2011
Nov
30
avatar ADMIN Querulant

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Seit einem Jahr findet ein Hausbesitzer in Stadtbergen bei Augsburg keine Ruhe mehr. Ein Buntspecht hämmert Löcher in die Hausfassade. Der Grund: Die frisch installierten Dämmplatten aus Styropor haben es dem Vogel angetan. Sie klingen für ihn wie morsches Holz, deswegen vermutet er darin Nahrung. Einmal durchlöchert, erweisen sich die Platten aber auch als toller Nistplatz. Der Hausbesitzer ist verzweifelt.

Nachtrag: Falls Sie selbst ein solches Specht-Problem haben, hier ein Tipp vom Vogelkenner Karl Büchl aus Oberstaufen: gasgefüllte Luftballons vertreiben seiner Erfahrung nach Vögel zuverlässig. Sie können sich auch direkt mit Fragen an ihn wenden unter der Telefonnummer 09402 / 504 23 84.

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15 Kommentare zu „Attacke auf Energie-Wände: Buntspecht löchert Wohnhaus“

  1. avatar Satiere sagt:

    Wann wird endlich den Lobbiesten das Handwerk gelegt? Die Industrie verdient sich eine goldene Nase. Wer denkt an die Entsorgung des Giftmülls?
    Die Angaben zur Energieeinsparung, mit der geworben wird, stammt aus Phantasia!
    Was passiert mit den Fungizieten , die in das Grundwasser kommen?

  2. avatar Lothar Olly Volz sagt:

    Bitte tut dem kleinen Specht nichts Böses.

    Einem Specht ist es angeboren, zu hämmern. Genauso ist einem Biber das Bäumeannagen angeboren und dem Wolf das Tierejagen. Und ein Haifisch wird nie sein Opfer erwürgen, er hat nur scharfe Zähne.

    Wenn ein Specht in einer Hausfassade hämmert, dann hat das einen anderen Grund!

  3. avatar Bob der Hausmeister sagt:

    Hallo,

    wenn Sie in dem Beitrag schon eine Expertin zu Wort kommen lassen, hätte ich mich sehr gefreut, wenn Sie auch erzählt hätte, was denn gegen solche Löcher / den Specht hilft.
    Muß der Putz so glatt sein, daß sich der Zerstörer nicht mehr festhalten kann.
    Oder muß statt Styropor unter dem Putz was anderes verbaut werden, damit es sich nicht nach holem Baum anhört.

    Ansonsten seit Ihr wie immer Spitze !

    • Hier ein Tipp vom Vogelkenner Karl Büchl aus Oberstaufen: gasgefüllte Luftballons vertreiben seiner Erfahrung nach Vögel zuverlässig. Sie können sich auch direkt mit Fragen an ihn wenden unter der Telefonnummer 09402 / 504 23 84.

      Viele Grüße

      ADMIN Querulant, quer-Redaktion

    • avatar Gudula sagt:

      Wenn Kork- oder Holzweichfaserplatten statt Styropor verwendet werden hat man diese Probleme nicht. Zudem hat man den Vorteil das diese natürlichen Materialien diffussionsoffen sind und dadurch für ein besseres “Hausklima” sorgen. Es sind außerdem nachhaltige Naturdämmstoffe, die Co2 neutral, auch besser für unsere Umwelt sind. Kein Sondermüll am Ende ihres Lebenszyklus und und und

  4. avatar ronzilein sagt:

    kein Wunder, geht der Specht an die Häuser, wenn alle Bäume rund um die Anlage gefällt wurden.
    Bei uns haben die Nachbarn alle Bäume gefällt, weil sie dann kein Laub mehr wegmachen müssen.

  5. avatar Lauffeuer sagt:

    Der Specht ist ja nur ein “Zerstörer”. So langsam sieht man auch, dass solche Fassaden plötzlich voller Algen sind.
    Also, ich möchte nicht in solch einer Thermoskanne wohnen.

  6. avatar Bob der Hausmeister sagt:

    Hallo Gudula,

    sind sie Fachmann auf dem Gebiet, oder haben das in einer Fachzeitschrift gelesen ?
    Würde mich interessieren, wo ich das nachlesen kann.

    Grüße
    Bob

  7. avatar küstenmisty sagt:

    In Dittsche’s Imbiss ist man sich einig, die Löcher mit Leberkässemmeln, Noernburgern und gemischte Salode verfüllen und leicht mit Obazda’m überputzen. Das hält garantiert für ein weiteres Jahr.

  8. avatar Gudula sagt:

    Hallo Bob,
    Ich arbeite in einem baubiologischen Naturbaustoffhandel und wir und auch Händlerkollegen (Naturbaustoff Händlerverbund ÖkoPlus) in ganz Deutschland haben diese Variante von Wärmedämm- Verbundsystemen vielfach verbaut. Ich weiß von keinem “Spechtfall”. Diese WDS-Systeme klingen nicht hol, also vermutet der Specht keine Nahrungsquelle, so einfach ist das.

    Grüße
    Gudula

  9. avatar Sabine Schmidt sagt:

    Ich habe von solchen Problemen schon öfter gehört. Es mag sein, dass es nervig ist und auch Schaden verursacht, aber ich muss mich meinem Vorredner Lothar anschließen: Tut dem kleinen Specht nichts Böses!
    Abgesehen davon, dass die Fassade neu gemacht werden muss, fällt mir eine simplere Lösung des Problems ein: Ein Vogel- oder Nisthaus! Die gibt es ja zuhauf zu kaufen. Dort kann sich der Kleine einnisten und man tut auch noch etwas Gutes.
    Ich habe mir vor einem Monat auch einen Nistkasten bei Vogelhaus Experte gekauft. Die sind schick, recht günstig und ich tue etwas Gutes, eben weil so viele Bäume gefällt werden und die kleinen Flieger nicht mehr wissen wohin.

    Viele Grüße
    Sabine

  10. avatar Konrad Fischer sagt:

    Wenn hier Werbung für alternative Dämmstoffe gemacht wird, sollte aber nicht vergessen werden:

    # Sie sind wesentlich teurer als Polystyrol. Eben deswegen führen sie ebenso zur Unwirtschaftlichkeit als unbillige Härte – und begründen die Befreiung von der EnEV (was nicht alle Planer ihren Bauherren verraten, warum wohl?).
    # Sie nässen ebenso auf, da ja alle Dämmstoffe mangels Speicherfähigkeit jede Nacht über Stunden weit unter den Taupunkt runterkühlen und dann Kondensat aufsaugen. Und daher die Algen und der Schimmel und deswegen all die Pestizide (Fungizide und Algizide) darin und/oder darauf, die dann aber aus der Fassade ausgewaschen werden und Vorgarten und Gewässer verpesten.
    # Sie bieten ebenso wie Polystyrol keine längerfristig dauerhafte Fassade (wie das verputzte oder verfugte Mauerwerk) – woraus dann ständig Instandhaltungskosten erwachsen. Diese fressen dann die – sowieso nur auf dem Papier stehenden – Einsparungen ganz sicher auf. Auch das wird im Planungs- und Werbegespräch meist nicht aufgeklärt.

    Wenn wir das alles zusamen nehmen, gibt es keine billigere Maßnahme, um dem Specht neue, schnell begrünte Nisthöhlen darzubieten, als Poly /Styro. Und auch Madenbefall hat man darin schon vorgefunden. Guten Appetit!

    Konrad Fischer
    seit 1979 Mitglied im Bund Naturschutz
    Hochstadt am Main

  11. avatar Gudula sagt:

    Schade das ausgerechnet ein Mitglied des Bund Naturschutz keinen Sinn für Natur hat. Billiger ist Polystyrol nur, weil die Folgekosten für die Umwelt (machen Sie einmal aus Erdöl ein Polystyrol und Sie wissen wieviel Energie benötigt wird und wieviel giftige Abfallprodukte daneben entstehen) ebensowenig werden die Entsorgungskosten (Sondermüll) berücksichtigt.
    Naturdämmstoffe können im Gegensatz zu synthetisch hergestellten Dämmstoffen mit Feuchtigkeit umgehen. Sie nehmen sie auf und geben sie gerne wieder ab. Vorraussetzung sind diffussionsoffene Konstruktionen, wie sie in der baubiologischen Bauweise normal sind.
    Die Bauschadensanfälligkeit bei Naturdämmstoffen ist um ein Vielfaches geringer als bei Polystyrol, Mineralfasern, Steinwolle und Co. Wenn Sie Ihre Außenwände betrachten wie eine Haut, die eine Membranfunktion erfüllen soll, dann haben Sie keine Probleme mit Algen, Schimmel und der gleichen, denn die Wände werden nicht feucht bleiben sondern immer wieder austrocknen.
    Noch anzumerken bleibt das, wo Natur drauf steht, nicht immer Natur drin ist. Leider ist man als Verbraucher gefragt sich sehr genau zu informieren und seinen Menschenverstand zu benützen.
    (Institut für Baubiologie Neubeuern, Umweltbundesamt- Nachwachsende Rohstoffe, )

    • avatar Konrad Fischer sagt:

      Mein Sinn für Natur, den ich durchaus als Naturliebe brandmarken will, hat auch meine Liebe zur Naturwissenschaft befruchtet.

      Und deswegen weiß ich, in welchem Verhältnis der kapillare Feuchtetransport in Baustoffen zum Feuchtetransport durch Diffusion steht: 1000:1. Was dann natürlicherweise bedeutet, daß all die zerhäckselten und zerschnitztelten und geschütteten und zerfaserten und versponnenen “Natur”-Dämmstoffe ihre mangels Speicherfähigkeit diffusiv einkondensierte Feuchte als flüssige Nässe vereinnahmen, die dann mangels Kapillarität nur äußerst schwer wieder entweichen kann.

      Nicht ohne Grund schmeißt die Industrie deswegen gerne hochgiftiges Natriumtetraborat/Borsäure in die Naturflocken und -fasern rein, das deren mikrobiellen Befall, das Schimmeln und Rotten und Läusebefall behindern soll.

      Nachdem ich selber extrem stinkende Holzweichfaserplatten aus Fassadendämmschichten ausgepackt habe und außerdem aus Herstellerszene weiß, wie sonstige Faserdämmstoffe auffeuchten und rotten, kenne ich das Naturdämmbiotop zielmlich gut. Das ist natürlich äußerst Bio, denn die Mikroorganismen und auch Motten, Ratten, Marder und Mäuse leben darin prächtig.

      Um uns Menschen und unseren Geldbeutel ist’s ja net so schad, wie es die moderne Ökoideologie immer wieder betont …

  12. avatar Matthias,49 sagt:

    Wir haben im Jahr 2006 unsere Wetterseite mit Capatect-Platten verkleben lassen und bis heute ist kein Wetterschaden zu sehen.
    Biologische Platten – schön und gut,aber welcher durchschnittliche Hausbesitzer (mittlerer Angestellter im öffentlichen Dienst) kann sich so etwas leisten und dazu an einem historischen Altbau?

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