und allessamt im Stadtbereich München begrenzt recherchiert worden. Das ganze Theme ist ja viel komplexer. Schon auf dem Lande oder besser “auf dem Dorf” ist so manches anders und mancherorts reicht es schon nur mal so einige HUNDERT Euro für einen Holzofen, Ofenrohre, Schornsteinfeger-Genehmigung und Brennholz auszugeben um es wohlig warm zu haben anstatt ein Haus für ZIGTAUSENDE Euro zu dämmen, was sich manchmal wohl erst nach 30 Jahren vielleicht rechnen könnte. Diese Dämmerei nutzt manchmal sogar nur dem Schimmel im Haus und die Mieten steigen danach für die Mieter umlagebedingt sowieso immer. Davon hat dann die arme Rentnerin unterm Strich auch nichts. Wenn es um die sogenannte “Energiewende” geht, ist leider auch die sonst oft so gut recherchierende QUER-Redaktion leider allzu blauäugig, gutgläubig und in den simplen Schwarz-Weiß-Folgerungen wie “Dämmen=Energieersparnis” schon fast rührend naiv. Schade!
Natürlich wurden extreme Beispiele gezeigt. Das schlimme daran ist, dass es diese Beispiele in unserem Land tatsächlich gibt.
“Dämmen = Energieersparnis” ist ein ganz eindeutiger, nachvollziehbarer PHYSIKALISCHER Zusammenhang.
Die Amortisation ist am konkreten Fall zu berechnen und nicht pauschal und unqualifiziert auf 30 Jahre zu setzen.
Schimmel kann vorkommen – wenn Laien eine Sanierung (z.B. alte, undichte Fenster erneuern, ohne die Wände zu dämmen und Wärmebrücken zu entschärfen) planen und selbst umsetzen.
Halbwissen ist dieser Diskussion nicht dienlich!
Wenn man 100% der Landbevölkerung mit 100% Biomasse versorgen wollte, so würde man ziemlich schnell an Grenzen stoßen, da diese Biomassemenge nicht dauerhaft in der jeweils näheren Umgebung verfügbar wäre. Dies bestätigt auch ein Bericht des “Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen” [Link entfernt. Siehe Kommentarrichtlinien. VG ADMIN Querulant, quer-Redaktion], welcher die Biomassenutzung von Abfallstoffen begrüßt, die aktive Anpflanzung und Nutzung jedoch nur in einem sehr begrenzten Rahmen (einstellige Prozentzahl vom Gesamtenergiebedarf) als dauerhaft möglich ansieht.
Um also – aus volkswirtschaftlicher Sicht und als Strategiekonzept für das ganze Land- den Problemen “abnehmende Verfügbarkeit von fossilen Energiequellen” und “Klimawandel” zu begegnen, ist die am einfachsten umsetzbare Strategie eine massive Steigerung der Effizienz- und zwar überwiegend im Rahmen von Sowiesomaßnahmen. Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht ist es also weniger relevant, ob ich es jetzt oder in drei Jahren mache. Es ist aber sehr wohl relevant, ob ich eine Effizienzsteigerung von nur 30 oder 40% oder von 80 oder 90% (Passivhausniveau) erreiche, weil man damit ja anschließend 40 – 70 Jahre leben muß.
Fazit:
1) Nach Möglichkeit im Rahmen von “Sowiesomaßnahmen”- dann wird es billiger, weill ohnehin eine Reparatur oder Instandsetzung notwendig wäre und diese Instandsetzungskosten von der Modernisierungsmaßnahme abgezogen werden müssen.
2) “Ganz oder gar nicht”, aber “wenn schon, denn schon.” Wenn man sich entschließt zu sanieren, dann gleich auf ein hohes Effizienzniveau, damit man in 15 oder 20 Jahren nicht noch einmal nachbessern muß- das ist nämlich unwirtschaftlich.
Als Energieberater kann ich diesen Beitrag nur begrüssen. Ich befürchte, dass sich die Situation noch drastisch verschlimmert, sollte z.B. der Ölpreis auf 150 $/Barrel oder noch höher klettert.
Das ewige “Märchen”, dass Wärmedämmung zu teuer ist und sich nicht lohnt kann ich nicht mehr hören. Diese Aussage ist einfach falsch!
Natürlich müssen die Massnahmen finanzierbar sein und hier ist die Politik gefragt. Die verantwortlichen Politiker müssen den Lippenbekenntnissen endlich konkrete Taten folgen lassen und dafür sorgen, dass auch in größeren Objekten mit Eigentümergemeinschaften endlich etwas vorwärts geht.
Der Beitrag zeigt keine Extrembeispiele. Vielmehr ist dies bei vielen Mietern der Standard. Die Argumente, die Dämmerei amortisiere sich nicht bzw. erst in 30 Jahren und der ewige Hinweis auf die Schimmelgefahr, sind vielfach widerlegt.
Hinweis: In München haben sich Mieterverein und Hausbesitzerverein zusammengesetzt und versucht, eine sinnvolle Vereinbarung für die Umsetzung von Sanierungsarbeiten aufzusetzen.
Für Eigenheimbesitzer, insbesondere ältere Personen, die sich zum Einen die Sanierung nicht leisten können und andererseits keine Kredite mehr erhalten, ist sicher die Politik gefragt!
Einen qualifizierten und ausführlichen Beitrag zu bringen, dauert sicher länger als der ausgestrahlte Bericht in quer. Als Energieberaterin kann ich aber auch solche Kurzbeiträge nur begrüßen.
Wir müssen wohl, so wie bei vielen anderen Themenbereichen auch, mit [sachlich bitte. VG ADMIN Querulant, quer-Redaktion] Beiträgen, wie z.B. eines [sachlich bitte.] “hessischen Querfans” oder größtenteils Falschinformationen, wie in einem kürzlich ausgestrahlten Fernsehbeitrag, leben; die entweder mit diesen zielgerichteten und und gleichzeitig gefährlichen Darstellungen entweder eine Interessengruppe vertreten oder aber nur “Biertisch-Nachplapperer” sind.
Vielleicht sollten diese Meinungsvertreter einmal darüber Gedanken machen, wie etwas geht und nicht, wie es nicht funktioniert. Der Mensch ist nun einmal so gestrickt, dass er meist davon überzeugt ist, was er denkt oder glaubt. Kompetenz und fachliches Wissen gerät dabei in den Hintergrund.
Einen Tipp für diesen Personenkreis: sprecht doch einmal mit den Bewohnern, deren Gebäude unter fachlicher Leitung “luftdicht zugedämmt” wurden, was sie von Ihrer Wohnqualität und vor allen Dingen von Ihren aktuellen Heizkosten halten.
Aber Vorsicht, es könnte eine feste Meinung (eine Meinung haben heißt ja bekanntlich nicht darüber Bescheid zu wissen) ganz erheblich ins Wanken bringen. Und dieses Gefühl garantiere ich auch.
Wieviele Miliarden Menschen sehen eigentlich “quer”? Insbesondere in China und Indien. Dann könnten Kalauer wie “heizen hat eine globale Dimension” oder “weniger heizen schont das Klima” eventuell etwas bewirken.
Bedenkt man, dass Deutschland mittlerweile nicht einmal mehr mit 3% am weltweiten CO2-Ausstoss beteiligt ist, sollte man nicht versuchen der Bevölkerung ein schlechtes Gewissen einzureden. Weshalb haben Sie sich nicht über die Größenordnungen informiert?
Wieviel Promille werden wohl durch heizen in Deutschland verursacht?
Falls Sie es herausfinden, werden Sie es wahrscheinlich künftig vermeiden, solche
Sprüche wie oben loszulassen.
Dämmung ja – das kann Heizkosten sparen, wird aber an der Klimaerwährmung bestimmt nichts ändern. Erzählen Sie uns Zusehern bitte nicht solche komischen Sachen.
Viele Hausbesitzer dürfen ja gar nicht “richtig” wärmedämmen-dazu gehöre ich – unter Denkmalschutz leidend – dazu. Um den Charakter eines Denkmals zu erhalten,darf man vieles nicht – u.a. vollwärmeschützen..
Dass wir jährlich bis zu 5000 Liter Heizöl brachen,interessiert da niemand.
Matthias,Rothenburg/Tauber – Mittendrin -
Vor uns liegt eine gewaltige Aufgabe: Das Klima verändert sich und macht ganze Regionen durch sich häufende Extremereignisse zeitweise unbewohnbar. Daraus entsteht ein Migrationsdruck, der zu unberechenbaren Konflikten führen wird. Gleichzeitig wird die Energie knapp und teuer, die Kriege um Energie finden seit vielen Jahren statt. Zu den Kriegen um Energie werden wegen des Klimawandels in den nächsten Jahren noch Kriege um Wasser hinzukommen. Das Verhalten der Länder, die Klima rettende Maßnahmen blockieren ist unverantwortlich.
Die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien und zu mehr Energieeffizienz wurde Dank der japanischen Atomkatastrophe hierzulande bereits beschlossen. Nun gilt es diesen Beschluss umzusetzen: Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist kaum mehr zustoppen. Die Erfolgsmodelle vieler bereits realisierter Projekte werden nun von den großen Investoren nachgeahmt.
Die Notwendigkeit der Energieeffizienz in allen Bereichen (Gebäude, Verkehr, Industrie) muss dagegen erst noch im Bewusstsein von Bevölkerung und Politik ankommen. Durch die Kältewelle der vergangenen Tage wurde wieder einmal offensichtlich, in welch schlechtem Zustand etwa 70% aller deutscher Bestandsgebäude sind. Dieser Beitrag bei quer zeigt sehr gut diese Mängel auf und beschreibt die sozialen Komponenten die damit einhergehen.
Die Rentnerin und viele andere betroffene Personen leben in einem Teufelskreis:
Weil man nicht genug Energie hat um die Wohnung ausreichend zu beheizen lüftet man natürlich auch wenig, um das bisschen Energie nicht auch noch zu verlieren. Dadurch steigt die Feuchtigkeit in den Räumen an. Auf den kalten Oberflächen an den Wärmebrücken kondensiert diese Feuchtigkeit aus und bildet den idealen Nährboden für Schimmel. Nach diesem Winter werden wieder – wie jedes Jahr – tausende von Wohnungen von Schimmelbefall betroffen sein. In den vergangenen Monaten gab es viele Fernsehbeiträge auf verschiedenen Sendern, die sich mit den Schäden nach Sanierungsmaßnahmen beschäftigt haben. Beschrieben wurde aber eigentlich nur die fehlende bauphysikalische Fachkenntnis beim Sanieren.
Deshalb ist es wichtig, dass vor der Sanierung eines Gebäudes durch einen Energieberater oder Architekten ein Sanierungskonzept erstellt wird. Bauphysik ist kein Thema für Laien, die Maßnahmen sind zu teuer, um sie ohne Fachmann auf Verdacht hin ausführen zu lassen. Die Dämmung aller Außenflächen, Einbau von 3-fach verglasten Fenstern, eine luftdichte Gebäudehülle, eine Lüftungsanlage und eine auf die dann noch notwendige Restenergie hin maßgeschneiderte Heizung ist mit den aktuellen Förderprogrammen der KfW und des BAFA – zusammen mit der einhergehenden Entlastung bei den zukünftigen Energiekosten für jeden finanzierbar, der zu diesen Programmen Zugang erhält. Um zukünftig jährlich mehr Gebäude sanieren zu können, muss die Politik diese Programme aufstocken. Jeder für die Förderung ausgegebene Euro kommt über die im Handwerk generierten Umsätze mehrfach zum Staat zurück.
Unsere Baukultur wird sich wandeln, egal ob die Politik dies nun unterstützt oder blockiert, dies ist aufgrund der Randbedingungen wirklich „alternativlos“. Der Klimawandel und die Ressourcenknappheit fordern gerade für die Sanierung von Gebäuden neue Konzepte. Die Politik hat es in der Hand den Umbau sozialverträglich zu gestalten.
War es nicht möglich eine alleinerziehende Frau mit Kind(ern) zu finden, die sich das Heizen nicht leisten kann? Darauf reagieren Deutsche noch emotionaler als bei einer Rentnerin, und um mehr ging es zumindest beim Filmen bei der Rentnerin nicht. Denn wieso muss beim Thema”Heizen, Dämmen” eine finanziell sehr arme Frau gezeigt werden?
Nur zum Thema:
Dämmen kostet Geld. Das ist Fakt. Hauseigentümer müssen schauen, wie sie zu dem Geld kommen, ist schließlich IHR Eigentum.
Auch der Staat kann nicht alles finanzieren, ist schließlich mit weit über 2.000.000.000.000 € verschuldet. Trotzdem kann er natürlich insbesondere passende Kredite zur Verfügung stellen.
Problematisch ist es natürlich für Mieter, allerdings sollte man sich als Mieter VOR dem Einzug informieren, wie gut das Haus gedämmt und wie hoch die Heizkosten sind (Energieausweis). Wer sich als Mieter über zu hohe Heizkosten wegen schlechter Dämmung beschwert, aber beim Einzug nicht darauf geachtet hat, ist selber Schuld.
Ein bisschen mehr Eigenverantwortung bei dem Thema wäre nicht schlecht und nicht immer alles auf andere schieben.
Wer dem IPCC-Bericht (Weltklimarat) zur globalen Klima-Katastrophe keinen Glauben schenken will, der muss nur einmal in die Bayerischen Berge fahren und sich die massiven Folgen der Klimaerwärmung vor Ort ansehen: Fast zur Gänze bis auf das Geschiebe herabgeschmolzene Gletscher, Murenabgänge und Schlammlawinen sprechen ebenso eine mehr als deutliche Sprache wie das rapide Verschwinden der Polkappen oder das unaufhörliche Voranschreiten der Versteppung und Verwüstung – im reinsten Wortsinn.
Die Chancen, das verharmlosend als „Klimawandel“ bezeichnete „Terraforming“ der Menschheit rückgängig zu machen, haben wir längst verspielt. Wir können vielleicht – vermittels einer global angelegten immensen konzertierten Aktion genannt „weltweite CO2-Reduktion“ – zumindest einem der Hauptverursacher der Katastrophe soweit Einhalt gebieten, dass ein Stillstand erreicht wird; mehr ist wohl nach aktuellem Wissenstand nicht mehr zu schaffen.
Etwa 35 – 40 % des gesamten Energieverbrauchs unserer Republik entfallen auf den Gebäudebestand. Ungedämmte Altbauten verbrauchen 28 – 35 Liter Heizöl/m³ Erdgas pro m² Nutzfläche; gut gedämmte Neubauten ca. 4 – 5 Liter/m³. Wenn wir den Energieverbrauch des gesamten Gebäudebestand (und nicht nur die derzeitigen ca. 1 % pro Jahr!) um 50 % reduzieren – und hier gibt es Hunderttausende von gut gelungenen, nachrechenbaren und beweisbaren Beispielen in Deutschland – dann haben wir damit ca. 20 % des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland eingespart! Dies sollte die Diskussion um den „Ersatz der durch die Kernkraftwerksabschaltung fehlende Energieproduktion“ neu beflügeln und die Politik zu schnellem, konsequentem und zielgerichtetem Handeln animieren. Die billigste Energieform weltweit ist die eingesparte Energie!
Dipl.-Ing. Michael Pils Energieberater
[Sachlich und ohne Links bitte. Siehe Kommentarrichtlinien. Viele Grüße, ADMIN Querulant, quer-Redaktion.]
Hallo,
es ist amüsant hier die Beiträge zur Sendung und meiner Erstkommentierung zu lesen. So wirklich geht aber niemand drauf ein, daß der armen alten Rentnerin mit all den Ratschlägen nirgendwo auch nur im Geringsten gedient ist. Ebensowenig zu den Unterschieden von Stadt (München) und dem Dorf in dieser Thematik.
Unterstellungen, man sei sowieso ahnungslos oder habe Halbwissen sind bequeme Diskussionsunterdrücker. Es wäre mir persönlich jeder Zeit möglich, ohne irgendwelche Vorlagepapiere abzulesen, detailliert über Dämmungen und Dämm-Irrtümer zu referieren. Dazu auch über das nordbayrische “Lichtenfelser Experiment (Dämmung)” was ernüchternde Tatsachen aufzeigt, die aber wohl kaum mal je einen Weg in einen “Quer-” Beitrag finden werden obwohl der daran beteiligte Architekt Konrad Fischer schon in anderen Verbrauchersendungen des BR ganz sachlich zu sehen war.
Für die einen ist die Dämmerei schon fast Ersatzreligion. Für die anderen geldmachender Schwindel und dazwischen variieren noch tausende von Varianten im Meinungsbild der Bürger. Jeder darf und soll aber glauben was er meint, das ist eben Meinungsfreiheit.
Es ist aber wohl nicht zwingend unsachlich, wenn man feststellen muß, daß gerade die hier eifrig mitschreibenden “Energieberater” keineswegs “neutrale” Meinungen sind sondern dieser Personenkreis schlicht davon lebt, daß die Bürger u.a. möglichst viel dämmen sollen.
Das Thema hier ist auch NICHT “Weltklimaerwärmung ja oder nein” womit die Anmerkungen zu den bayrischen Bergen und “Klimafolgen” nicht so recht passen. Ansonsten müsste ich z.B. auf “Climategate I” und “Climategate II” zu nachgewiesenen Manipulationen beim IPCC verweisen oder persönlicher zu eigenen Beobachtungen etwa an der Grenze Italien-Schweiz zwischen Aostatal und Wallis. Genau dort kommen im Verlauf der natürlichen Klimaerwärmung seit Ende der “Kleinen Eiszeit” also ab ca. 1850 an, immer mehr jahrhundertealte Saumwege und Siedlungsspuren der Walser wieder unter dem schmelzenden Eis zum Vorschein, die durch die Klimaabkühlung unter dem Eis verschwanden. Im Mont-Blanc-Massiv tauchten sogar die Ruinen eines Dorfes wieder aus dem Eise auf, das vor ca. 240 Jahren aufgegeben werden mußte.
Doch sogar an Bayerns Grenze gibt es so ein Beispiel in den Berchtesgadener Alpen. Der auch derzeit schmelzende Gletscher unter dem Hochkönig auf Salzburger Boden jenseits des Königssees im Steinernen Meer, heißt seit historischen Zeiten “Übergossene Alm” und dort droben gab es zweifellos im Mittelalter und der frühen Neuzeit lauter Almwiesen und eine Almwirtschaft, bis das erkaltende Klima der dann beginnenden “Kleinen Eiszeit”, dies alles unter einer Eisdecke verschwinden ließ. Daß es nach einer Eiszeit aber auch wieder mal wärmer wird, ist seit Existenz eines Wettergeschehens auf dem Planeten Erde, lange vor jedem Lebewesen, ein ganz normaler Zyklus. Genau dies ist für die “Kleine Eiszeit” bis heute, gerade in Bayern mit den klimatischen Aufzeichnungen vom Hohenpeißenberg besonders gut belegt.
Jeder mag glauben was er will aber wenn man sich offenen Auges in wissenschaftlicher Fachliteratur umschaut, entdeckt man manche Abweichung zu dem, was derzeit in Deutschland “herrschende Meinung” ist.
Last not least:
Mein eigenes Zweifamilienhaus benötigte im letzten Heizjahr gerade mal ca. 600 Liter (sechshundert !) Heizöl. In diesem Jahr werden es eher weniger sein. Dies aber nicht mit sauteuren Maßnahmen von “Energieberatern” vorgeschlagen sondern selbst erdachte und preiswerten Lösungen mit Holzverbrennung und speziellen Lösungen für sommerliches Duschwasser. Und das alles üblerweise auch noch bei einem außer zwischen den Dachbalken, ansonsten völlig ungedämmten Standart-Haus in Hohlblock-Bauweise aus den 1970ern. Eigentlich darf es sowas doch gar nicht geben, oder?
Man verzeihe die Länge dieser hoffentlich auch immer höflich genug formulierten Anmerkungen.
Sehr geehrter hessischer QUERfan,
wie heißt es so schön: Holz gibt 3 mal warm. Beim Machen, beim Lagern und beim Heizen. Und gesund ist es noch dazu. 600 Liter Heizöl bei einem völlig ungedämmten Gebäude; Respekt! Und dazu noch die vielen selbst erdachten und preiswerten Lösungen.
Doch allen Ernstes: Um wirklich vergleichen zu können vermisse ich und wahrscheinlich auch Ihre fachlichen Leser in Ihren Ausführungen Ihren Jahresholzbedarf nebst Arbeitszeit im eigenen Wald oder Flächenlos. Und natürlich würden wir sehr gerne wissen, welchen Flächenbedarf Sie benötigen, um das Holz mindestens 2 Jahre zu trocknen.
Freundliche Grüße
Ihr Plumber-Tom
Sehr geehrter Plumber-Tom, um das alles nachvollziehen zu können, müßte ich dazu noch meine genaue Hauslage, die Raumgrößen, Details der Heizverteilung und vieles mehr auflisten und das wäre eine Art virtuelle Selbstbloßstellung vor Jedermann.
Einige Ergänzungen kann ich aber machen. Die relativ geringe Heizölmenge hier kommt auch davon, daß die Ölheizung nur noch in den kältesten Wintermonaten zeitweilig MITheizt. Ca. 5-7 Raummeter Brenn-Holz fällt je nach Witterung im Jahr an und das Holz im eigenen Wäldchen und als Selbstwerber zu schlagen, ist zugegebenermaßen körperliche Arbeit, die mir aber Spaß macht. Wer über mehrere eigene Grundstücke verfügt wie ich, hat auch keine Platzprobleme bei der Holztrocknung und Lagerung. Solche Idealbedingungen hat man aber kaum mal in der Großstadt sondern meistens nur auf dem Lande wie hier. Dazu hier auch noch eine sonnige Hauslage in relativ milder Gegend.
Man kann auch in Bayern nicht 2 bauartweise identische Häuser mal an den warmen Mainstrand bei Aschaffenburg und mal im kalten bayerischen Wald droben bei Zwiesel hinstellen und dann erwarten, daß sich die Energieverbrauchswerte nachher ähneln. Dennoch scheren all die Dämm- und Bauvorschriften wie auch die Energiesparwut all dies über einen einzigen Kamm. Das halte ich für weltfremd.
Freundliche Grüße aus Hessen.
Dämmen = Energieersparnis gilt sicher, wenn die Maßnahmen richtig gesetzt sind.
Oftmals sind punktuelle Maßnahmen einer vollständigen Sanierung vorzuziehen, es muss auch an den richtigen Stellen saniert werden. Fälle wie um teures Geld sanierte Fenster, obwohl die meiste Energie beim Dach rausgeht, sind wohl nicht nur in Österreich kein Einzelfall. Mangelhaft sanierte Häuser wie oben angesprochen treten leider auch auf.
Mein Zugang zu dem Thema: Experten zu Rate ziehen, die entsprechendes bauphysikalisches Wissen haben (z.B. über Fachverbände oder Bekannte mit positiven Erfahrungen eruieren). Wichtig: Sanierungsschritte durch entsprechende qualitätssichernde Maßnahmen wie Bestimmung der Gebäudeluftdichtheit oder der gezeigten Methode der Thermografie begleiten, sich über das richtige Wohnverhalten informieren, dann klappt das auch ohne Schimmel.
Natürlich ist das Thema wie oben beschrieben komplex, aber kalt ists halt in meinem Haus. Temperaturen unter 17°C auf Dauer sind nun mal für ältere Menschen und Kleinkinder auf Dauer der Gesundheit nicht zuträglich. Also nicht nur über Kioto und den Klimawandel diskutieren (das ist komplex), sondern die 3 Buchstaben befolgen, die alles sagen: T U N.
arme frierende – armes Deutschland,
nicht nur in Bayern frieren die Bewohner,
Ergänzung zum o.g. Artikel auch kleine Schritte würden helfen.
Es werden immer mehr Gesetze und Richtlinien zur Energieeinsparung / Energiewende durch die Regierung erlassen – diese werden vor Ort weder Umgesetzt noch Überprüft.
Ein Beispiel: in 04.2011 habe ich eine Anfrage an das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration zur Durchführungsverordnung der Energieeinsparverordnung (DVO-EnEV) gesendet. Inhalt der Anfrage war die Dämmung der obersten Geschossdecken in MFH zum genannten Stichtag in der EnEV 2009.
Antwort des Ministeriums unter Az.: 505-05026-24/11
Zitat:
Die Überwachung der Einhaltung der Anforderungen der EnEV obliegt in Niedersachsen den unteren Bauaufsichtsbehörden im Rahmen Ihrer Zuständigkeit.
Nach Weiterleitung der Anfrage an die zuständige unterste Baubehörde, hier Region Hannover, bekam ich leider nur eine Telefonische Aussage
Zitat des Bürgermeisters gekürzt
– machen wir nicht, können wir nicht, wollen wir nicht.
Wozu also die EnEV 2012 wenn die Vorgänger 2002 – 2009 nicht annähernd umgesetzt werden.
Wie sollen die “ehrenhaften” Ziele der Regierung in Sicht auf 2020 oder gar 2050 bei dieser Haushaltspolitik erreicht werden – wenn die Regierung das Geld lieber für Unnütze oder Fragwürdige Finanzierungen ausgibt – siehe z.b. KfW-Bank an die Lehmann – Bank, oder auch Insolvente EU – Staaten die unverschuldet oder verschuldet in Schieflage geraten sind.
Im eigenen Land wird einerseits auf die Bremse getreten und andererseits werden die Ziele sehr hoch angesetzt. Das passt nicht zusammen.
Mit energetischen Grüßen
Tomas Titz Gebäudeenergieberatung
UG (haftungsbeschränkt) i.G.
GF Tomas Titz
zertifizierte Gebäudeenergieberater HWK
Effizienzhaus-Experte – BAFA-dena-KfW
KfW – Energieeffizienzberater – KMU
Vorsitzender GIH – Niedersachsen
[Link und Kontaktdaten entfernt. Siehe Kommentarrichtlinien. VG ADMIN Querulant, quer-Redaktion]
Ihr seid eine undemokratische, kritikunfähige, mit zweierlei Maß
messende Zensur-Mischpoke.
Sachlichkeit einfordern, aber in jeder Sendung mit unsachlicher
Ironie und beißendem Sarkasmus das eigene politkorrekte Weltbild
durchdrücken wollen.
So seht ihr aus ^^
Mir vollkommen klar, dass auch dies nicht veröffentlicht wird.
Ich wollte euch aber sowieso nur den Spiegel vorhalten.
Auch wenn es zweifellos nichts bringt. Man weiß ja, wie ihr
Vögel so tickt: Anmaßend und von der eigenen Erhabenheit
überzeugt, bis zum Platzen.
Man kann hier sehr wohl kritische Punkte ansprechen ohne zensiert zu werden.
Aber es sollte darauf geachtet werden, niemanden zu beleidigen, auch nicht die Quer Redaktion. Auch ich bin nicht immer der Meinung der Redakteure aber muß man sie gleich als Vögel bezeichnen.
Eine Sendung die jedem nur nach dem Munde redet gibt es nicht und wäre auch unglaubwürdig. Auch mir gefallen nicht alle Beiträge von QUER aber das ist völlig normal und akzeptabel. Immerhin rechne ich QUER hoch an, auch Dinge anzugreifen die anderen meistens zu “heiß” oder zu “provinziell” sind. Es kommen auch hier immer wieder fair “Kontras” zur Veröffentlichung. Insofern empfinde ich die Kritik hier von Sendlinger_Mordweihnacht als übertrieben und unzutreffend.
1. Ich möchte endlich einmal ein Gebäude/Bauteil sehen, bei dem nach dem Dämmen Schimmel aufgetreten ist. Bisland ist meine Suche ergebnislos!
2. Dämmen ist nicht nur Außendämmung auf die Wand kleben (lassen). Die Dämmung beispielsweise der oberen Geschoßdecke (falls vorhanden) amortisiert sich in einem Zeitraum von unter 3 Jahren.
3. je besser das Haus gedämmt ist, desto höher das Wohlbefinden (deshalb haben wohl auch die Tiere ein Fell und die Walrosse eine Fettschicht)
4. an die Holzheizungs-Fraktion: wenn die Deutschen in Gänze ihre Heizenergie (beim jetzigen Bedarf) durch Holz decken würden – wäre Deutschland in kürzester Zeit baumlos!
5. in England gibt es den Begriff “poverty energy” (arm durch Energiekosten). Auch in Deutschland geht es in diese Richtung. Mir sind einige Fälle bekannt, bei denen Hausbesitzer 2 Monatseinkommen pro Jahr für Energiekosten ausgeben (da schlagen auch die unseligen 3,8 ct/kWh Mehrkosten/Strom für die PV-Anlagen zu Buche.
Mal wieder das Dämmthema, dem sich die ÖR als Meinungsvollstrecker der Politik verschrieben haben, um sich selbst ein bisschen Greenwashing zu verpassen.
Nicht nur, dass ganze Stadtteile hinter den glattgelutschten Dämmfassaden optisch gleichgeschaltet werden, denn sind wir mal ehrlich: es werden doch fast immer die Einfachst-Lösungen favorisiert, also 20cm Dämmplatten außen aufgetackert, einfache weiße Kunststoffenster, ein irgendwie pastellartig-fleischfarbener Putz aufbebracht, fertig.
Zudem wird noch immer wieder die Mär von der großen Ersparnis angeführt, die schlicht und einfach – insbesonedere im Mietshaus – nicht gegeben ist. In der Regel wird die Miete nach der “Wärmesanierung” (auch bei der Einfachst-Lösung) so stark steigen, dass dies durch die Einspareffekte nicht zu kompensieren ist. Dieser Sachverhalt ist höchstrichterlich abgenickt worden – der Mieter ist der Dumme. Bei Eigenheimbesitzern mag das eine andere Sache sein.
Fazit: man emittiert zwar weniger Energie und kann sich ein grünes Papperl auf die Stirn kleben, Geld spart man aber in den allermeisten Fällen nicht. Schade für die liebe Omi aus dem Beitrag, die sich nach einer energetischen Sanierung wohl nach einer neuen Bleibe wird umsehen müssen.
Vielleicht sollten die im Beitrag gezeigten Personen sich einmal mit ihren Rechten und Pflichten als Mieter auseinandersetzen: zugige Fenster beim Vermieter reklamieren, die Einrichtung darauf untersuchen, ob nicht Möbelstücke die Heizkörper verdecken und ob die Heizkörper überhaupt ausreichend dimensioniert und sauber sind usw.
Wenn die Wasserrohre einfrieren und nix mehr geht: Miete kürzen.
Aber nein… heute will man es ja einfach haben und lieber nicht mehr selbst nachdenken und sich mit den ganzen Details auseinandersetzen. Eine Fassadendämmung wird’s schon richten, gell?
In GB gibt es den Begriff “Energy poverty” (arm durch Heizkosten). Wir haben Hausbesitzer beraten, die inzwischen 2 volle Monatsgehälter für Energiekosten (Heizung und Strom) ausgeben müssen. Ich hatte persönlich vor kurzem ein kleines Appartement (in einem Niedrigstenergiehaus) zu vermieten (flat-Miete “all inclusive”) – nach 2 Tagen hatte ich 20 Anfragen. Leute flehten mich an, ihnen das Appartement zu vermieten (Originalton: ich muss für mein jetziges Zimmer 500,- € Stromkosten – Nachtspeicherheizung!! – nachzahlen).
Das dumme Gerede von “Dämmung rechnet sich nicht” ist unerträglich! Die Heizölkosten sind in 40 Jahren um den Faktor 18 gestiegen (allein in den letzten beiden Jahren um fast 20%). Und Dämmung eines Hauses funktioniert (vorausgesetzt, sie ist fachgerecht angebracht) “lebenslang”! Also auch dann, wenn wir nur noch Öl aus Ölschiefern/Ölsänden zu exorbitant hohen Kosten verbrennen können (die Umwelt kümmert eh’ keinen …).
Man muss nicht dämmen – kein Problem.
Dann sollte man aber auch nicht über Kosten, Schimmel usw. jammern!!!
Alle, die jetzt gegen Dämmung (und sonstige Effizienzmaßnahmen) wettern – sind die wirklich Dummen. Denn sie kommen zuletzt. Aber irgendwann kommen auch die (zum Dämm-Fachbetrieb). Aber: Einsicht dauert manchmal ein bischen länger. Bei manchen klappt das nie!
Ein wichtiger Beitrag in der kalten Jahreszeit zeigt unseren wetterresistenten Thermografieexperten Michael Pils in Aktion!
Vor diesem Problem der hohen Heizkosten stehen nicht nur viele Deutsche im reichen Bayern, sondern auch viele Österreicher.
Die Aufforderung an die Politik, für Wärmedämmmaßnahmen mehr Förderungen bereitzustellen, gilt für den gesamten zentraleuropäischen Raum.