Archiv für September 2011

2011
Sep
29

New Hits From The Blog // I Guess I’m Floating

avatar Fumi

 

„I Guess I’m Floating“  ist ein mit Downloads vollbepackter Blog von zwei Brooklyner Jungs. Nathaniel und Conner wollen uns mit ihren Neuentdeckungen begeistern – auf ihrem Blog landen keine abgenudelten Hypes. Außerdem wettern sie schon fast manifestartig über Blogger, die Songs vor Veröffentlichungstermin leaken, nur um sich selbst zu profilieren. Bei den Brooklynern gilt: keine illegalen Downloads. Lieber mühsam durch Demos wühlen, um die Bands von morgen zu finden und einen neuen, eigenen Hype starten!

Helping music fans discover awesome new music and helping bands discover awesome new fans.

Viel Pop, Folk, ordentlich Beat und ab und an feinen Elektro – so klingt „I Guess I’m Floating“. Zwischen den noch total unbekannten Namen,  findet man aber auch manchmal nicht ganz so fremde Töne…

FANFARLO – REPLICATE
Ja, nach ihrem Debut  Reservoir  wurde es ziemlich still um die Band. Der Vorabtrack zur neuen Platte klingt nicht mehr so melancholisch. Und es klingt deutlich besser produziert – unter anderem von Animal Collective. Wir freuen uns auf das Album.

AIR REVIEW – AMERICA’S SON
Die Indie-Folk-Pop Band aus Dallas hat  in der Blogosphäre mit ihrem simplen, zarten Folk schon für Aufruhr gesorgt. Besonders ist, dass hier Musik ganz ohne viel Studio-Schnick-Schnack auskommt. Die Vorabsingle zur ersten EP „America’s Son“  schreit einfach nach einem Herbstspaziergang im Park mit Stöpseln im Ohr und einem Lächeln auf den Lippen.

ICEWATER – I KNOW THAT DREAM
Icewater ist eine klitzekleine Folkband aus Brooklyn, die gerade ihr gleichnamiges Debüt herausbringt. „I Know That Dream“ ist der Eröffnungstrack und erinnert an die folkigen Songs von Conor Oberst… schön!

ARMS – FLEECED
Das erste Album des Quartetts wird  am 9. November in den USA veröffentlicht und bisher geistert nur eine Single davon im Netz herum: „Fleeced“. Die Band war eigentlich als Nebenprojekt vom Harlem Shakes Gitarristen Todd Goldstein gedacht. Er macht alles richtig, wenn er zukünftig sein Zweitprojekt „ARMS“ zum Hauptprojekt macht.

 

 

 

 

 

 

2011
Sep
22

New Hits From The Blog

avatar Jakob

Die Brillanz der kanadischen Band Arcade Fire wurde in den vergangenen Jahren schon genügend betont. Auf ihren Einfluss und die zahlreichen Vernetzungen innerhalb der kanadischen Bandszene rumzureiten, gehört geradezu zum guten Ton. Was passiert aber eigentlich in Kanada jenseits dieser Szene, jenseits dieses Hypes? Antworten findet man auf dem Blog „Weirdcanada.com“, der sich den entlegenen Sounds aus Kanada widmet.

Schon rein geographisch liegt „Weirdcanada.com“ ziemlich weit draußen. Gründer Aaron kommt aus Edmonton in Zentralkanada – die großen Städte Montreal, Toronto und Vancouver sind allesamt mehr als 1000 Kilometer entfernt. Seine Auswahlkriterien für Musik sind nicht weniger abseitig: Auf dem Blog erscheint nur Musik aus Kanada, die auf physischen Tonträgern erschienen ist. Und das heißt in diesem Fall vor allem: Kassetten und 7‘-Platten. Genres sind kein Kriterium – von DIY-Post-2-Step über Indierock bis experimentellen HipHop wird alles gefeatured, was bei drei auf dem Tonträger war.

Eine kleine Auswahl:

Pon de Replay – What’s All This, Then?

Ein durchgeknalltes Stück Kassette, der Sound mäandert zwischen Hörspiel, HipHop-Brocken und physischen Eingriffen auf der Kassettenspur. Klingt krank, ist es auch. Und zwar krank im besten Sinne!

Peace-My Face

Versponnener Indierock aus Vancouver: So Lo-Fi wie alte Platten von Wolf Parade. Dazu gibt es ein paar schöne Melodien – wie im Song „Aurora Hotel“.

Itsagamble!-Which House?

Flimmert wie ein Craig David auf Burials Spuren, nervt erstmal wahnsinnig und bleibt dank der zerfledderten 2-Step-Reste im Beatgerüst doch hängen. Nebenbei noch ein dezenter Seitenhieb auf einen der musikalischen Trends des Jahres.

Hier geht`s zum Blog.

 

2011
Sep
22

Gebaut, um kaputt zu gehen

avatar Matthias Dachtler

Jeder hat so etwas schon mal erlebt: Kurz nach Ablauf der Garantie geht der Handy-Akku, der mp3-Player oder der Mixer kaputt. Eine Reparatur lohnt sich nicht – also ab damit in den Müll und dann ein neues Teil kaufen.

“Geplante Obsoleszenz” nennen Marketing-Profis diesen Zyklus. Der Defekt ist kein Zufall, sondern wurde von den Herstellern fest eingeplant. So stellen sie sicher, dass auch in Zukunft fleißig weiter gekauft wird.

Das Problem: “Geplante Obsoleszenz” ist schwer nachzuweisen und Beispiele werden nirgends gesammelt. Die Folge: Niemand weiß, wie viele Hersteller uns mittels “geplanter Obsoleszenz” verarschen.  Schreibt uns von euren Erfahrungen  mit ausrangierten mp3-Playern, Handys oder Kaffeemaschinen.  Wann sind die Teile kaputt gegangen? Und was hat euch daran stutzig gemacht?

2011
Sep
15

New Hits From The Blog // Dance The Way I Feel

avatar Steffi



Seit jeher scheint es ein ehernes Gesetz, dass sich verschiedene Kunstrichtungen gegenseitig die Muse hin und her schubsen. Sei es nun ein Maler, der im Musikrausch das beste Bild wuppt, Musiker, die von Filmen inspiriert werden oder Modemacher, die ihre Show aufhübschen, indem sie die hippsten Irren der Musikwelt spielen lassen. Warum sollten die Tagebücher der Neuzeit davor haltmachen?
Der Blog “Dance The Way I Feel” verbindet Mode und Musik. Zwei verwandte Seelen, wie es scheint.
Der Name des besagten Blogs umreißt perfekt, worum es Herbert Hofmann aus Berlin, dem Schreiber, geht.
Sich nicht groß zu scheren um Konvention bei diesem und jenem, das richtige Lied, die korrekte Socke, den passenden Mittelscheitel, sondern einfach zu tanzen, als ob niemand zuschaut. Zu machen, wie es gerade am tauglichsten fürs eigene Dasein ist. Sei es in der Musik oder in der Mode.
Herbert tummelt sich selbst in der Modebranche und setzt im Blog seinen Lesern Kopfhörer auf, während sie durch seine Linse aufs modische Leben in Berlin schauen.
Im Blog finden sich spärlich bekleidete Jünglinge mit wehem Blick, die Turnschuhe präsentieren, gemischt mit dem Neusten der Laufstege und Woodkid, der Adele covert. Musikalisch wandert man von Bodi Bill zu den Fiery Furnaces und landet bei Planningtorock.
Alles sehr schön anzusehen, liebevoll beschrieben und quasi mit Farbstift ausgemalt.
So wird hoffentlich auch der Letzte davon überzeugt, dass Mode nicht nur der schnöden Eitelkeit frönt, sondern durchaus einen Unterhaltungswert hat, eben genau wie Musik.

Dance The Way I Feel