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Pete Doherty's Spontangig


Kommentare
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Das Beste an seinem Auftritt war, wie Fiva ihn von der Bühne komplimentiert hat: FIVA ist der wahre Star!
#1 Pter am 29.11.2009 01:59 (Antwort)
Erstmöglicher Zeitpunkt stimmt ja wohl nicht ganz. Er hat danach ja noch etliche Lieder "performt" ... Ich hoffe er hat dafür keine gage bekommen
#1.1 Rao am 29.11.2009 11:10 (Antwort)
perlen vor die säue, kann man da nur sagen.
#2 Anonym am 29.11.2009 02:00 (Antwort)
Guten Abend,

kann man den Doherty-Gig irgendwo als mp3 oder Videodatei downloaden? Muss ja nicht mit Deutschlandlied sein...
#3 Peter Pan am 29.11.2009 02:40 (Antwort)
grauenhaft, diese deutschen gutmenschen in ihrer reflexartigen entrüstung!
einfach zu blöd in der birne, um zu merken, daß es NUR darum ging, eben genau DIESE reaktion zu provozieren.
... aber hauptsache politisch korrekt.
#4 mike am 29.11.2009 04:55 (Antwort)
Was willst von BR erwarten?
Die bayerische Gutmenschen Zentrale!
#4.1 Oli am 01.12.2009 11:18 (Antwort)
the finest moment was when pete tried to throw his mic at Fiva as she got him the fuck off the stage, the cable caught on the mic stand causing the microphone to swing back and knock him in the bollocks.

his coked out of it posse looked like some real scumbags.

musically it was probably one of the most pathetic things ive ever seen.

Fiva looked lovely.
#5 Diarmuid O'Flaherty am 29.11.2009 08:49 (Antwort)
"reagierte teilweise mit Buhruhfen"

das habe ich am Stream extremer erlebt. Die Leute waren zu Recht ziemlich aufgebracht.
#6 Live Stream am 29.11.2009 09:48 (Antwort)
is doch a schmarrn gewesen den auszubuhen!! mei, mei! wems net gefällt, der kann ja gehen!
#7 Anonym am 29.11.2009 10:23 (Antwort)
find ich auch, spricht ned unbedingt für ein tolerantes und offenes Publikum. Gerade bei so einem Festival sollte ich doch a bisserl offen für Überraschungen sein. Aber es muss halt alles genau nach dem Fahrplan laufen, kein Platz mehr für Rock`n Roll. Schade, beim nächsten mal werden die Leute schon buhen wenn`s mit 5 Minuten verspätung losgeht.
#7.1 Anonym am 29.11.2009 11:54 (Antwort)
http://www.muenchenblogger.de/muenchen-rockt/spontanauftritt-beim-on3-festival-br-zieht-pete-doherty-von-der-buehne

"Und so endete, das als Highlight gedachte Geheimkonzert, in einem ziemlichen Desaster. Peter Doherty ist die Schuld daran (bis auf dem Deutschland-Lied) nicht zuzuschreiben. Doherty, dem zuvor schon als Überraschungsgast im Atomic Café aufgewartet worden war, zeigte sich musikalisch gewohnt virtuos (und in sichtlich berauschtem Zustand)."

Ganz peinliche Nummer, liebe Kettcar-Fans!
Der Höhepunkt des Abends, ausgepfiffen von Spießern.
#8 Anonym am 29.11.2009 11:52 (Antwort)
hey es hätte jeder raus gehen können dem das nicht gepasst hat- jeder wusste was danach ja noch kam... aber die reaktion vom puplikum im allgemeinen- na tolerant ist mal was ganz anderes
#9 Anonym am 29.11.2009 11:54 (Antwort)
Es gab sicherlich auch kettkar Fans, die gebuht haben, der Rest der Fans hat aber nur wegen der Provokation mit der nationalhyme gebuht! Und diese Aktion von doherty ist weder klug noch cool, halt eher saudumm, wie es von ihm zu erwarten war, sein auftritt war ganz nett, aber auch nicht überragend- lag aber an seinem angeschlagenen Zustand.
#9.1 Anonym am 29.11.2009 13:58 (Antwort)
Nö, wenn man eigentlich Kettcar hören will, ist es ärgerlich, wenn der Auftritt durch einen betrunkenen, talentfreien und arroganten Typen wie Pete Doherty verzögert wird. Da ist Ausbuhen genau die richtige Reaktion. Und nein, die erste Strophe des Deutschland-Liedes zu singen ist weder provokant noch cool, sondern einfach nur saudumm. Das hat nix mit Gutmenschentum zu tun.
#10 Laura am 29.11.2009 12:02 (Antwort)
Liebe Freunde der gepflegten Musik und der spontanen Organisation,

wer Doherty auf die Bühne bringt, muss wissen, auf was er sich einlässt. Der Mann hat schließlich einen Ruf zu verlieren. Und ist kein "Dummkopf", das sagt er nicht nur Doherty über Doherty, das beweisen seine Texte und seine Musik. Da er nun mal im öffentlich-rechtlichen Rundfunkgebäude ist, macht er auf Polit-Provokation. Rühmen kann man sich als Veranstalter eines solchen Auftritts nicht mehr, rückgängig machen sowieso nicht, also sollte man ihn wenigstens ausspielen lassen. Denn noch zwei, drei Songs vom Kaliber von „Fuck Forever“ – er hätte seinem Publikum mit seinem Charisma und seiner Musikgenialiät, was ja vor allem dazu beiträgt, dass er trotz rüpelhaften Verhaltens fast schon zum lebenden Mythos geworden ist, einen unvergesslichen Auftritt beschert. Unvergesslich wegen Spiel und Gesang, denn unvergesslich bleibt er sowieso, dieser Auftritt. Leider aber wegen merkwürdigen Verhaltens auf beiden Seiten, Künstler und Veranstalter.
#11 missdolly am 29.11.2009 12:21 (Antwort)
Also ich kannte beide Doherty und Kettcar nur vom Hörensagen. Klar die 1. Strophe vom Deutschlandlied war provokant und doof, aber was er danach abgeliefert hat war musikalisch um Längen besser als was die Langweiler von Kettcar abgeliefert haben. Wer das nicht geschnallt hat ist entweder ignorant oder ha es mit den Ohren.

Vom Gefühl her, gab es zwei ziemlich lautstarke Anti-Doherty-Zentren im Publikum, die mit Feuerzeugwürfen, Buhrufen und Fuckfingern den begeisterten oder zumindest interessierten Rest übertönt haben.

Als Kettcar angefangen hat bin ich nach 3Minuten raus und ins Studio 3 (Belfast FM) als die fertig waren, war Kettcar immer noch zu Gange. Scheinbar das gleiche lahme Lied nur andere Beleuchtung. ;-)
#12 bert am 29.11.2009 13:38 (Antwort)
Da kommt mal einer, der es wirklich kann und dann kann ein extrem intoleranter Publikumsanteil, der anscheinend ganz vergessen oder nie verstanden hat, was Rockmusik wirklich heißt, nur ein jämmerliches Buh-Konzert veranstalten. Die gleichen Kulturverwaltungsbeamten hätten wahrscheinlich auch einen spontanen Mick Jagger oder Jack White von der Bühne gemobbt, weil sie nicht in den säuberlichen Festivalstundenplan gepasst hätten. Armes Deutschland! Pete hatte mit seinem ironischen Deutschlandliedvortrag also die richtige Vorahnung. Ich habe mich wieder mal geschämt, ein Deutscher zu sein!
#13 Freigeist am 29.11.2009 13:42 (Antwort)
Ich war total schockiert von der Intoleranz großer Teile des Publikums bei einem Festival das, dache ich, nicht dem Mainstream hinter rennt! Ein "Buh" an alle beleidigten "Wir wollen Kettcar weil das jetzt so im Programm steht" -Rufer. Doherty steht allein auf der Bühne und füllt den Saal nur mit einer Gitarre und seiner Stimme, wie Klasse hätte das werden können mit einem anderen Publikum.
Danke an die On3 Veranstalter für den bewiesenen Mut, hoffe das dafür nicht jemand seinen Stuhl räumen muß....
#14 listener am 29.11.2009 13:54 (Antwort)
Naja, also so schlimm wars ja nun mal auch wieder nicht mit Pete Doherty. Wenn solch ein Künstler wie er auftritt, dann weiß man doch schon so ungefähr was einen erwartet. Er weiß halt wie das Musikgeschäft läuft und er macht halt sein eigenes Ding, dafür respektiere ich ihm. ja was meint ihr den, wenn Pete Doherty auf die bühne kommt das dan friede, freude, eierkuchen veranstaltet wird oder was??? Solch ein Pete Doherty ist mir lieber, als wie bei uns eine Heidi Klum die sich mit Burger zustopft...
#15 Tom am 29.11.2009 13:59 (Antwort)
Da haben einige Ihre hässlichste Fratze gezeigt! Ich bin sicher kein ausgewiesener Doherty-Fan, aber das Schauspiel gestern Abend war erbärmlich und beschämend. An vorderster Front die Kettcar-Fans, die offensichtlich mit der für sie fremdartigen Situation/Person total überfordert waren. Reflexartige Reaktion: Zerstören! Die Lust in den Gesichtern der Gruppe hinter mir, daran, dieses für sie nicht Nachvollziehbare, versteckt in der Masse, feixend und lustvoll fertig zu machen, war ekelhaft und erschreckend zugleich. Und gibt Einblicke in die Psychologie, die hinter einigen düsteren Kapiteln Deutscher Geschichte steht.

Und als Krönung dann diese "Fiva", die dem johlenden Mob durch den respektlosen Abbruch des Auftritts auch noch vermeintlich Recht gegeben hat. Diese Leute waren bei weitem in der Unterzahl, die allermeisten im Saal wollten den Auftritt sehen! Das war ganz, ganz schwach, Nina Sonnenberg! Ist das die Toleranz Deiner Rap-Welt?

Es war sowieso von Anfang an unverständlich, warum ein in Charts und Mainstrem-Radio hocherfolgreicher Act wie Kettcar in ein Format wie das on3-Festival gebucht werden konnte. Das zieht nunmal teilweise Publikum an, das mit dem Großteil des restlichen Line-Ups wenig anfangen kann und es kommt zu solchen Situationen wie gestern Abend. Bei denen es dann nur Verlierer gibt.

Die Resonanz auf die beiden Auftritte hat ein übriges gezeigt: War beim Auftritt von Pete Doherty das Studio 1 auch gegen Ende noch proppenvoll, war der Saal bei Kettcar zu einem guten Viertel leer.

Ich finde, hier gibt es Klärungs- und vor allem Entschuldigungs-Bedarf!
#16 Heiko am 29.11.2009 14:20 (Antwort)
Wie singt eine Band nochmal? "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint"?
Irgendwie lief das Ganze Doherty-thing von Anfang ein wenig schief. "Beim Glühwein trinken getroffen" war ja eher peinlich. Dann die Blumenübergabe... man musste nur das Gesicht vom Pete ansehen, um zu sehen als er dachte "hoppla, wo bin ich hier denn jetzt gelandet."
Aber mei, es war bis auf das Singen des besagten Liedes amüsant anzusehen, von Zuhause zugegebenermaßen, wie er das Publikum provoziert und umgekehrt. Die Reaktion auf das Singen der verbotenen Strophe halte ich für richtig. Sowas muss/darf einfach nicht sein. Kann er in England machen, aber nicht hier in München. Die Reaktion hat nichts mit Gutmenschentum zu tun. Meinungsfreiheit! Wie hat sich Pete D. dann eigentlich später "backstage" benommen? More details please. ;-)

In diesem Sinne, thank you for the (almost complete) Gaudi.
#17 s. Doherty am 29.11.2009 14:23 (Antwort)
Ich fand es GROß...wenn ein Musiker dieses Kalibers einfach spontan auf einem Festival vorbeischaut, sich die Gitarre greift und Musik macht, dann los - AB AUF DIE BÜHNE mit ihm!
Wer bitte wollte diesen Kerl nicht immer schon mal live sehen... und liebe Kettcar-Banausen: was bitte sollte das Ausbuhen. Das on3Festival ist keine Kettcar-Veranstaltung, sondern ein Event für MEnschen mit offenen Ohren.

Freut euch und seit Dankbar...
GROßes LOB AN ON3!!!
#18 Vroni am 29.11.2009 14:37 (Antwort)
Kann man den Doherty-Gig irgendwo als mp3 oder Videodatei downloaden? Muss ja nicht mit Deutschlandlied sein, ist mir aber eigentlich völlig egal.

Kann man oder kann man nicht? Wenn ja, wo?
#19 Peter Pan am 29.11.2009 15:04 (Antwort)
Also ich hatte den Eindruck, dass die Buh-Rufe gingen erst zum Deutschlandlied los gingen, und das zurecht. Wer buht, weil Kettcar später kommen, dem gehört's nicht anders, soviel Toleranz muss sein. Und er war am Anfang seines Auftritts wirklich nicht top, wobei man ihm auch zugestehen muss, dass wohl nicht jeder in dem Zustand noch so singen und spielen kann - ein Plektron verlieren geht ja, kommen ja gleich zwei Leute an und bringen einem ein neues - sehr witzige Situation. Und man muss wirklich zugeben, dass er sich gesteigert hat und wenn nach Fuck Foerever noch ein bißchen was gekommen wär, wäre es wohl nicht als Fiasko, sondern als angenehme Überraschung im Kopf geblieben; mal abgesehen von den Balletttänzerinnen vielleicht, die gingen ja gar nicht.

Wer war eigentlich diese Glühwein-am-Marienplatz Frau Ackermann (?) mit den Rosen, die ihn auf die Bühne gebracht hat?

Kann eigentlich jemand was zu seinem Auftritt im Atomic Cafe sagen? Hab nur dieses eine Video hier gefunden http://www.youtube.com/watch?v=UPiDZVLP-go

Zu dem Auftritt am on3 Festval gibt's bisher zwei http://www.youtube.com/results?uploaded=d&search_query=pete+doherty&search_type=videos und http://www.youtube.com/watch?v=UtXBATT6yl0

Schon witzig, dass der Rest vom Festival (fast) gar nicht kommentiert wird und sich hier die Meinungen überschlagen. :-)
#20 Sandra am 29.11.2009 15:31 (Antwort)
ganz guter Artikel noch hier:
http://www.mucbook.de/2009/11/29/das-festival-und-die-pfeifen/
#21 Anonym am 29.11.2009 15:57 (Antwort)
Das Wort "Überbewertet" wurde doch für Doherty erschaffen! Der Auftritt war ein Witz!
#22 Petrusisazeiler am 29.11.2009 18:44 (Antwort)
N'abend,

ich oute mich mal als "Pfeifer" - und bin wahrlich kein Kettcar-Fan - wie wohl auch viele andere der Pfeifer und Buh-Rufer.

Der Grund fürs Pfeifen: Junge, Junge, war der Herr Doherty (musikalisch) schwach. Wer will denn bitte 2009 noch eine lahme Version von "I heart it through the grapevine" hören. Unterirdisch mit wenigen Hilights wie Fuck forever...

Grüße
Jg
#23 jackengott am 29.11.2009 22:24 (Antwort)
Liebe Leute,
1. Hört auf das Puplikum für alles Verantwortlich zu machen, das ist Quatsch

2. Hört auf Euch in Klischees zu suhlen. Kettcar-Fans sind nicht per se langeweilige Schmuse Spießer, Pete Doherty ist auch nicht per se immer der "nie verstandene Indie-Prophet", die Münchner an sich sind auch nicht sind auch nicht per se konservativ und ertragen den Herrn Doherty nicht...

3. Wer unangekündigt auf fremden Parties erscheint muss sich eben benehmen und damit rechnen dass dieses Verhalten nicht allen gleich gefällt. Pete war sehr arrogant, betrunken und benahm sich daneben.



Insgesamt wurde mir an dem Abend einiges zu viel an Klischee-Nostalgie geboten.
Markus Wiebusch (Kettcar):"Ich wusste das dieser Song hier besonders ankommt" (nach dem Lied "Money left to burn") Bitte! Nicht alle in München haben das Geld so locker. Solche Vorurteile braucht keiner.

Dass Pete dann auch noch das Deutschlandlied anstimmt passt genauso in dieses Denken. Assoziation: Deutsche --> Nazis! ...ach ich hab es echt satt!

Schaltet alle mal Euer Gehirn ein bevor ihr weiter mit Klischees um Euch werft. Hier in diesem Kommentarbereich und auch sonst so im Alltag.

so das wars.

Hape
#24 Hape am 29.11.2009 22:46 (Antwort)
bei musikalischen darbietungen auf bühnen steht es jedem frei zu klatschen -wie meinereiner- oder zu pfeifen.
beim recht auf freie unmutsbezeugung = meinungsfreiheit sollte die berühmtheit oder besoffenheit des künstlers keine rolle spielen.
dafür jetzt hier buhrufer mit dem argument anzugreifen, dass sich das ab einer gewissen berühmtheit des künstlers nicht ziemt, ist selbst ein wenig miefig.
letztendlich hätten ja auch mehr johlen können.
stand jedem frei!
#25 grabowski3001 am 29.11.2009 23:21 (Antwort)
Servus,

warum lässt man so nen kranken Arsch überhaupt auf die Bühne? Da sollten sich die Verantwortlichen doch mal fragen ob´s noch alle Tassen im Schrank ham... tzzz..
#26 grossfunkmeister am 30.11.2009 01:26 (Antwort)
schon erschreckend, wie leicht sich der junge deutsche hochmoderne gutmensch - oft wollmütze tragend - manipulieren lässt. da genügt ein vergnüglich ironisches "deutschland über alles" und schon bricht die ach-so-entrüstete schaar der hirngewaschenen neospießbürger in herdenhaftes gegrunze aus.
einfach nur ekelhaft!
#27 mike am 30.11.2009 02:12 (Antwort)
Die Antworten von mike und Freigeist haben mir am besten gefallen.

Zum Beispiel die mobbenden "Kulturverwaltungsbeamten" - glänzend analysiert von Freigeist! Und "diese deutschen gutmenschen in ihrer reflexartigen entrüstung! einfach zu blöd in der birne" - bestens durchschaut von mike!

Im Hintergrund diese verschrobene, verlogene und hinterhältige Situation um das reduzierte Deutschlandlied!

#27.1 micha vRhein am 30.11.2009 10:27 (Antwort)
Anmerkung der Redaktion: der angefügte Link wurde entfernt.
#27.1.1 Otto am 30.11.2009 15:41 (Antwort)
Ein paar geordenete Gedanken hab auch ich mir gemacht.

http://www.facebook.com/topic.php?topic=12177&post=61226&uid=111585538643#post61226
#28 Tom (Homepage) am 30.11.2009 08:39 (Antwort)
ABER HALLO,
es war ein Musikfestival
es geht um Musik
egal welcher NAME zu der Musik steht
wenn es mir nicht passt gehe ich halt in´s nächste Studio
DAS ist DOCH das was DIESES Festival ausmacht < ODER > ??
ALSO bitte locker bleiben !!
#29 da__b am 30.11.2009 08:56 (Antwort)
So, ich möchte nun auch kurz was dazu sagen: Ich finde es empörend einen Musiker nur aufgrund dieses Liedes von der Bühne zu schmeißen. Dieses Lied hat nichts mit den Nazis zu tun, es wurde zwar von ihnen missbraucht, aber das gilt für sovieles. Das Hakenkreuz war ein Symbol einer alten Aztekenkultur und ist in all ihren Tempeln zu finden, sprengen wir deshalb alle diese Tempel in die Luft?

Das Deutschland lied wurde knappe 100 Jahre vor der NSzeit gedichtet, und in der ersten Strophe geht es darum das Deutschland alle Grenzen überwunden hat und als Einheit jeder Gefahr gegenüber steht. Darum geht es, und um nichts anderes. Und nur weil irgendein Typ mal auf die Idee kam den Text für seine Zwecke zu entfremden ist das kein Grund unsere Hymne zu zensieren. Ich werde weiter die volle Hymne singen, und ich danke jedem der das unterstützt.
#30 Sena am 30.11.2009 10:02 (Antwort)
Die geposteten Beiträge geben nicht die Meinung des Bayerischen Rundfunks wieder. Besonders bei Beiträgen wie diesem möchten wir daran nochmal erinnern. Wir zensieren nicht und stellen alle Beiträge, sofern sie nicht diskriminierend, rassistisch oder beleidigend sind, zur offenen Diskussion.
#30.1 on3.de (Homepage) am 30.11.2009 10:43 (Antwort)
Moinsen.
Ja ich war auch da und ja ich hab auch buh gerufen.
Ich finde es hier schlimm wie manche mit Wörtern um sich werfen, wofür viele erstmal den Duden zu Rate ziehen und wie das Publikum beschimpft wird.

Pete Doherty hat ja wirklich eine beeindruckende Show geliefert. Aber eben gerade deswegen fand ich es so schlimm, dass ein Star, der auch mit Qualität überzeugen kann, zu Beginn so negativ auffallen muss.

Es hat überhaupt nichts mit Toleranz, Aufgeschlossenheit oder Ähnlichem zu tun, ich finde es schlichtweg eine respektlosigkeit gegenüber der Geschichte, va. gerade zwischen England und D.
Pete hat schon öfter für Skandale gesorgt, aber nicht auf eine so (Adjektiv??) Weise. Ich bin etwas gespalten, aber unterm Strich verurteile ich es.
Mir hat auch in Diskussionen im Foyer keiner wirklich seinen Standpunkt verdeutlichen können, wieso denn das jetzt soo "spitze, cool" etc war.
Ironie kann ich nicht erkennen.
Die Diskussion bleibt, aber hört auf euch gegenseitig anzugreifen.
Wenn ich irgendwo einen Trugschluss geschlossen habe oder mir jemand erklären will, was ich jetzt daran falsch sehe, kommentiert bitte meinen Beitrag, aber mit Niveau.

Schade nur, dass dieser doch gut angedachte Auftritt all die anderen Künstler und deren Leistung überschattet.

Bis zum nächsten Jahr.
Beste Grüße!
#31 gamb! am 30.11.2009 11:44 (Antwort)
In München schmeißt man ja gerne Künstler von der Bühne die nicht nach der Nase des Publikums spielen. Sehr >indie< ist das ja nicht.
Bezeichnend ist auch, dass im Artikel extra auf die "Nazi-Zeit" hingewiesen werden musste, sonst hätten sich wohl die meisten hier erst gar nicht aufgeregt.
Also auf zum Auftrittsverbot für unliebsame Künstler die von den den politisch korrekten Kettcar Fans gerne auch als "Hurensohn" betitelt werden.
Sehr reflektiert, sehr groß, ihr seid das beste Publikum der Welt!
#32 Albion am 30.11.2009 12:10 (Antwort)
Oh man, dass hätte ich vom Publikum des on3 Festivals echt nicht erwartet...

Klar ist es nicht sonderlich clever im konservativsten Teil Deutschlands die "verbotene Strophe" der dt. Nationalhymne anzustimmen, aber wer den Werdegang von Herrn Doherty auch nur ein wenig kennt, der sollte wissen wie das ganze von ihm gemeint war.
Immerhin hat Peter Doherty eine ganze Zeit lang in Deutschland gelebt und kennt 100% die Bedeutung dieser Strophe und weiß diese auch einzusetzen (wohl ganz offensichtlich zum "Wachrütteln" und "nicht vergessen") Etwas ganz ähnliches hatte er zu seinen Libertines-Zeiten ja auch schon gemacht. Damals hatte er ein Lied mit dem Titel "Arbeit macht frei" veröffentlicht. Und das ist ganz klar gegen den Ignoranz und für Tolleranz. Genau diese Tolleranz, für die er steht, hätte man sich vom Publikum gewünscht.
#33 Amanda Lacroix am 30.11.2009 12:18 (Antwort)
Servus,

ich denke, dass sich der BR mit dem Auftritt von Pete Doherty keinen Gefallen tat. Zurzeit steht nur sein Auftritt im Mittelpunkt, und dieser "großartige" Musiker bekommt hat mal wieder das, was er braucht, nämlich Presserummel. Was ist aber mit den anderen super Bands (Dobre & Sepp Kennedy, Young Fathers ...), die einfach gute Musik und eine gute Show abgaben. Sie gehen total unter.
#34 ichigo77 am 30.11.2009 12:59 (Antwort)
das ärgerlichste und dümmste am Auftritt Dohertys war das Publikum. Statt sich über einen Spontanauftritt eines Weltstars zu freuen, buhten sie diesen aus und forderten in ihrer spießigen Provinzialität lautstark "Kettcar" ein. Da passt die Reaktion Dohertys doch wie die Faust aufs Auge. Da regt sich das konservative Publikum/Presse/BR auf - aber wenn unser Bundespräsident die 1. Strophe mitsingt will keiner was gehört haben.
#35 Hirnlose Welt am 30.11.2009 13:08 (Antwort)
on3.de: "Wir zensieren nicht und stellen alle Beiträge, sofern sie nicht diskriminierend, rassistisch oder beleidigend sind, zur offenen Diskussion.

grossfunkmeister: "warum lässt man so nen kranken Arsch überhaupt auf die Bühne? Da sollten sich die Verantwortlichen doch mal fragen ob´s noch alle Tassen im Schrank ham... tzzz.."

Die ließe sich trefflich eine offene Diskussion vom Zaun brechen.
#36 Oliver am 30.11.2009 15:19 (Antwort)
Ich möchte nochmal anmerken das es keine verbotene Strophe gibt, die erste Strophe darf gesungen werden, amn darf sie als Klingelton fürs Handy verwenden oder sich auf sein Tshirt drucken. Sie wurde nur im zuge der duckmäuser kampagne deutschlands nicht mehr auf großen veranstaltungen gesungen.
#37 Sena am 30.11.2009 16:27 (Antwort)
Mal wieder typisch. Ihr weiß denn keiner, daß Engländer solche Witze machen dürfen? Ich erinnere nur kurz an John Cleese und Co. die zu Besuch in Deutschland ein KZ besuchen wollten aber zu spät kamen. Sie klapperten an der Eingangspforte und schrien: "Let us in, we are Jews." Das ist bei weitem heftiger als mal kurz aus Spaß, das Deutschlandlied anzustimmen. Und da Peter ja auch nicht aufgehört hat, war ja klar das er Spaß hatte. Spaß dabei wie eben die ganzen Kettcar-Spießer und andere sich total über sone Banalität aufregen können. Ey, das versteht der Engländer nicht, findet er aber witzig! Ich auch! :-P
#38 Steffen am 30.11.2009 17:23 (Antwort)
Ich war in der 3.Reihe. Wegen Kettcar. Ich wollte noch andere Bands sehen. Das ging dann nicht mehr. Die Musik dieses 'DICHT'erischen Rockkünstlers war 100% das Gegenteil von Kettcar. Das hab ich nicht ausgehalten. Also erst mal raus. Mein Platz in der 3.Reihe war weg. Aber ich lasse mich nicht gerne provozieren. Wenn ich als DJ so auflegen würde - Doherty, dann Kettcar - dann würde ich wahrscheinlich unsanft vom CD-Player entfernt werden ... und wenn ich mir vorstelle, daß jemand, der Kettcar vor dem Auftritt noch nicht gekannt hat, dann noch zuhören konnte, herzlichen Glückwunsch, ich hätte es nicht gekonnt. Für mich war der bis dahin geniale Abend dann auf jeden Fall im Hinterteil.
P.S: Ich hab Dohertys Augen gesehen als der auf die Bühne kam. Dazu gibts nicht mehr zu sagen.
P.S.2: Markus Wiebusch - der Sänger von Kettcar - hat früher bei einer (ok, eigentlich bei zwei) Punkband(s) gesungen. Soviel zu langweilig.
#39 khan am 30.11.2009 20:17 (Antwort)
seltsames argument, daß dieser Markus Wieauchimmer früher mal in punkbands gesungen hat... mich interessiert's auch nicht, was der sänger von PUR früher mal gemacht hat. die musik von kettcar hat mich übrigens sehr an PUR erinnert ...
belangloser geht's kaum.
ich bin absolut kein Pete Doherty-fan, aber daß DIESER mann zugunsten von Kettcar(!)von der bühne gejagt wurde, ist schon sehr bitter.
#39.1 mike am 30.11.2009 21:40 (Antwort)
Ich finde es ziemlich bitter, wie wenig Sensibilität hier bei manchen Leuten vorzufinden ist. Ist das die junge Generation? Vielleicht macht ihr euch mal ein paar Gedanken über das Dritte Reich, und warum es eben NICHT okay ist, dieses Lied zu singen (auch wenn es das schon vorher gab, genau wie das Hakenkreuz, blabla..). Ich frage mich, ob die Nachkommen jüdischer Mitbürger einen solchen "Witz" auch so lustig fänden wie manch einer hier. Wir werden es nicht erfahren, wir (und ich sage bewusst "wir") haben sie ja fast alle ausgerottet.
#40 Laura am 30.11.2009 20:36 (Antwort)
Laura, zu den "Nachkommen jüdischer Mitbürger" gehört auch - Schock! - Pete Doherty. Abgesehen davon: Auf meiner deutschen Seite habe ich Deiner Logik folgend nicht nur die Last des Dritten Reiches sondern auch noch - auf meiner englischen Seite - die Last von 300 Jahren Kolonialherrschaft, Sklaverei, Ausbeutung zu tragen, und als Bonbon Dresdens Bombardierung. Und ich bin zu allem Überfluss auch noch in Italien aufgewachsen, mit Mussolini und dem ganzen Quatsch dort. Alles schrecklich, muss ich mich jetzt aber sogar doppelt und dreifach schämen? NEIN. Also halte doch den Ball etwas flacher mit Deinem "wir".

Im Übrigen fand ich die Aktion Dohertys geschmacklos aber da gabs doch schon ganz andere Skandale. Erinnert sich jemand an Prince Harry mit der Naziuniform? Was für ein Spaß....
#40.1 Jason am 01.12.2009 18:18 (Antwort)
ich frage mich:
was wäre gewesen, wenn sich herr doherty nur im publikum getummelt hätte und nicht hätte spielen wollen? hätte sich der ein oder andre nicht doch sehr gewünscht ihn mal zufällig live zu sehen? (ich mein, er ist ja auch bekannt dafür seine shows mal aus diversesten gründen absagen zu müssen)..
war es überhaupt seine idee spontan zu spielen, oder wurde er drum gebeten, womöglich sogar überrumpelt (nüchtern war er ja auch nicht mehr)?
und: hätte man nicht ein anderes plätzchen für ihn gefunden? ein kurzes a capella-ständchen vor der würschtlbude hätte doch auch entzückt. (nicht zu vergessen die würschtlverkaufumsatzsteigerung!!)
#41 Anonym am 30.11.2009 21:34 (Antwort)
Was erwartet ihr vom Publikum? Dass es klatscht und sagt, yeah, das ist Kunst wenn jemand die erste Strophe der Nationalhymne singt?

Also da hat der Spaß definitiv ein Loch. Das hat nichts damit zu tun wer das macht. Könnten von mir aus auch die Rolling Stones machen - dann würd ich denen trotzdem den Sound abdrehen. Ohne lang mit dem Management über einen günstigen Zeitpunkt zu diskutieren. Und das hat mal absolut nix mit Spießigkeit zu tun! Ich hab kein Problem damit mich über Nazis lustig zu machen - oder im Ausland gefragt zu werden, ob denn Hitler immer noch Deutschland regiert. Aber ich muss mir die angebliche Spießigkeit nicht von einem Künstler auf der Bühne vorhalten lassen. Dafür war das die falsche Veranstaltung. Das kann er bei einem Spiel von Energie Cottbus im Leipziger Zentralstadion machen. Da wäre er mit sowas vermutlich der Held. Da wär das Spiegel-Vorhalten vielleicht angebrachter als auf dem on3 Festival in München. Falls es denn überhaupt als Spiegel-Vorhalten gedacht gewesen sein sollte. Bei Doherty vermute ich aber eher einen total hirnlosen "Witz" als Auslöser. Und das geht erst recht nicht. Da hätte er auch mit ausgestrecktem rechten Arm über die Bühne marschieren können.

Stell dir vor du bist im Ausland, du sagst du kommst aus Deutschland und dein Gegenüber stimmt die erste Strophe der Nationalhymne an... Is das dann witzig oder Kunst für dich?!
#42 Max am 30.11.2009 23:15 (Antwort)
Ich war nicht im Raum aber würde den Organisatoren, falls sie cool sind, mal unterstellen, dass die ganze Aktion in ihrer Form unverhinderte "Absicht" war. So viele emotionale Kommentare, lauter Presse, sehr gut. Dass Pete ein wenig harmlosen britischen Humor mitbringt (siehe Prince Harry in Nazi-Uniform) ist jedenfalls kalkulierbar. Das Sahnehäubchen auf einem Festival, idealer Kontrast zu Kettcar. Oder?
#43 Christof am 01.12.2009 03:21 (Antwort)
@#40 Laura am 30.11.2009 20:36

Mag ja sein das du in deinem Keller Juden tötest, ich habe bis jetzt noch keinen umgebracht. Warum also "WIR"? Ich habe noch nie einen menschen getötet, ich habe noch niemals einen Juden auch nur geschlagen, ich habe denen gegenüber weder irgendeine verantwortung noch bin ich irgendetwas mit denen schuld. Ich lasse nicht zu das nur weil vor 60 Jahren irgendein Österreicher hier seine gehirnwäsche Propaganda losließ das ganze deutsche Volk als Judenmörder hingestellt wird. Auf Laura wird daher meinerseits vermutlich eine Anzeige wegen Rufmords und vortäuschen einer Straftat zukommen.
#44 Sena am 01.12.2009 05:24 (Antwort)
Ich stelle mir seit Beginn dieser Diskussion die Frage, was denn nach Meinung Pete Dohertys bzw. seiner Anhänger die angemessene Reaktion des Publikums gewesen wäre. Beifall? Mitsingen? Drüber lachen? Oder einfach ignorieren?
In einem Punkt muss ich Pete Doherty Recht geben:
Er ist sicher kein dummer Mann. Und genau das macht es gefährlicher, als wenn irgendein besoffener Hooligan die Zeilen gröhlt.
#45 Volker am 01.12.2009 10:00 (Antwort)
Scheint so, als ob auf einem BR Festival wohl kaum (Ausnahmen ausgenommen) Musikfachverstand herrscht. Wer Pete schon ein paar mal Live gehört hat, der erlebt einen unglaublich präsenten, virtuosen Musiker mit genialer Bühnenpräsenz. Siehe Konzertkritiken zu seinem Konzert am 29.11. im Backstage. Das Konzert im Backstage war wahrscheinlicher einer der beste Live Acts, dieses Jahr in München, neben dem gesamtem belanglosem Mist, der sonst so überall gespielt wird. Das er auf so eine dämliche Provokation durch "uncooles Publikum" dumm reagiert hat ist schade, bei Pete gehört Skandal eben auch zum Image. Das weiss man aber vorher, oder lieber Veranstalter?
#46 Kmittchen am 01.12.2009 11:39 (Antwort)
Also vor ein paar Jahren noch hätte die Nummer mit dem Rock'n'Roll-Star noch funktioniert. Um aber wirklich eine Legende zu werden, hätte Mr. Doherty sich schon vor drei Jahren die Kugel (mit 27 Lenzen) geben müssen. Seit Jahren die gleiche Leier: B'soffen, Skandal, Musik, Konzertabsagen, Drogen, Kate Moss - das kann doch kein Mensch mehr hören. Und jetzt soll ich in Ekstase geraten, wenn DER letzte oder einer der letzten Rock'n'Roll-Stars auf die Bühne kommt. Das hat weder 'was mit Tolerenz oder Spießertum zu tun, sondern einfach nur damit, dass keiner mehr Bock auf diese Nummer hatte. Wenn er unbedingt seine Musik präsentieren mag, dann wäre doch echt ein Promille weniger angebracht! Immer nur mit doofen Skandalen in die Presse zu kommen und damit Platten zu verkaufen ist doch wohl die blödeste Masche, die es gibt. Cobain war auch oft prall genug auf der Bühne, hat aber wenigstens noch seine eigenen Songs auf die Reihe bekommen... Und ich denke nicht, dass sein Auftreten dort unbedingt nur eine PR-Masche von beiden Seiten war, sondern dass Mr. Doherty einfach nur Kohle für seinen Stoff brauchte, quasi ein "Beschaffungsgig" ;-)
#47 Kein Katholik am 01.12.2009 11:57 (Antwort)
Erschreckend was hier so teilweise an Meinungen präsentiert wird.

Ob es sinnvoll ist das die erste Strophe eines lange vor dem dritten Reich geschriebenen Liedes als Symbol für dieses Regime steht ist fraglich.

Aber Fakt ist das sie es ist und daher nicht gesungen wird.

Ob Pete Doherty dies wusste oder nicht spielt nur eine untergeordnete Rolle bei den Reaktionen hier in diesem Forum.

Hier werden Leute runtergemacht die gegen Rechts sind und dementsprechend diese Liedstrophe/dieses Symbol ausbuhen.
Wo kommen wir denn als nächstes hin ? Muss ich mich demnächst auch runtermachen lassen wenn ich Rechtsradikale die den Hitlergruß machen oder SS Runen benutzen ausbuhe ?

Traurig, traurig was hier so manch einer vom Stapel läßt. Ich glaub viele vergessen viel zu schnell oder haben sich nie wirklich damit befasst.
#48 Andreas am 01.12.2009 17:02 (Antwort)
@andreas: Hier wird niemand runter gemacht weil er gegen rechts wird, wir versuchen nur klar zumachen das das Lied nicht rechtsradikal ist. Und der Sänger hat es auch nicht mit rechtsradikalen absichten gesungen, sondern aus dem grund aus dem die auch in aller öffentlichkeit drogen einschmeißen und bei geöffneten Gardinen ihre Frauen betrügen: Um schlagzeilen zu machen. Nur weil das Lied von den Nazies verwendet wurde ist es "ganz, ganz dolle pöse rechts?" Hitler trug hosen, sind hosen auch rechts? die nazis hatten auch geschlechtsverkehr, sind Prostituirte nun Hitleranbeter? Nur weil es von den nazies genutzt wurde ist es nicht rechts, es sind die gedanken die es rechts machen. Wenn ein stolzer deutscher seinen stolz kundgeben will indem er seine Hymne singt, mit allen Strophen, dann mach ich sogar mit. Wenn ein rechtsradikaler vor einer Moschee das lied grölt um seine rechtsradikale meinung zu vertreten dann sollte man ihn ausbuhen (aber schnell sobald die muslime rauskommen hört er bald gar nix mehr...).

Mir ist es eigentlich egal das irgendein brite irgendein Lied gesungen hat, mir geht es darum das so viele das Lied als Rechtsradikal abtun, was Falsch ist. Es ist nur eine Hymne wie alle anderen die den Stolz ihres Volkes ausdrücken soll.
#49 Sena am 01.12.2009 17:33 (Antwort)
daß p.Doherty ganz sicher nicht rechts ist, dürfte doch jedem klar sein.
daß er die böse strophe singt, ist demnach also eindeutig nicht ausdruck seiner gesinnung.
der vergleich mit den hitlergrüßenden nazis ist also absoluter schwachsinn.
da wurde einfach in typisch deutscher, extrem beschränkter gutmenschen-manier ein symbol ausgebuht.
genausogut kannst du während einer GuidoKnopp-doku á la "hitlers helfer" deinen fernseher kurz und klein schlagen, weil deine schuldbewußte seele die vielen hakenkreuze, die dort zu sehen sind, nicht mehr ertragen kann.
oder geh doch einfach nachts vor die tür und heul den mond an.
an der undifferenziertheit der reaktionen sieht man doch schon, daß es gar nicht um eine echte einstellung "gegen rechts" geht, sondern um einen typischen fall von KONDITIONIERUNG.
wer nicht weiß, was das bedeutet, wikipedia: PAWLOWSCHER HUND.
... dazu kommt natürlich auch noch eine ordentliche portion betroffenheitsposing.
das ist alles sehr traurig.
#50 mike am 01.12.2009 18:15 (Antwort)
Hi Mike,
ich habe mich heute etwas im Internet umgesehen, und mir ist es mittlerweile egal was dahintersteckt. Viel interessanter sind doch die Auswirkungen. Auf den meisten Nachrichten-Seiten ist nicht mal mehr von einem Gastauftritt von Pete die Rede - das war doch einer, oder? Einzig auf der Seite der Süddeutschen finden sich Hinweise, was die eigentlichen Auswirkungen sind : es spricht keiner mehr über die Nachwuchsbands. Und um noch auf Deinen Pawlowschen Hund zu spechen zu kommen - falls Du auf dem Konzert warst - weißt Du eigentlich noch, ob Dir sonst noch was an diesem Abend gefallen hat?
Der Hinweis oben auf PUR ist auch nicht schlecht, die hatten doch einen Hit mit "alles nur geklaut", oder? Oder wie wär's mit einem anderen Zitat von Wir sind Helden : "Die Konkurrenz schläft nicht nicht". Und jetzt noch ein Zitat aus dem Kettcar-Lied "Kein Außen mehr":
"Lieber peinlich als authentisch
Authentisch war schon Hitler
Jetzt wollt ihr wieder Klarheit
So was wie ne Wahrheit"
(Der Text besteht zum Teil auch wieder aus einem Zitat ...).
Und und jetzt klinke ich mich hier aus, Herr Dotherty hat genug Aufmerksamkeit bekommen. Deshalb ein fröhliches "Ich bin Kate Moss" zum Abschied!
#50.1 khan am 01.12.2009 21:47 (Antwort)
Hallo Sena

Lieben Dank für Deine sachliche Reaktion. Allerdings finde ich das sie etwas hinkt.

"...wir versuchen nur klar zumachen das das Lied nicht rechtsradikal ist...."

Natürlich ist das Lied nicht rechtsradikal. Das hab ich auch nie behauptet und es ist mit Sicherheit nicht P.D.'s Intention gewesen rechtsradikales Gedankengut zu verbreiten. Das Lied entstand lange vor dem dritten Reich, aus einer vollkommen anderen Situation heraus und beschrieb auch eine komplett andere Situation als die Nazizeit.
Ähnlich verhält es sich übrigens auch mit dem Hakenkreuz. Und der Hitlergruß hat glaub ich ebenfalls viel ältere Wurzeln und Runen sind auch nichts anderes als viel ältere Schriftzeichen.

Trotzdem aber wurde das Hakenkreuz, der Hitlergruß und auch z.b. die SS-Runen zum Symbol für das dritte Reich und das damit verbundene Leid und letztendlich verboten.
"Deutschland über alles" beschreibt auch sehr treffend die krankhafte Machtgier und das "Überstellen" der dt. Rasse und ich denke aus diesem Zusammenhang wurde dieser Text ebenfalls zum Symbol .. auch wenn seine Wurzeln und Entstehungsgedanken ganz anders waren.

Und genau das ist eben der Unterschied zu den zitierten Hose, zum Geschlechtsverkehr und zu Prostituierten ....

Wie gesagt, ob es richtig war die Strophe damals zu verbieten ... das ist eine ganz andere Frage. Fakt ist aber das sie es ist, weil sie als Symbol für diese Zeit gilt (nicht weil sie rechtsradikal ist).

Gruß
Andreas
#51 Andreas am 01.12.2009 19:37 (Antwort)
Hach schön - jetzt taucht hier auch noch der PI-Mob auf, der uns allen erklärt, wie normal und toll "Deutschland, Deutschland über alles" ist. Es wird alles immer peinlicher und schlimmer.
#52 Hans am 01.12.2009 21:48 (Antwort)
Andreas, das lied wurde nicht verboten^^ ich darf es als Klingelton habenw enn ich lustig bin, ich darf mich auch indie Fußgängerzone stellen und es lautstark singen wenn ich lust habe, niemand kann dagegen was sagen (ob das so schlau ist sei mal dahin gestellt). Die ersten beiden Strophen der Hymne wurden nur aus dem offiziellen Programm genommen, um damals die abwendung von der NSzeit zu demonstrieren.

Gut, es war damals ein symbol. aber ich finde es sollte heute auch ein symbol sein, ein symbol für ein neues deutschland, das wieder über eine grenze drüber ist, die grenze des rassismus und der intolleranz. Das deutsche volk hat seine hymne so oft schon bewiesen, es ist fast schon ein verbrechen sie nicht zu singen.
#53 Sena am 02.12.2009 05:33 (Antwort)
Fallersleben zumindest drehte sich bei dem Gedanken im Grabe herum.

Ich arbeite seid langer Zeit im Ausland, mit Afrikanern, Israeliten und auch Arabern zusammen und muss zugeben wie beschränkt diese Diskussion auf mich wirkt.

Tatsächlich beschrieb Fallersleben 1841 eine für den heutigen Deutschen zerrüttete Lage- das hat mit den Nazis wenig zu tun. Soviel Geschichtskenntnis vorausgesetzt. Nach derzeitiger Rechtslage ist diese Strophe auch- soweit es mir bekannt ist- nicht verboten. Verpönt vielleicht, doch nur bei Denen, welche die Deutsche Vergangenheit auf die Nazizeit reduzieren.

"Wir leben nun etwa 2000 Jahre nachdem man einen Mann an ein Stück Holz nagelte, nur weil er sagte wie schön es doch sei, wären die Menschen zur Abwechselung einfach mal nett zueinander" (ganz frei übersetzt) sagte Douglas Adams, und obwohl er Amerikaner war behielt er recht.

Es werden zur Zeit offensichtlich Angriffskriege geführt, die obersten Staatsmänner erhalten dafür sogar Friedensnobelpreise, es wird sich im eigenen Sud über kleinere Staaten und deren merkwürdige Gepflogenheiten lustig gemacht- aber es bemerkt keiner.

Schade eigentlich, da nutzen wir doch unsere kostbare Zeit sich über einen ausländischen Gast lustig zu machen, obschon dieser in möglicherweise gutmütiger Absicht seine Verbundenheit musikalisch belegen wollte.

Verklagen wir doch noch RSH für das ungenierte Ausstrahlen des Schleswig-Holstein Liedes, der Deutsch Dänische Krieg liegt ja nicht zu lang zurück, vielleicht könnte man sich da ja auch mal wichtig machen.

Fassungslos,

Slaadi Baatfast
#54 slaadi baatfast am 02.12.2009 08:54 (Antwort)
Slaadi Baatfast,

nana: Douglas Adams war aber Engländer!

besserwisserisch,
Jason
#55 Jason am 02.12.2009 11:52 (Antwort)
Scheinbar gibt es kaum noch Leute, die sachlich diskutieren können? Was hier Geschrien wird ist unterstes Bierzeltniveau und BILD-Zeitung-Technik. Wieso könnt ihr denn nur so dermaßen radikal den einen oder anderen Standpunkt vertreten, ohne die Augen für die Argumente der Gegenseite zu öffnen. Diese Haltung hat ebenso ein Stück weit mit Radikalismus und Extremismus zu tun. Wenn man mal seinen gesunden Menschenverstand ein wenig arbeiten lässt, kann man doch schließlich beide Seiten verstehen. Soll heißen, ich kann nachvollziehen, dass Leute den Auftritt provozierend empfunden und daher gepfiffen haben. Aber in Herrn Doherty's Performance zu viel Tiefe und Inhalt reinzuinterpretieren finde ich total lächerlich. Meint ihr im Ernst, dass ein Engländer den Unterschied zwischen erster und dritter Strophe kennt? Da mutet ihr unseren ausländischen Freunden wirklich zu viel Geschichtskenntnis zu. Faktum ist, dass wohl einer unbewusst eine ethnisch nicht korrekte Strophe angesungen hat. Nicht mehr und nicht weniger. Also lasst mal die Kirche im Dorf, entspannt euch und seht den Auftritt mal gelassener.
Peace
P.S. Ich bin alles andere als ein Doherty-Fan
#56 Markus am 02.12.2009 13:36 (Antwort)
Peter Doherty sollte vom BR nicht auf seine Bühne gestellt und auch nicht gespielt werden. Es gibt unzählige supergute Bands, die es stattdesssen verdient hätten. Dieses typisch deutsche "Star"-angebete und auf Händen tragen muß endlich mal aufhören. Ach ja, dazu müßte man natürlich mal 'nen halben Tag lang tatsächlich Musik hören und ein bißchen Recherche betreiben, und sei es über das (nebenbei bemerkt unseriöse) myspace, auch bei unbekannten Bands (die sich freuen würden, vom BR hofiert zu werden), an der ganzen ekligen Arbeit wird es wohl dann auch scheitern. Sowohl textlich als auch musikalisch können unzählige Bands mithalten (vielleicht nicht gerade aus D), nicht wenige davon ohne Plattenvertrag, und das will ja wohl auch keiner ändern. Peter Doherty ist VOLL AUF HEROIN, unverbesserlich in dieser Hinsicht, und außerdem noch arrogant und unzuverlässig. Eine halbe Stunde hat er dann tatsächlich am nächsten Tag ein Konzert gegeben ? Tja, bei der angegriffenen Gesundheit ?? Gerade erst in UK nach Herzstillstand wiederbelebt worden, einer typischen Herzkomplikation langjährigen und unverbesserlichen Heroinkonsums als Junkie. Und Haft ? Ach ja, weil er es nicht für erforderlich hielt, ab und zu mal bei seinem Bewährungshelfer zum Termin aufzutauchen, ist ja auch unnötig. Aber Kunst ! Nämlich angebliche Blutbilder mit 15- (oder war es 16-?)jährigen weiblichem "Fan", Pete Doherty mit Spritze in der Hand und diese in der Vene der Betreffenden fotografiert (man sollte wirklich nur Freunde ohne Fotoapparat in sein Haus lassen). Dazu noch etwas Blut in der aufgezogenen Spritze, was nur zufällig auch von Junkies so gemacht wird, nämlich um sicher zu sein, daß man auch wirklich direkt in der Vene ist, wenn man sich einen Schuß Heroin setzt.
A>ch ja, und ein Interview kostet laut Management nicht unter 20.000 engl. Pfund etc. etc.. Es sei denn, er ist gerade auf der Suche nach frischem Geld, so geschehen in München.
Kann der BR vielleicht mal als Vorbild vorangehen ? Und damit auch viel für eine Nicht-Verherrlichung von harten und wirklich gefährlichen Drogen tun. Deutschland kann froh sein, kein wirklich ausufernders Heroinproblem zu haben, die Zahlen steigen angeblich - und da muß man ja ein bißchen mit aufspringen - oder doch nicht ?
Wie wäre es mal mit Verantwortung statt dummer Götzenanbetung ?
@ 57: Naja, den on3radio-Leuten zu unterstellen, dass sie keine Musikrecherche betreiben grenzt angesichts des restlichen Festival-Line-ups und deren täglichen Playlists fast an Hohne. Aber Hautpsache geholzt, wa?

Und dieses Gutmenschentum ist echt igitt. Künstlern, die Drogen nehmen, eine Bühne zu geben ist so alt wie das Musikbusiness selber. Würde man allen drogenkonsumierenden Musikern die Bühne verweigern hätten wir alle nur noch Konzerte mit Christenrock. Dufte Vorstellung! Und jetzt sich auch noch künstlich aufzuregen mit dem Bezug ein Gesamt-Heroinproblem von Deutschland ist lachhaft. Wer wirklich Junk ist wurde es garantiert nicht, weil Pete Doherty es vorgemacht hat.
#58 Jason am 08.12.2009 15:18 (Antwort)

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