2011
Jul
13
avatar ADMIN Querulant

Ein Drittel seiner Einwohner hat Nordhalben bei Kronach in den letzten Jahrzehnten verloren. Häuser stehen leer, die Bahnstrecke ist stillgelegt. Ein Ort wie viele in Oberfranken? Nein, denn die Nordhalbener haben beschlossen, nicht mehr zu jammern, sondern anzupacken. Schon vor einigen Jahren machten sie auf sich aufmerksam, indem sie von Bayern ins subventionierte Thüringen überwechseln wollten. Nun sanieren sie ihre Häuser selbst, gründen einen Dorfladen oder planen eine Hackschnitzelanlage zur autonomen Energiegewinnung. Denn auf die Politik aus dem fernen München wollen sich die aufmüpfigen Franken schon lange nicht mehr verlassen.

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1 Kommentar zu „Entvölkerung: Franken-Gemeinde trotzt dem Niedergang“

  1. avatar HessischerQUERfan sagt:

    Die Sendung bringt gut das Problem, daß auf einer Landesseite, akso hier in Bayern, bei denselben Problemen wie jenseits in Thüringen, keine Fördermittel vom Land kommen. Eine echte Benachteiligung der betroffenen Gebiete in den “alten” Bundesländern. Vieles in den Initiativen klingt ganz gut was die da vor Ort im Frankenwald vorhaben. Nur etwas wird sich da wohl beissen. Nämlich ziemlich am Ende des Beitrags die Bemerkung, man wolle dort Windräder bauen weil man mit den Einnahmen Mittel für die Infrastruktur und Tourismus brauchen würde. Nüchtern gesehen, machen Touristen in solch abgelegenen Gegenden nur Urlaub, wenn sie da eine “intakte Natur und schöne Landschaft” vorfinden. Sonst hat man dort ja nichts wirklich zum Anbieten. Macht man aber gerade jenes einzige “Pfund” der intakten Landschaft mit Windrädern kaputt, kann man sich Touristen abschminken. Genau solches hat man z.B. etwas südöstlicher im Bayrischen Wald beachtet und profitiert davon. Zudem gehen auch Windparks Pleite! So z.B. gar nicht so weit weg vom hier vorgestellten Ort in der Kronacher Frankenwaldecke ging der Windpark “Himmelreich” konkurs und das auf 600m Höhe und mehr Wind als in vielen anderen gegenden Deutschlands….

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