Archiv für die Kategorie „New Hits From The Blog“

2011
Okt
20

New Hits From The Blog // Unholy Rhythms

avatar Philipp

 

Pop und Geheimnis gehen ja zusammen wie Pech und Schwefel. Im Dunkeln ist auch musikalisch gut munkeln und Töne deren Urheber nicht bekannt sind, wirken mysteriös und faszinierend. Den ganzen Monat über beschäftigt sich on3 unter dem Codenamen Pop Secret mit dem Geheimnis im Pop.

Der Blog Unholy Rhythms aus San Francisco  erklärt genau das zu seinem ästhetischen Konzept und widmet sich mit seinen Posts der düsteren, abseitigen Musik von weitgehend unbekannten Bands. Zu jedem Song gibt es ein merkwürdiges Bild und eine verquere Kurzgeschichte, in denen es von Verdammnis über Fieberwahn über allerlei Psychedelisches geht. Da passt das Motto des Blogs nur zu gut ins Bild:

“It isn’t about if you’re the first to hear the music, but the fact that you’re hearing it at all.”

 

Taps – Fluttersad

Von dem Produzenten Taps düften tatsächlich die wenigsten gehört haben. Dabei bastelt der Mann Beats, die tonnenschwere Bässe durch melancholische Melodien wuchten. Man könnte fast von Dupstep-Walzer sprechen.

 

Lana Del Rey – Video Games (Madden Refix)

Madden bremst in seinem Remix das zarte Pop-Stimmchen von Lana Del Rey derart runter, dass es am Ende fast so klingt als würde ein Mann singen. So wird aus dem ohnehin schon traurigen Pop-Song ein grusliger Horror-Film-Soundtrack.

 

Skeleton Zoo – Devil’s Lettuce

Das Produzenten-Duo Skeleton Zoo pendelt zwischen Ohio und Philadelphia und verhackstückt auf seinen Laptops allerlei Pop-Songs zu merkwürdigen Grooves und Melodien. Kling wie ein Drumcomputer auf Acid.

 

Basketball Camp – Midnight Gerlactic

Die Tage von Mash-Ups sind eigentlich längst gezählt. Wenn aber wie hier der Beastie Boys Kracher “Intergalactic” mit der fiepsenden und dröhnenden Synthie-Hymne “Midnight City” von M83 vermischt wird, wirkt das geheimnisvoll und spannend zugleich.

2011
Okt
13

New Hits From The Blog // Auf den zweiten Blick

avatar Steffi

Das Internet macht uns zu Messies. Man lädt runter, was gerade geht. Die Festplatte platzt aus allen Nähten und eigentlich hat man doch schon längst keine Ahnung mehr, was so alles für Musikfiles in den dunklen und tiefen Archiven des eigenen Computers gebunkert werden.
 
Zeit, mal ordentlich den Kehrbesen zu schwingen und sich durch die Vergangenheit zu ackern. Der Blog “Auf den zweiten Blick” hat sich das zur Aufgabe gemacht. Nicht den heißesten Scheiß, der einem sowieso ständig ins Gesicht geschleudert wird, noch ein wenig weiter zu schleudern, sondern die Sachen auszugraben, die aus irgendeinem Grund nicht in der persönlichen Dauerschleife gelandet sind.

Keine schlechte Idee – nochmal ein Auge auf das zu werfen, was so irgendwo vor sich hingammelt.

Entweder um neue Schätze zu entdecken oder endlich die Bestätigung zu bekommen, dass eine der vielgehypten Indiesensationen aus dem Jahre 2001 letztlich doch nur eine kurze Verpuffung am großen Pophimmel war.

Und so wird einer zweiter Blick auf Cat Power, …And You Will Know Us by the Trail of Dead oder die Decemberists geworfen, um die üblichen Verdächtigen zu nennen. Daneben dann noch ein ganzer Haufen an Unbekanntem, Schrägem und zu Unrecht Verschollenem. Es gibt sogar Mystery-MP3s, bei dem der Blogger nicht mal mehr selbst weiß, wer dahinter steckt.

Eine gute Sache, dieses Ausmisten. Denn wie man bei jedem New Age Guru nachlesen kann, wirkt das Wegwerfen von altem Ballast wahre Wunder und schafft Raum für Neues. In diesem Fall ein paar Gigabyte Platz, um die nächste willkürliche Downloadorgie zu starten.

http://revisiting.tumblr.com/

2011
Okt
6

New Hits From The Blog // Nicorola.de

avatar Jakob

Copyright: Nicorola.de

Aus, Schluss und vorbei. Einer der besten deutschen Musikblogs stellt seine Arbeit ein. Der Grund: Betreiber Nico hat abgeschlossen mit dem Bloggen. „Ich habe keine Lust mehr, mein geliebtes Hobby zum Nebenberuf zu machen“, schreibt er auf Nicorola.de und hinterlässt damit eine traurige Gemeinde von Anhängern, aber auch ein umfangreiches Archiv von Musik, die er in den letzten 7 Jahren entdeckt und uns zugänglich gemacht hat. Ein kurzer Blick in die Übersicht macht klar warum das Ende dieses Blog eine Leerstelle in der deutschen Blogosphäre hinterlassen wird: Nada Surf, Why? und The Postal Service sind nur drei von diversen Bands, die man in den letzten Jahre auf Nicorola.de mitentdecken konnte.

Ganz lassen kann es Nico aber auch nicht: Seine MP3-Compilation-Reihe namens Mixahulababy, in der pro Folge immer 7 Songs unterbringt, bleibt bestehen.

Hier ein paar neue Tracks aus den letzten Ausgaben:

Street Eaters-Nation Builder

2 Bandmitglieder. Megan am Schlagzeug. John am Bass. Gesang: Beide. Das sind die Streets Eaters aus Berkeley in Kalifornien. Pop-Punkiges Geschredder, das ziemlich Hi-Fi daher kommt. Siehe auch The Thermals und Sonic Youth.

Boats – TV Scientist

Rumpel-Pop, Irish-Folkverarsche und ein Wahnsinnsrefrain: Bei diesem Song der Boats aus Winnipegg fällt einem mehr auf und ein als im Gesamtwerk so manch anderer Band.

Inspired&The Sleep-Chops

Selten so einen vertrackt-komplexen Rhythmus gehört wie in diesem Stück: Inspired &The Sleep plündern radikal im Freejazz-Regal, trällern im Seemannschor und spielen mit dem Bass wie mit einem Steckenpferd.

 

 

 

2011
Sep
29

New Hits From The Blog // I Guess I’m Floating

avatar Fumi

 

„I Guess I’m Floating“  ist ein mit Downloads vollbepackter Blog von zwei Brooklyner Jungs. Nathaniel und Conner wollen uns mit ihren Neuentdeckungen begeistern – auf ihrem Blog landen keine abgenudelten Hypes. Außerdem wettern sie schon fast manifestartig über Blogger, die Songs vor Veröffentlichungstermin leaken, nur um sich selbst zu profilieren. Bei den Brooklynern gilt: keine illegalen Downloads. Lieber mühsam durch Demos wühlen, um die Bands von morgen zu finden und einen neuen, eigenen Hype starten!

Helping music fans discover awesome new music and helping bands discover awesome new fans.

Viel Pop, Folk, ordentlich Beat und ab und an feinen Elektro – so klingt „I Guess I’m Floating“. Zwischen den noch total unbekannten Namen,  findet man aber auch manchmal nicht ganz so fremde Töne…

FANFARLO – REPLICATE
Ja, nach ihrem Debut  Reservoir  wurde es ziemlich still um die Band. Der Vorabtrack zur neuen Platte klingt nicht mehr so melancholisch. Und es klingt deutlich besser produziert – unter anderem von Animal Collective. Wir freuen uns auf das Album.

AIR REVIEW – AMERICA’S SON
Die Indie-Folk-Pop Band aus Dallas hat  in der Blogosphäre mit ihrem simplen, zarten Folk schon für Aufruhr gesorgt. Besonders ist, dass hier Musik ganz ohne viel Studio-Schnick-Schnack auskommt. Die Vorabsingle zur ersten EP „America’s Son“  schreit einfach nach einem Herbstspaziergang im Park mit Stöpseln im Ohr und einem Lächeln auf den Lippen.

ICEWATER – I KNOW THAT DREAM
Icewater ist eine klitzekleine Folkband aus Brooklyn, die gerade ihr gleichnamiges Debüt herausbringt. „I Know That Dream“ ist der Eröffnungstrack und erinnert an die folkigen Songs von Conor Oberst… schön!

ARMS – FLEECED
Das erste Album des Quartetts wird  am 9. November in den USA veröffentlicht und bisher geistert nur eine Single davon im Netz herum: „Fleeced“. Die Band war eigentlich als Nebenprojekt vom Harlem Shakes Gitarristen Todd Goldstein gedacht. Er macht alles richtig, wenn er zukünftig sein Zweitprojekt „ARMS“ zum Hauptprojekt macht.

 

 

 

 

 

 

2011
Sep
22

New Hits From The Blog

avatar Jakob

Die Brillanz der kanadischen Band Arcade Fire wurde in den vergangenen Jahren schon genügend betont. Auf ihren Einfluss und die zahlreichen Vernetzungen innerhalb der kanadischen Bandszene rumzureiten, gehört geradezu zum guten Ton. Was passiert aber eigentlich in Kanada jenseits dieser Szene, jenseits dieses Hypes? Antworten findet man auf dem Blog „Weirdcanada.com“, der sich den entlegenen Sounds aus Kanada widmet.

Schon rein geographisch liegt „Weirdcanada.com“ ziemlich weit draußen. Gründer Aaron kommt aus Edmonton in Zentralkanada – die großen Städte Montreal, Toronto und Vancouver sind allesamt mehr als 1000 Kilometer entfernt. Seine Auswahlkriterien für Musik sind nicht weniger abseitig: Auf dem Blog erscheint nur Musik aus Kanada, die auf physischen Tonträgern erschienen ist. Und das heißt in diesem Fall vor allem: Kassetten und 7‘-Platten. Genres sind kein Kriterium – von DIY-Post-2-Step über Indierock bis experimentellen HipHop wird alles gefeatured, was bei drei auf dem Tonträger war.

Eine kleine Auswahl:

Pon de Replay – What’s All This, Then?

Ein durchgeknalltes Stück Kassette, der Sound mäandert zwischen Hörspiel, HipHop-Brocken und physischen Eingriffen auf der Kassettenspur. Klingt krank, ist es auch. Und zwar krank im besten Sinne!

Peace-My Face

Versponnener Indierock aus Vancouver: So Lo-Fi wie alte Platten von Wolf Parade. Dazu gibt es ein paar schöne Melodien – wie im Song „Aurora Hotel“.

Itsagamble!-Which House?

Flimmert wie ein Craig David auf Burials Spuren, nervt erstmal wahnsinnig und bleibt dank der zerfledderten 2-Step-Reste im Beatgerüst doch hängen. Nebenbei noch ein dezenter Seitenhieb auf einen der musikalischen Trends des Jahres.

Hier geht`s zum Blog.

 

2011
Sep
15

New Hits From The Blog // Dance The Way I Feel

avatar Steffi



Seit jeher scheint es ein ehernes Gesetz, dass sich verschiedene Kunstrichtungen gegenseitig die Muse hin und her schubsen. Sei es nun ein Maler, der im Musikrausch das beste Bild wuppt, Musiker, die von Filmen inspiriert werden oder Modemacher, die ihre Show aufhübschen, indem sie die hippsten Irren der Musikwelt spielen lassen. Warum sollten die Tagebücher der Neuzeit davor haltmachen?
Der Blog “Dance The Way I Feel” verbindet Mode und Musik. Zwei verwandte Seelen, wie es scheint.
Der Name des besagten Blogs umreißt perfekt, worum es Herbert Hofmann aus Berlin, dem Schreiber, geht.
Sich nicht groß zu scheren um Konvention bei diesem und jenem, das richtige Lied, die korrekte Socke, den passenden Mittelscheitel, sondern einfach zu tanzen, als ob niemand zuschaut. Zu machen, wie es gerade am tauglichsten fürs eigene Dasein ist. Sei es in der Musik oder in der Mode.
Herbert tummelt sich selbst in der Modebranche und setzt im Blog seinen Lesern Kopfhörer auf, während sie durch seine Linse aufs modische Leben in Berlin schauen.
Im Blog finden sich spärlich bekleidete Jünglinge mit wehem Blick, die Turnschuhe präsentieren, gemischt mit dem Neusten der Laufstege und Woodkid, der Adele covert. Musikalisch wandert man von Bodi Bill zu den Fiery Furnaces und landet bei Planningtorock.
Alles sehr schön anzusehen, liebevoll beschrieben und quasi mit Farbstift ausgemalt.
So wird hoffentlich auch der Letzte davon überzeugt, dass Mode nicht nur der schnöden Eitelkeit frönt, sondern durchaus einen Unterhaltungswert hat, eben genau wie Musik.

Dance The Way I Feel

2011
Jul
21

New Hits from the Blog // Supercity

avatar Fränzn

Der österreichische HipHop-Blog Supercity lässt sich gar nicht so klar einordnen. Fast 20 Autoren hat die Seite und dementsprechend breit ist das HipHop Angebot. Von sonnigem Westcoast-Gangsta bis glitchiger Beatszene wird alles geblogt, was cool is und irgendwas mit Rap zu tun: Den Wahnsinnsauftritt des amerikanischen Comedy-Rappers Reggie Watts bei Conan O’Brien, den Trailer zum neuen Rap-Aufreger-Film „Homies“ mit Jimi Blue Ochsenknecht und natürlich kann man hier vor allem auch die neuesten österreichischen Raps entdecken.

Soundtruck aka Flip – Mein Baby (Blauweiss Remix)

Wirklich coole Fußballsongs sind selten. Meist sind es Mitgröhl-Nummern mit billigen Texten oder gleich Proll-Techno-Tracks. Ein paar aber sind richtig fett: Olli Banjos „Bayern München“ zum Beispiel oder Skero’s „Fuaßboi“. Texta-Kollege Flip hat jetzt einen neuen Fußballraptrack am Start: „Mein Baby“ im Blauweiss Remix. Mit „Blauweiss“ ist der FC Blauweiss Linz gemeint. Mit im Team sind Welly Jr., Sam, Huckey, Dan & Andy. Leicht melancholischer Beat, viel Gefühl in den Texten, echte Fußballleidenschaft.

Chris Brown x Hudson Mohawke – Real HipHop Sh*t 2

Chris Brown hat ein Album gemacht. Für Mädels, die sich gern auf weichem R&B-Samt betten lassen, für die Banger im Black-Schuppen, für die Großraumdissenstyler. „F.A.M.E.“ heißt es. Die Streetsingle “Look at me now“ mit Busta Rhymes und Lil Wayne ist der Hammer, logo. Viel spannender aber ist grad seine „Real HipHop Sh*t“-Videoreihe, die er so nebenbei ins Netz stellt. Da singt zwar auch, aber hauptsächlich rappt er, spittet sogar einen auf. Mal über einen GlitchHop Beat, einen 9th Wonder BoomBap-Beat, mal über einen Hudson Mohawke Beat. Fett, fett, fett! Bitte ein ganzes Album davon.

Beat Power

Wie groß die Beat-Szene in Deutschland gerade ist – einfach mal in „Beat Power“ reinhören. Twit One, Kölner und Entourage Mitglied, hat 31 Beatbastler zusammengetrommelt für seine zweite Beatbibel. 38 Psalme ist Beat Power stark. Das Sample ist heilig. Der Umgang mit dem Sample weniger Metzgersarbeit als plastische Chirurgenkunst ohne Silikon. Ich kann davon nicht genug kriegen. Ein Vinyl dazu erscheint auf „Augenringe unter dem dritten Auge“-Records. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Common feat. Nas – Ghetto Dreams

Ein neues Common Album erscheint am Horizont. „The Dreamer, The Believer“ wird es heißen und soll noch 2011 kommen. Nach „Summer Madness“ kommt mit „Ghetto Dreams“ ein weiterer Vorabhappen in Schnappweite. Produziert von No I.D.. Der hat nicht nur Common zu seiner Rap-Karriere verholfen, sondern auch noch Kanye West entdeckt und für Jay-Z ein paar Hits produziert. Das Zuckerl oben drauf: Rap-Legende Nas.

2011
Jul
14

New Hits From The Blog // Beat Control

avatar Fumi

Was wir früher noch von besten Freunden auf Kassette zum Geburtstag bekamen, später dann auf CD mit selbstgebasteltem Cover, kommt auf Beat Control als MP3 File zum Download. Die Macher aus Hamburg haben es geschafft  die Romantik des Mixtapes in die digitale Zeit zu retten. Seit 2009 basteln Martha Hari, The Alphabet Pony und Johannes D. Täufer alle zwei Wochen ein perfektes Mixtape und bieten uns Klänge für alle Lebenslagen.

„Wir haben dir ein Mixtape gemacht“

Musikalisch kommt der Blog eindeutig aus der Pop-Ecke mit viel Beat, aber ab und an auch feinem Elektro. Von Santigold, Austra, M.I.A über den Elektroburschen Sebastian fehlt nix. Beat Control ist immer vorne mit dabei und hat fix die Hype-Singles schon auf dem Mixtape. Passt auch, dass Johannes D. Täufer und Martha Hari oft hinter dem DJ Pult im Hamburger Übel&Gefährlich zu finden sind und The Alphabet Pony als Musikchef eines Studentenradios sein Unwesen treibt – deshalb wird auch jedes Tape in Echtzeit live gemischt und nicht nur am Computer zusammengestellt.

 Ein Beat Control Mixtape ist ein Gesamtkunstwerk.

Das Paket beinhaltet eine mit Details gespickte Tapebeschreibung und das eigens designte Mix-Cover. Die Tapes haben alle ein Motto: „All signals pop“ ist voller popmusikalischer Hits! Hits! Hits!, „Hold on to your misery“ ist die musikalische Hilfe raus aus dem Shit des Lebens, frei nach dem Motto CTFO – Chill the fuck out. In der Beat Control Facebook Gruppe findet man dazu die Tracklist.

Moonlight Matters

Das aktuelle Tape kommt übrigens direkt nach dem Melt! Festival von The Alphabet Pony zum Thema „Moonlight Matters“. Namensgebend ist hier übrigens der gleichnamige belgische DJ, der gerade super Remixe macht, von denen mindestens zwei auch im neuen Tape zu hören sein werden.
Benny aka The Alphabet Pony hat außerdem verraten, dass folgende Tracks auf dem Tape sein werden:

Ada – The Jazz Singer
Den Track kennt man schon von den No Kids, und die Hamburgerin Ada hat ihn sich für ihr Debütalbum „Meine zarten Pfoten“ ausgeborgt. Meiner Meinung steht dem Track das Remake tiptop! Die leichten Beats unter der zarten Stimme… ein absoluter Sommertrack!

The Kills – Blue Moon
Bekannt für ihre schmucken B Seiten haben sie auf ihrer neuen EP „Future starts slow“ diesen Track mit dabei.  

Ein Tipp zum Schluss: Beat Control ist gerade erst auf die Tumblr-Adresse umgezogen. Wem die gebotenen Mixtapes nicht reichen, für den gibt es auf ihrer Blogspot-Adresse die komplette History seit 2009. Musik à porter – zum einstecken und mitnehmen.

2011
Jul
7

New Hits From The Blog // The Stay Spun

avatar Philipp

 

Ein Münchner in Minneapolis, Ellie Goulding im Dubstep-Fleischwolf und zweimal James Blake in völlig unterschiedlichen Remixen. Der amerikanische Blog “The Stay Spun” bringt all das zusammen.

Falty DL – Brazil (Trrbo & Cat People Remix)

Der Münchner Jakob Merten hat zwei Gesichter: unter dem Pseudonym Tim Turbo schwingt er die allerdickste Rave-Keule und zertrümmert damit allerlei Weltmusik-Samples. Als Trrbo schaltet er mindestens acht Gänge runter und schleicht durch schwach ausgeleuchtete Dubstep-Welten. Call it Post-Dub-Whateverstep!

Ellie Goulding – Lights (Bassnectar Remix)

Das Original des britischen Singer-Songwriter-Sternchens klingt natürlich deutlich zuckriger und ziemlich cheesy. Pop eben! Der kalifornische Produzent Bassnectar schickt das Goldkehlchen einmal durch seinen Elektro-Häcksler und pumpt den Song mit ordentlich Bass auf Club-Größe. Dubstep eben!

James Blake – I Never Learnt To Share (Danny T. Remix)

Wo das Original ziellos durch den Raum schlingert und strauchelt, weiß die Version von Danny T. genau wohin sie will: auf die Tanzfläche! Der Remix klingt fast schon gut gelaunt und definitiv tanzbarer – eine Mischung aus britischem Funky-House und Oldschool-Rave-Referenzen. So einfach macht man traurige Whateverstepper tanzen!

James Blake – I Never Learnt To Share (Sun Hammer Remix)

Kollege Sun Hammer treibt den Ansatz von Blake hingegen auf die Spitze. Schicht für Schicht baut er aus winzigen Versatzstücken des Originals ein echtes Monster von einem Track – ein James-Blake-Frankenstein-Sun-Hammer-Hybrid sozusagen! Die kleinen Schnipsel, Fetzen, Knickser und Knackser hört man übrigens am besten über den Kopfhörer.

2011
Jun
30

New Hits From The Blog

avatar Steffi

 

No Fear of Pop – ein Blog aus Berlin und Oslo, der keine Angst haben möchte vor der großen Popmusik. Die Musikauswahl ist dann aber doch ausgesprochen feinsinnig und wählerisch. Von den meisten der Bands hat man noch nie etwas gehört, und genau das ist das Gute an No Fear of Pop. Kein wilder Hipsterwahnsinn, keine Tausend mal durchgenudelte Hypemachine-Hits, sondern die wirklich versteckten Perlen der Musik, die vielleicht zu leise sind, als dass man sie sonst in den Weiten des Netzes entdecken könnte.

Brandon Biondo – Sleeve

Wenn ein Surfer mal einen schlechten Tag hat, dann ist „Sleeve“ wahrscheinlich das perfekte Lied für ihn. Brandon Biondo hat da nämlich einen ziemlich perfekten Song für einen melancholischen Tag am Strand geschrieben. Wobei ihm der Strand eigentlich  ziemlich egal sein dürfte, immerhin kommt der Gute aus Knoxville, was bekanntlich in Tennessee liegt. Fast könnte man auch meinen, dort sei die Urquelle des Echos, so viel wie in „Sleeve“ davon verbraten wurde.

Baby Lips – No Blood

Mit dem eigenen Freund oder der Freundin eine Band gründen? Das kann durchaus seine Tücken haben. Wer bekommt die Instrumente, wenn man sich trennt? Wer die Lieder?

Auch die Baby Lips sind ein Paar, aber solche Fragen stellen sie sich glücklicherweise noch nicht. Sie sind sowieso viel zu beschäftigt sonderbare, kleine Lieder zu schreiben und schräge Bühnenoutfits zu gestalten.  „No Blood“ reiht sich mit seiner eiernden Orgel und dem schleppenden Schlagzeug hervorragend ein. Hoffentlich bleiben sie ewig zusammen.

Ole Torjust – Lotst

Ole Torjus &  Himstregims (Danke für den Hinweis an Ole Torjus) aus dem beschaulichen Bergen an der norwegischen Westküste schafft etwas Besonderes: Elektronische Musik machen, ohne dabei elektronisch zu klingen. Ruckelige Beats und eine schräge Orgel sind das fragile Gerüst für Ole Torjus &  Himstregims’ Gesang und ihre Erkenntnis: What have i learnt from being all alone, we are all alone. Hoffentlich bleibt das Wetter in Norwegen regnerisch, wenn dabei solche Ergüsse herauskommen.

Katie Kim – The Feast

Katie Kim ist das Soloprojekt der irischen Singer-Songwriterin Katie Sullivan. Mit „The Feast“ schüttelt Frau Kim ziemlich nonchalant Musik für laue Nächte aus dem Ärmel. Ein wenig schimmert der Gedanke an Coco Rosie durchs Ohr, ohne dabei allerdings ins völlig Schräge abzudriften, wie die beiden Schwestern das so gerne tun.  Sparsam instrumentiert mit Gitarre, etwas Bassdrum und Stimme. Das Lagerfeuer ist mit Sicherheit beim Kauf inbegriffen.