Archiv für die Kategorie „New Hits From The Blog“

2011
Jun
16

New Hits From The Blog // Hat’n'Hoodie

avatar Laury

Diese Woche in den New Hits From The Blog: ein extrem vielfältiger Blog aus Berlin namens Hat’n'Hoodie. Was die Features betrifft, aber auch die Genres, die hier verwurstet werden. Überbegriff: Arschwackelei und extrem vorne dranne Clubbeats: Cumbia, Bhangra, Kuduro, Dubstep, etc… think: Schlachthofbronx, Diplo, Man Recordings, Mad Decent und Konsorten.

Hat’n’Hoodie nur als Blog zu bezeichnen wäre erstmal falsch. Hat’n’Hoodie sind zwei Typen aus Berlin, die ganz offensichtlich hyperaktiv sind. Oder einfach vollkommen besessen von dem, was sie tun. Nicht das Verkehrteste, zumindest wenn so eine Fülle an Musik dabei herauskommt. Unter dem Namen Hat’n’Hoodie produzieren die beiden selbst Musik, legen auf, veranstalten Parties, PodcastenRemixen und bloggen eben auch. Das ganze – ihre eigene Musik und die Musik, die die beiden featuren – ist eine bunte Abfahrt aus Tropicalia, Cumbia, Kuduro, Bhangra, Bailefunk, Afrobeat, Dubstep und so weiter, wie man sie hier in Bayern von Acts wie Schlachthofbronx (die mittlerweile ja weltweit die Clubs abbrennen) oder Disco Trash Music kennt.

Deshalb ist hatandhoodie.de auch eine extrem vielfältige Seite, denn auf der ist das breitgefächerte Schaffen der beiden quasi virtuell abrufbar.

Hier wird auch nicht lang gefaselt, von wegen Global Beat und Weltmusik und so. „Weltmusik“: Sowieso nur ein Begriff für Leute, die bei „Die Weiße Massai“ Tränen in den Augen kriegen und der im Jahr 2011 bitte ganz schnell gemeinsam mit radioaktivem Problemmüll verbuddelt gehört.

Hat’n’Hoodie machen einfach mal und deshalb findet man hier die Schweden, die südamerikanischen Cumbia verdubsteppen und den Saudi-Araber, der dem indischen Punjabisänger einen ordentlichen Dubstep- (in dem Fall wäre die korrekte Genrebezeichnung übrigens „Bhangrastep”) Einlauf verpasst .

Subtil geht natürlich auch anders, aber das hier ist Musik für den Club. Punkt. Hat ja auch niemand was anderes behauptet.

2011
Jun
9

New Hits From The Blog // Nomodestbear

avatar Jakob

Geheimtipps aus der blühenden schwedischen Elektro-Szene, Whateverstep-Künstler aus der ganzen Welt. All das gibt’s auf dem schwedischen Musikblog Nomodestbear.com. Das Motto: “Let your ears do the reading“.

Nomodestbear.com ist einer der besten schwedischen Musikblogs. Gemacht wird er von Oskar und – tja – all seine Einträge sind auch auf schwedisch. Aber auch als Nicht-Skandinavist hat man seine Freude – das Motto des Blogs heißt: „Let your ears do the reading“.

Hier wird Neo-Future-Disco, Ambient und alles was den Geist von Whateverstep atmet, gefeaturet. Oskar hat auch ein großes Faible aufwendige und abseitige Videos. Und zeigt uns gleichzeitig das Beste aus der der blühenden schwedischen Elektro-Szene, angereichert mit jede Menge anderem Hipster-Elektro von Jamie XX über Panda Bear bis Cut Copy.

Jamie XX- Far Nearer

Im Februar 2011 hat Jamie XX, auch Bandmitglied von The XX, das Gil Scott-Heron-Remix-Album „We Are New Here“ rausgebracht. Seine ersten eigenständigen Tracks als Produzent  bringt Jamie XX diese Tage raus, „Far Nearer“ ist ein fast schon sonniges Stück Whateverstep mit Calypso-Drums und einem total verfremdeten Vocalsample, das angeblich von Janet Jackson stammen soll.

Jonas Lindquist- Du, Drömmar &Jag

Ein Geheimtipp aus Schweden: Jonas Lindquist macht eine selten gehörte Mischung aus Indierock, Funkgitarren und schwedischen Gesang. Produziert von Rasmus Hägg von der Band Studio aus Götenborg, die uns vor ein paar Jahren mit einer abseitig wie eingängigen Variante von Elektronik und Afrobeat begeistert hat.

This Is Head-De Trop

Jung, aus Malmö und ein Sound, der an Foals, Neu! und Yeasayer erinnert. This Is Head haben das Zeug zum Hype – vor allem weil kopflastiger Indie zur Zeit die ganze Welt begeistert. Diesen Sommer spielen sie unter anderem auf dem Roskilde-Festival in Dänemark, ihre neue Single „De Trop“ gibt’s jetzt im Netz.

http://www.nomodestbear.com

2011
Mai
26

New Hits From The Blog // Said The Gramophone

avatar Jakob

Für das englische TIME-Magazine war „Said The Grammophone“ schon 2009 einer der 25 besten Blogs überhaupt: Also höchste Zeit für uns, den kanadischen Musikblog mal vorzustellen.

Hinter dem kanadischen Musikblog  „Said The Gramophone“ stecken nin Schauspieler, ein Journalist und ein Schriftsteller. Gegründet wurde er 2003 – damit ist er nur unwesentlich jünger als der allererste Musikblog „Fluxblog“. Im Gegensatz zu einem Großteil ihrer Blogger-Kumpanen widmen sich die Jungs von „Said The Gramophone“ aber nicht nur dem neuesten heißen Scheiß, sie graben meistens tief in ihren Plattenkisten und ziehen unbekanntes oder vergessenes Material raus. Editorische Notizen zu den Posts und kleine, persönliche Empfehlungen von Kurzfilmen, Büchern etc. machen „Said The Gramophone“ zu einem eigenem Kosmos, dem man schon etwas mehr Aufmerksamkeit widmen muss um so richtig eintauchen zu können.

Hier ein paar ihrer musikalischen Empfehlungen der letzten Wochen:

Low – Nothing But Heart

Ein neuer Track der Band, die einst ein Genre namens Slowcore mitbegründet hat: Low. Heute wollen die US-amerikanischen Indierocker nicht mehr so klingen. Die 8 Minuten „Nothing But Heart“ sind aber genau so ein Sounduniversum, das sich rund um die Textzeile „I`m Nothing But Heart“ immer weiter aufbaut. Episch, sperrig und, auch wenn es die Band nicht mehr hören kann, Slowcore im besten Sinne.

Sun in Sound- Such a Let Down

Die Band aus Norwegen machen verzerrte Rockmusik: Sperriger als der Sound von The Black Keys und mit durchgeknallten Rhythmus-Ideen die an die Flaming Lips erinnern: Trondheimer Tropical-Bluesrock eben

Chain & The Gang- Not Good Enough

Ian Svenonius aus Chicago hat sich als Songwriter, Trompeter und Sänger schon in diversen Bandprojekten (z.B. The Make-Up und Weird War) hervorgetan, nebenher schreibt er Bücher und arbeitet für die Online-TV-Show „Soft Focus“. Sein neuestes musikalisches Projekt ist Chain &The Gang, rund um  ein schepperndes Klavier gibt’s Handclaps, einen Frauen-Chor und Svenonius, der eine banale Weisheit charmant interpretiert: Wenn du nix taugst, dann taugst du nix.

http://www.saidthegramophone.com/

 

2011
Mai
19

New Hits From The Blog – Popnutten

avatar Kathrin

In unseren New Hits From The Blog herrscht diesmal eine perfekte Balance aus Diskogeschwurbel und Lagerfeuerromantikanleihen.

Mischungen wie diese finden sich zuhauf auf dem Blog der Popnutten. Ein großartiger Name und eine ebenso großartige Auswahl an Musik und allerlei Kuriositäten wie Fotos, Videos und Gadgets aus den Weiten des Netzes.

Kakkmaddafakka – Your Girl

Kakkmaddafakka aus Norwegen gewinnen mit Sicherheit jeden Wettbewerb im Bereich sonderbare Bandnamen. Ein wenig konventioneller kommt der Song „Your Girl“. Die Gitarre erinnert ein wenig an Disco, das Schlagzeug reiht sich brav zwischen ihr und dem Bass ein und es wird über Liebe gesungen. Im Video zu „Your Girl“ werden die Norweger ihrem Namen dann allerdings wieder gerecht, wenn 70er Jahre Softpornoromantik ausgepackt wird.

No Age – Common Heat

No Age kommen aus Los Angeles und hatten sich früher dem Hardcore verschrieben. Davon ist allerdings nicht mehr viel übrig. Mittlerweile treiben sie sich eher im Lo-Fi-Rock-Bereich herum. So auch beim Song „Common Heat“. Kein Schlagzeug, nur zwei Gitarren, zwei Stimmen und die Ahnung, dass alle anderen scheinbar immer viel eher Bescheid wissen, dass man in Schwierigkeiten steckt.

Wenn diese Schwierigkeiten allerdings so schön besungen werden, wie von No Age, könnte man sich darauf durchaus einlassen.

Devo – This Is What We Do

Devo bestehen seit 1972 und haben seither nichts an Großartigkeit eingebüßt. Sonderbare Kostüme, Videos zum Durchdrehen und Texte, die mit dem Wort Miau beginnen.

Sie treten auch gerne mal unter anderem Namen als ihre eigene Vorband auf und vertreten die These, dass es keine Evolution gibt, sondern der Mensch sich mit der Zeit zurückentwickelt. Alles richtig gemacht.

„This Is What We Do“ zeigt dann auch allen Bands, die sich momentan am Disko-Elektropop versuchen, wo der Hammer hängt. Devo, die nicht gerade für straighte Elektronik stehen, schütteln derart locker einen Tanzflächenfüller aus dem Ärmel, dass es einem ganz anders wird. 

Is Tropical – Tan Man

 Is Tropical sind drei Jungs aus London, die früher gemeinsam ein Haus besetzten und ihre Auftritte gerne verhüllt bestreiten. Laut eigener Aussage helfen ihnen ihre Masken in die geeignete Bühnenstimmung zu kommen.

Auch im Video zu „Tan Man“ bekommt man nichts von den Dreien zu sehen. Stattdessen geben die Olsen-Zwillinge, die man aus der Fernsehserie „Full House“ kennt, einen Tanzkurs. Die Olsen-Zwillinge zeigen zum Gitarren-Synthie-Brett von „Tan Man“ den Jitterbug. Eine ziemliche absurde Veranstaltung.

Der Song Tan Man befindet sich auf der B-Seite der Single South Pacific.