Foto: Nintendo
25 Jahre Zelda-Games. Nach Klempner Mario ist der Grünschnabel Link definitiv die beliebteste Nintendo-Figur. Das beste Zelda, „Ocarina of Time“ von 1998, ist zum Jubiläum neu aufgelegt worden. Als 3D Version für den Handheld 3DS.
Jubiläumszuckerl
Die Geschichte von „Ocarina of Time“ kannte man damals schon aus früheren Zelda-Teilen: Helden-Grünschnabel Link muss Prinzessin Zelda und damit auch die ganze Welt vor dem bösen Ganon retten. Dafür erlernt Link einen Haufen Fähigkeiten, sammelt magische Artefakte und befreit mystische Wesen, die in Wald-, Feuer- oder Wassertempeln versteckt oder gefangen sind.
Das Revolutionäre war: „Ocarina of Time“ hat festgelegt, wie ein Action-Adventure in der Post-2D-Ära auszusehen hat. Diese Maßstäbe gelten bis heute. Wie man sich in einer räumlichen Polygonwelt bewegt, wie man in ihr kämpft, wie ihre Level und ihre Welt aufgebaut sind – ein „God of War 3“ ist in seinem Grundgerüst nichts anderes als ein „Ocarina of Time“ in anderem Gewand. Und: „Ocarina of Time“ gilt noch vor „GTA 3“ als erstes dreidimensionales Open-World-Game.
Immer noch einzigartig
Jetzt also die übrigens dritte Neuauflage des Games, diesmal für den 3DS. Und es kann tatsächlich immer noch mithalten. Bis auf das katastrophale Speichersystem, das einen immer wieder zu sinnlosen und ewigen Laufwegen von A nach B zwingt, spielt das Game auf alleroberstem Handheld-Action-Adventure-Niveau mit. Mit den Ideen, die in „Ocarina of Time“ stecken, machen andere zehn Spiele. Es gibt kaum einen Moment, wo sich etwas wiederholt. Fast jeder Gegner braucht eine eigene Strategie. Jedes Dungeon setzt einem neue Herausforderungen vor. Das Game ist ein weiteres Manifest dafür, was für ein genialer Spieledesigner Mario- und Link-Erfinder Shigeru Miyamoto ist.
Fader Beigeschmack
Eins aber stört mich. Nintendo zehrt damit schon arg von seiner Vergangenheit. Sie machen mir ein 13 Jahre altes, grafisch aufpoliertes Game als DAS Kaufargument, als DEN Blockbuster für ihren Handheld schmackhaft. Der 3D Effekt ohne Brille haut mich zwar immer wieder um. Ein paar Mal aber hab ich mich dabei ertappt „Ocarina of Time“ ohne Effekt zu spielen und hab es nicht einmal gemerkt. Jetzt hoffe ich auf das „Super Mario 3DS“, das eine tatsächliche Neuentwicklung ist und den 3D-Effekt nicht nur als optischen Reiz, sondern auch als spielerisch relevantes Element einsetzen soll.






