Archiv für die Kategorie „Die Frage on3-radio“

2011
Okt
28

Die Frage // Was weiß ich bis jetzt?

avatar Otto

Wer weiß was von mir? Nach zwei Wochen Recherche befinde ich mich so langsam im Endspurt. Hier findet ihr schon mal die Interviews, die ich bis jetzt geführt habe.  Aber ich bin noch nicht am Ende mit meiner Suche nach Antworten.
Ständig stolpere ich noch über Links, die auch irgendwie mit meiner Frage zu tun haben.  Beim fakenamegenerator kann man sich schnell eine neue Netzidentität basteln. Mit allem drum und dran. Der Foebud informiert ziemlich umfassend über Datenschutz und Anonymität im Netz. Und wer mal testen will, was passiert, wenn die eigenen Facebook-Daten in falsche Hände geraten, sollte mal takethislollipop besuchen. Für das Facebook-Passwort bekommt man hier seinen eigenen Social Media-Horrorfilm. Alles auf eigene Gefahr, versteht sich.

Wenn ihr noch Links und Tipps für mich habt, dann bitte her damit!

P.S.: Die Sendung gibt’s am Montag ab 21 Uhr auf on3-radio und danach als Podcast!

 

2011
Okt
25

Die Frage // Wie viel Wissen über mich ist gut?

avatar Otto

Ich habe heute mit Google Deutschland gesprochen, um herauszufinden, was Google über mich weiß. Natürlich war die Pressesprecherin daran interessiert, dass ihr Unternehmen nicht als böse Datenkrake rüberkommt. Sie hat beim Interview immer wieder betont, wie der einzelne User seine Daten kontrollieren kann. Aber auch nach dem Gespräch hab ich das Gefühl, dass die Firma mit dem bunten Logo mehr von mir weiß, als mir lieb ist. Und mir daher auch immer die passende Werbung unter die Nase hält.

Die Kommunikationswissenschaftlerin und Autorin Miriam Meckel meint, dass wir in Zukunft noch berechenbarer für die Algorithmen der großen Internetfirmen sind. Ihr aktuelles Buch “Next – Erinnerungen an eine Zukunft ohne uns” wirft einen dunklen Blick in unsere Zukunft. Schon der  Klappentext verrät, wo laut Miriam Meckel die Reise hingeht.

“Die nächste Zeit gehört nicht den Menschen, sondern den Computern. Zwanzig Datenpunkte sind ausreichend, um einen Menschen berechnen zu können. Wo wir leben, was wir kaufen, wohin wir reisen, mit wem wir sprechen, was wir mögen, wen wir lieben – all das ist in den Computernetzwerken längst über uns gespeichert und wird so ausgewertet, dass wir vorhersagbar werden. Der Computer weiß, wie wir entscheiden werden, bevor wir das selbst wissen. (…) Und das ist erst der Anfang einer Zukunft, die irgendwann ohne uns auskommt.”

Klingt nach Science Fiction à la Terminator oder Matrix…
Was meint ihr: Hat Miriam Meckel Recht mit ihrer Vision? Oder helfen uns all die Algorithmen und Empfehlungen eher? Ich freue mich über eure Kommentare.  Und wenn ihr eine Frage an Miriam Meckel habt, die ich ihr am Donnerstag stellen soll, dann her damit.

2011
Okt
20

Die Frage // Was weiß die Schufa von mir?

avatar Otto

Wenn du ein Bankkonto hast, bist du drin. Wenn du schon mal was auf Rechnung bestellt hast, bist du drin. Wenn du eine Kreditkarte hast, dann erst Recht. Die Schufa hat von quasi jedem Deutschen über 18 Datensätze gespeichert. Ich wollte wissen, was die  “Schutzgemeinschaft für die allgemeine Kreditsicherung” eigentlich von mir weiß. Ich habe mir meine Schufa-Daten zuschicken lassen. Die kann seit 2010 jeder einmal im Jahr kostenlos anfordern. Gestern bin ich dann nach Wiesbaden gefahren, um mir erklären zu lassen, was da genau gespeichert wird.

Auf den ersten Blick sind es erst mal  nicht viele Daten, die die Schufa von mir kennt:  Name, Geburtstag, Geburtsort, die letzten Adressen und wie viele Konten und Kreditkarten man hat. Auch wenn es auf meinem Bogen nicht vorkommt: Auch wenn ich irgendwo noch offene Rechnungen hätte, die Schufa würde es wissen. Was die Schufa nicht weiß: Wie viel ich genau verdiene.

Trotzdem errechnet ein Computer am Ende aus diesen paar Daten einen Score-Wert: Eine Prozentzahl zwischen 0 und 100, die voraussagen soll, wie wahrscheinlich es ist, dass ich meinen Kredit auch zurückzahle. Und dieser Zahl vertrauen die meisten Banken oder Telefonanbieter blind.

In meinem Fall kein Problem: Schufa-Score von 98,96 Prozent von 100! Der nächste Handy-Vertrag dürfte kein Problem sein. Und das obwohl ich weder eine Festanstellung, noch eine reiche Erbtante habe. Deshalb gibt es auch immer wieder Kritik an die Schufa.

Wie ihr sehen könnt, hab ich einige Daten in meinem Bogen geschwärzt, ich bin da doch noch vorsichtig. Christian Heller aus Berlin würde diese Angaben wahrscheinlich ohne Bedenken ins Netz stellen. Der Blogger ist Mitglied bei den Datenschutz-Kritikern von der „Spackeria“ und meint: Privatsphäre  ist in unserem vernetzten Leben nicht mehr zeitgemäß. Im Web sollen ruhig alle alles von den anderen wissen. Krasse Ansicht. Ich werde Christian fragen, ob er das wirklich ernst meint. Was sagt ihr dazu?

2011
Okt
18

Die Frage // Wer weiß was von mir?

avatar Otto

1200 A4-Seiten – so lang war das pdf-Dokument, das sich der Wiener Jura-Student Max Schrems von Facebook schicken ließ. Dabei waren das noch nicht einmal alle Daten, die das Netzwerk über ihn gesammelt hat. Der Fall sorgte für Schlagzeilen, weil er eine beunruhigende Tatsache deutlich macht: Da draußen schwirren mehr Informationen über uns herum, als wir uns vorstellen können.

Facebook will mit der “Timeline” unser komplettes Leben darstellen, Google weiß mehr über uns als unsere besten Freunde und unser Handy-Anbieter kennt immer unseren Aufenthaltsort. Es heißt, dass unser aller Daten der neue heißbegehrte Rohstoff für die Wirtschaft sind – so ungefähr wie früher das Erdöl. Viele Daten geben wir freiwillig her, einiges  wird aber auch hinter unserem Rücken gesammelt.

Wer weiß was von mir? Muss ich Angst haben, dass ich permanent durchleuchtet werde? Oder sind nicht eh so viele Daten im Umlauf, dass Details aus meinem Leben in der Informationsflut untergehen?

Ich versuche in den nächsten zwei  Wochen, Antworten zu finden. Los geht’s mit einer Datenkrake, die es schon viel länger gibt als Google und Facebook – die Schufa. Die “Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung” sitzt in Wiesbaden und hat angeblich Datensätze von drei Viertel aller Deutschen angelegt. Meinen persönlichen Schufa-Score habe ich schon mal angefragt  – ich lasse ihn mir am Mittwoch von einem Schufa-Mitarbeiter erklären.

Wenn ihr Fragen habt, die ich für Euch bei der Schufa in Wiesbaden loswerden soll, dann her damit. Ich freue mich auch über andere Tipps und Anregungen zur Frage “Wer weiß was von mir?”. Einfach in den Kommentaren einwerfen.
Ich berichte hier und auf on3-radio über den Stand meiner Recherchen.

2011
Jun
21

Die Frage: Soll ich meinem Kindertraum folgen?

avatar Sebastian

Von der Baustelle auf weiche Polstermöbel: Meine letzte Station auf der Suche nach Antworten ist ein Termin mit einer Psychologin. Sie berät planlose Berufseinsteiger und frustrierte Mittdreißiger. „Institut für Potentialanalyse“ heißt das Ganze. Daniela Riess-Beger heißt die Psychologin, ihr Service ist, so hoffe ich, keine zwielichtige Geldmacherei wie bei vielen anderen ‚Beratern’. Immerhin ist sie im Verband für Berufsberatung und Lehrbeauftragte an einer Hochschule. Von ihr will ich wissen, welcher Beruf der richtige für mich ist. Und ob ich meinen jetzigen hinschmeißen soll, um Zimmerer zu werden.

Was muss mein Beruf haben, damit er mich glücklich macht, was wollte ich als kleiner Junge werden, was nervt mich im Job – das sind Fragen, die die Psychologin mir stellt. Nach mehr als einer Stunde kennt sie so ziemlich meine komplette Lebensgeschichte. Dann setzt sie mich an einen Computer und lässt mich einen Fragebogen durchklicken. Mehr als 200 Fragen sind es – einige davon ziemlich komisch gestellt. Sie sollen herausfinden, wie ich mich selbst sehe.

Wie frustriert muss man wirklich sein?

Nach der Auswertung legt Daniela Riess-Beger mir eine Kurve mit vielen Zahlen vor und verknüpft die Ergebnisse des Tests mit ihren Erkenntnissen aus dem Gespräch. Und was sie so über mich herausfindet, klingt plausibel.

Ich kann schon mal verraten: Vom Jobwechsel hat mir die Psychologin abgeraten. Aber sie erklärt auch ganz allgemein: Wie frustriert muss man wirklich sein, damit ein Jobwechsel Sinn hat? Und sind Kindheitsträume gute Ratgeber bei der Berufswahl? Die Antworten erfahrt ihr in der Sendung „Neuer Beruf – besseres Leben“ – entweder im Podcast auf on3.de oder am Sonntag um 11.00 Uhr auf on3-radio.

2011
Jun
16

Die Frage // Wie geht’s zu auf dem Bau?

avatar Sebastian


Heute geht’s raus zum Kunden, um die Puzzleteile auf der Baustelle zu einem fertigen Blockhaus zusammen zu bauen. Der Keller ist bereits gemauert, darauf sitzt eine Bodenplatte aus Beton, auf die wir Holzblöcke stapeln. Schnell durchschaue ich den Plan und kann jeder Wandnummer die passenden Teile zuordnen. Sind ja alle beschriftet.

Anpacken
Die Jungs von der Zimmerei trauen mir durchaus was zu: Ich schleppe Balken umher, setze die Fräsung aufeinander und schlage sie einhändig mit einem riesigen Vorschlaghammer ineinander. Anschließend säge ich große Platten zur Wärmeisolierung aus, montiere sie an die Außenwände und verkleide sie mit den Holzbrettern für die Innenwände.

Staunen
Als wir in der Garageneinfahrt im Keller zu Mittag essen, steht über uns schon das fertige Erdgeschoss, darin duftet es nach Fichtenholz. Und es sieht jetzt schon super aus mit den warmen Farbtönen. Ein ganzes Eigenheim aus Rohstoff, der nachwächst – wie kann man nur Häuser aus Stein bauen?

Durchhalten
Einen Haken hat das Arbeiten: Ich bin völlig durchnässt, es hat den ganzen Vormittag geschüttet und mein altes Regenzeug ist undicht. Nicht, dass das hier jemanden interessieren würde, nass werden alle und Aufhören ist ausgeschlossen. Klar, wer im Freien arbeitet, macht das normalerweise bei jeder Witterung. Doch auf dem Bau ist das nicht ganz so. Im Winter ruht die Arbeit nämlich, viele Handwerker werden saisonal arbeitslos. Im Sommer hart buckeln, im Winter “Stempeln gehen” – ein schöner Traumberuf ist das.

2011
Jun
15

Die Frage // Bin ich der geborene Häuslebauer?

avatar Sebastian

Bei strahlendem Sonnenschein auf einem Dachbalken stehen – so läuft das als Zimmerer, dachte ich. Von wegen. Mein erster Tag im Traumjob meiner Kindheit war so ziemlich das Gegenteil davon.

Viel zu früh muss ich raus, krame alte Klamotten aus dem Schrank, schlüpfe in meine neuen Sicherheitsschuhe und düse in den Betrieb. Statt Aufstehen um acht heißt es heute: Dienstbeginn um sieben. In der Halle bereiten die Jungs von der Zimmerei ein Blockhaus aus Massivholz vor. „Abbinden“ nennen sie das. Auf einer großen Tafel hängen die Pläne für jedes Puzzleteil des Hauses, so ähnlich wie Möbelskizzen von Ikea, nur komplizierter. Ich bin müde, ganz im Gegensatz zu den Jungs um mich herum. Anstatt zu gehen, flitzen sie. Ungelogen.

Bretter schneiden, Stapler fahren

Stundenlang helfe ich beim Zuschneiden von Schalungsbrettern für einen Dachstuhl: Anzahl und Länge aus dem Plan suchen, Länge einstellen, Ohrenschützer auf und los. Die Bretter sind makellos gehobelt und duften nach frischem Fichtenholz. Sie flutschen so schnell durch die Säge, dass ich kaum mit Aufstapeln nachkomme.

Der Höhepunkt des ersten Tages: Stapler fahren. Fritz erklärt mir kurz, welcher Hebel welches Teil bewegt, dann darf ich ran. Im Stottermodus zittere ich das Bretterbündel über den Hof und muss es in einem riesigen Regal ablegen. Viel zu oft kontrolliere ich nervös, ob ich anstoße. “Fahr nur zu”, sagt Fritz, “basst scho”. Dabei hätte ich die Ladung fast daneben gekippt.

Erste Erkenntnisse

Um 17:00 Uhr ist Feierabend, eine Viertelstunde später bin ich zu Hause. Eigentlich super, so früh mit der Arbeit fertig zu sein. Aber als ich die staubigen Klamotten ins Eck werfe, denke ich nur noch an zwei Dinge: essen und faulenzen. Und ich merke: Mein Rücken schmerzt weniger als nach einem Tag am Schreibtisch.

2011
Jun
8

Die Frage // Neuer Beruf – besseres Leben?

avatar Sebastian

Unsere Frage fängt diesen Monat mit ein bisschen Job-Genörgel an, wie es wahrscheinlich jeder kennt: Ich, beispielsweise, schleppe mich jeden Morgen durch klimatisierte Gänge mit grauem PVC-Boden hin zum Schreibtisch, drücke den Einschaltknopf am Rechner und starre den Rest des Tages in einen viereckigen Kasten. Über mir surrt die Leuchtstoffröhre, draußen ist Sommer – geht’s noch?

Sinnkrise im Bürojob

Abends wenn ich den PC herunterfahre, kann ich nicht mehr sagen, was ich eigentlich geschaffen habe. Wo ist das Ergebnis meiner Arbeit? Und das soll ich dann Beruf nennen – wie Berufung? Es klingt wie ein Klischee, aber manchmal wünsche ich mir, ich hätte – sprichwörtlich – “was G’scheits” gelernt!

Ich hatte da mal einen Traumberuf. Früher wollte ich Zimmerer werden. Häuser aus Holz bauen, braungebrannt auf dem Dach stehen, auf Wanderschaft gehen. Stattdessen sah mein Leben so aus: Abitur, Studium, Praktikum, Schreibtischjob.

Ausweg Traumberuf?

Nagt an Euch auch manchmal der Verdacht: Im Traumberuf wäre man vielleicht glücklicher geworden? Und darum probier ich das jetzt aus. Ich will herausfinden, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich mich gegen Studium und für meinen Traumberuf entschieden hätte. Was wäre, wenn ich tatsächlich was Gescheites gelernt hätte? Und darum geh ich in die Zimmerei. Als Handwerker. Meine Erfahrungen als Schreibtisch-Schluffi auf dem Bau könnt ihr hier die nächsten Wochen verfolgen.

Und hoffentlich finde ich am Ende eine Antwort auf unsere Frage im Juni: Neuer Beruf – besseres Leben?

Euer Sebastian

2011
Jun
1

Die Frage // So geht Revolution

avatar Christine

Arabischer Frühling… europäischer Sommer?

Am Wochenende haben es die Franzosen den Spanieren gleich gemacht und haben den Revolutionsplatz par excellence besetzt: Den Place de la Bastille, sozusagen den Tahrir-Platz der letzten Jahrhunderte. Sie demonstrieren wie die Spanier gegen Sparhaushalte, korrupte Politiker und die politische Elite, gegen Arbeitslosigkeit und zu teure Wohnungen. Am Sonntagabend hat die Polizei den Platz zwar geräumt, aber die Franzosen versprechen – sie kommen wieder. Damit lösen sie das ein, was Protest-Altmeister Stéphane Hessel von ihnen fordert: Empört Euch! Gründe dafür gibt es genug!

Grundlagen jeder Revolution

Empörung ist also der Motor jeder Revolution, jedes Protests. Zweite Grundlage: die Organisation. Organisiert euch – egal wie, ob per Netz oder Telefonlawine. Je mehr über Protestaktionen berichtet wird, desto mehr Leute machen mit. Und dann geschieht das, was Srdja Popovic von der serbischen Jugendbewegung Otpor das “Enthusiasmus statt Angst Phänomen” nennt – je mehr Leute auf die Straße gehen, je mehr Leute sich trauen gegen ein Regime zu demonstrieren, desto schneller hat das Regime verloren.

 Friedliche Haie

Die dritte Grundlage hat mir auch Srdja geliefert. “Movements are like sharks. If shark stops, shark dies.” Revolutionen müssen immer weiter wachsen, mehr Menschen, mehr Aktionen – da geht der Satz “Masse macht’s” wirklich mal auf. Bei all dem ist klar, nur wenns friedlich bleibt, geht die Rechnung auf. Sobald Gewalt im Spiel ist, ist der Schritt zum Bürgerkrieg nicht weit.

Die beste Erkenntnis nach diesen zwei Wochen Recherche ist für mich aber: Revolution ist machbar. Das haben mir Srdja und die ägyptische Radiomacherin Amani gezeigt. 

Hier gibt’s die ganze Sendung “Wie geht Revolution?”

In diesem Sinne, empört euch – und das muss ja nicht immer nur über sowas Banales sein, wie den Typen, der auf der Rolltreppe links steht….

2011
Mai
27

Die Frage // Read the Revolution

avatar Christine

Beim Endspurt in meinen Recherchen zur Frage: Wie geht Revolution? bin ich zwei Bücher gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten will. Vor allem ihre Autoren nicht: Gene Sharp ist über 80, Stéphane Hessel schon 93… und trotzdem – oder gerade deswegen – sind die zwei echte Gurus in Sachen gewaltloser Widerstand.

Schon mal ein sick-in versucht?

Gene Sharps Buch “From Dictatorship to Democracy” enthält 198 praktische Anweisungen, wie man gewaltlosen Widerstand organisiert. Schon mal an ein “sick-in” gedacht? An ein kollektives Krankschreiben? Oder daran, an einem bestimmten Tag alle dasselbe zu tragen, um den kollektiven Unmut auch nach Außen sichtbar zu machen…? Klingt einfach, soll es auch sein. Das Buch ist in alle möglichen Sprachen übersetzt, und wurde auch während der arabischen Revolutionen ordentlich geklickt. Reinschauen in den Leitfaden könnt ihr hier

Empört Euch! Engagiert Euch!

Zweiter Lese-Tipp –  Nur knapp 30 Seiten dick und von: Stéphane Hessel. Widerstandskämpfer in der französischen Résistance und 1948 Mitautor der Charta der Menschenrechte bei der Uno. Dem kann man also schon glaube, wenn er sagt “Empört Euch!”. Er findet, dass der Zustand der Welt, die Schere zwischen Arm und Reich und die Umweltkatastrophen uns allen Grund geben müssten, endlich auf die Barrikaden zu gehen. Der Nachfolger von “Empört euch!” ist auch schon im Druck. “Engagiert Euch!” kommt im Juli heraus. Wieder nur um die 30 Seiten dick. Passt also genau noch in den Unirucksack, wenn man sich mal wieder über die Studiengebühren ärgert….

In diesem Sinne, am Wochenende regnets eh…. Read the revolution!