
Der wohl berühmteste Scientologe hat am Dienstag Abend das Symbol seiner Gegner mit einem netten Peace-Zeichen und seinem Autogramm signiert. Etwa 15 "anonymous"-Aktivisten wollten am Rande der Deutschland-Premiere des Cruise-Films "Operation Walküre" in Berlin Masken aufsetzen und so gegen Tom Cruise und die "Church Of Scientology" protestieren. Doch die meisten Protestierer wurden von Security-Leuten aus der Menge geholt. Nur einer hat es bis zu Tom Cruise (EDIT) an den roten Teppich geschafft.
Zwar hat der Sicherheitsdienst auch ihm die Maske zunächst abgenommen - dann aber hat Tom Cruise darauf unterschrieben. Der früher leicht reizbare Scientologe ist also noch abgezockter als neulich beim Interview in der SZ. Die Idee zu den Masken stammt aus dem Comic "V for Vendetta" und dem gleichnamigen Film. Dort kämpft der Träger der Maske gegen ein totalitäres System.
Der falsche Fan hat das Video seines Cruise-Erlebnisses anschließend ins Netz gestellt - dabei aber offenbar die Gesetze der Spaßguerilla nicht ganz kapiert: Dort geht es eigentlich darum, eine bekannte Marke oder einen großen Namen öffentlich durch den Dreck zu ziehen und seine bösen Machenschaften aufzudecken. Schaut man sich aber dieses Video an, dann sieht man einen supercoolen, lockeren Dauerlächel-Cruise und einen nervigen Typen, der sich nicht entscheiden kann, ob er gegen Scientology protestieren oder sich in der Prominenz von Tom Cruise sonnen will.