Pop und Geheimnis gehen ja zusammen wie Pech und Schwefel. Im Dunkeln ist auch musikalisch gut munkeln und Töne deren Urheber nicht bekannt sind, wirken mysteriös und faszinierend. Den ganzen Monat über beschäftigt sich on3 unter dem Codenamen Pop Secret mit dem Geheimnis im Pop.
Der Blog Unholy Rhythms aus San Francisco erklärt genau das zu seinem ästhetischen Konzept und widmet sich mit seinen Posts der düsteren, abseitigen Musik von weitgehend unbekannten Bands. Zu jedem Song gibt es ein merkwürdiges Bild und eine verquere Kurzgeschichte, in denen es von Verdammnis über Fieberwahn über allerlei Psychedelisches geht. Da passt das Motto des Blogs nur zu gut ins Bild:
“It isn’t about if you’re the first to hear the music, but the fact that you’re hearing it at all.”
Taps – Fluttersad
Von dem Produzenten Taps düften tatsächlich die wenigsten gehört haben. Dabei bastelt der Mann Beats, die tonnenschwere Bässe durch melancholische Melodien wuchten. Man könnte fast von Dupstep-Walzer sprechen.
Lana Del Rey – Video Games (Madden Refix)
Madden bremst in seinem Remix das zarte Pop-Stimmchen von Lana Del Rey derart runter, dass es am Ende fast so klingt als würde ein Mann singen. So wird aus dem ohnehin schon traurigen Pop-Song ein grusliger Horror-Film-Soundtrack.
Skeleton Zoo – Devil’s Lettuce
Das Produzenten-Duo Skeleton Zoo pendelt zwischen Ohio und Philadelphia und verhackstückt auf seinen Laptops allerlei Pop-Songs zu merkwürdigen Grooves und Melodien. Kling wie ein Drumcomputer auf Acid.
Basketball Camp – Midnight Gerlactic
Die Tage von Mash-Ups sind eigentlich längst gezählt. Wenn aber wie hier der Beastie Boys Kracher “Intergalactic” mit der fiepsenden und dröhnenden Synthie-Hymne “Midnight City” von M83 vermischt wird, wirkt das geheimnisvoll und spannend zugleich.











