Artikel-Schlagworte: „Adele“

2011
Jul
28

New Hits From The Blog // themusicninja

avatar Karo

Ihr könnt euch nicht für ein Musikgenre entscheiden? Ihr seid von den ständigen Posts bei Facebook, Twitter und co überfordert? Der Musikdschungel im Internet macht euch zu schaffen? Es gibt eine Lösung. Völlig freiwillig versorgt euch das Blog Music Ninja seit 2008 mit den besten aus allen musikalischen Welten.

Der fleißige Mensch hinter themusicnina.com nennt sich Bas und ist Held tausender Follower. Er will faulen Radiostationen, die immer dasselbe runternudeln, die Hörer klauen. Und nach eigener Aussage hat er auch schon ein paar Ke$ha-Fans aus den Händen des Bösen befreit. Bas bespricht nicht nur, was er findet und allgemein gehypt wird – er freut sich auch über Musik, die man ihm schickt. Und nun tretet ein in den Dojo des Musik-Ninjas:

Alexander Feat. The RZA – Truth
Dass Alexander, der Mann aus L.A., noch nicht der neue Indie-Superstar ist, liegt sicherlich nicht an seiner Musik. Wahrscheinlich eher an seinem Namen, den man gar nicht erst googeln braucht, wenn man nicht mindestens Rough Trade mitsucht. Oder Breaking Bad. Alexander ist nämlich einer der glücklichen Nicht-Superstars, die es auf einen Mainstream-Seriensampler geschafft haben. Natürlich passt Alexanders Italo-Western-Sound hervorragend zur abseitigen Serie um den Chemielehrer, der versucht seine Arztrechnung durch das Herstellen und Verkaufen von Crystal Meth zu finanzieren. Der Song von Alexander scheint neben den Machern von Breaking Bad auch RZA zu gefallen, der bei dieser Version von “Truth” eine Strophe beisteuert.

Washed Out – Wicked Game
Anfang Juli erschien “Within and Without”, das erste Album von Washed Out alias Ernest Greene aus Perry in Georgia. Spätestens seitdem führt für Chillwave-Affine kein Weg an ihm vorbei. Für Chillwave-Einsteiger eignet sich besonders sein Chris-Isaak-Cover “Wicked Game”, das nicht auf dem Album enthalten ist, aber natürlich durch alle Blogs wandert. Am Arrangement hat Greene nicht viel verändert, doch der Song trägt ohne Zweifel seine Handschrift – zum einen natürlich durch die Instrumentierung, aber auch durch die geisterhaften und trotzdem geistvollen Vocals.

Cazzette vs. Adele – Set Fire To The Rain (A Stupid Hole Booklet)
Es ist oft ein schmaler Grat zwischen Elektro und Pop. Dann kann man ja gleich noch einen Adele-Remix machen, dachten sich wohl Cazzette aus Schweden. Aber man kann es schließlich auch besser machen als die Konkurrenz und die “Adele ist doch eh schon überall”-Nörgler mit diesem Bastard aus House und Dubstep zum Schweigen bringen. Da wünscht man sich fast, Adele würde ihre manchmal schon arg glatte Popmusik an den Nagel hängen und Katy B in das Land der wabernden Bässe folgen. Allerdings fließt da wahrscheinlich weniger milk and money, äh, honey…

Megafaun – These Words
Megafaun aus North Carolina sind bärtige Männer, die sich nicht so ganz entscheiden können, ob sie Folk, Elektro oder Post-Irgendwas machen. Müssen sie aber auch gar nicht, solange es sie nicht stört, dass man ihre Musik experimentell oder Freak-Folk nennt. Hörbar ist es allemal dank der immer wiederkehrenden, warmen Melodien und Chorgesänge. Sie könnten sowohl mit Animal Collective als auch mit Bon Iver auf Tour gehen. Mit letzterem waren sie ohnehin mal in der Band DeYarmond Edison, die sich 2006 aufgelöst hat.
Im September erscheint das vierte, selbstbetitelte Album von Megafaun.