Von der Baustelle auf weiche Polstermöbel: Meine letzte Station auf der Suche nach Antworten ist ein Termin mit einer Psychologin. Sie berät planlose Berufseinsteiger und frustrierte Mittdreißiger. „Institut für Potentialanalyse“ heißt das Ganze. Daniela Riess-Beger heißt die Psychologin, ihr Service ist, so hoffe ich, keine zwielichtige Geldmacherei wie bei vielen anderen ‚Beratern’. Immerhin ist sie im Verband für Berufsberatung und Lehrbeauftragte an einer Hochschule. Von ihr will ich wissen, welcher Beruf der richtige für mich ist. Und ob ich meinen jetzigen hinschmeißen soll, um Zimmerer zu werden.
Was muss mein Beruf haben, damit er mich glücklich macht, was wollte ich als kleiner Junge werden, was nervt mich im Job – das sind Fragen, die die Psychologin mir stellt. Nach mehr als einer Stunde kennt sie so ziemlich meine komplette Lebensgeschichte. Dann setzt sie mich an einen Computer und lässt mich einen Fragebogen durchklicken. Mehr als 200 Fragen sind es – einige davon ziemlich komisch gestellt. Sie sollen herausfinden, wie ich mich selbst sehe.
Wie frustriert muss man wirklich sein?
Nach der Auswertung legt Daniela Riess-Beger mir eine Kurve mit vielen Zahlen vor und verknüpft die Ergebnisse des Tests mit ihren Erkenntnissen aus dem Gespräch. Und was sie so über mich herausfindet, klingt plausibel.
Ich kann schon mal verraten: Vom Jobwechsel hat mir die Psychologin abgeraten. Aber sie erklärt auch ganz allgemein: Wie frustriert muss man wirklich sein, damit ein Jobwechsel Sinn hat? Und sind Kindheitsträume gute Ratgeber bei der Berufswahl? Die Antworten erfahrt ihr in der Sendung „Neuer Beruf – besseres Leben“ – entweder im Podcast auf on3.de oder am Sonntag um 11.00 Uhr auf on3-radio.






