Archiv für Juni 2011

2011
Jun
30

New Hits From The Blog

avatar Steffi

 

No Fear of Pop – ein Blog aus Berlin und Oslo, der keine Angst haben möchte vor der großen Popmusik. Die Musikauswahl ist dann aber doch ausgesprochen feinsinnig und wählerisch. Von den meisten der Bands hat man noch nie etwas gehört, und genau das ist das Gute an No Fear of Pop. Kein wilder Hipsterwahnsinn, keine Tausend mal durchgenudelte Hypemachine-Hits, sondern die wirklich versteckten Perlen der Musik, die vielleicht zu leise sind, als dass man sie sonst in den Weiten des Netzes entdecken könnte.

Brandon Biondo – Sleeve

Wenn ein Surfer mal einen schlechten Tag hat, dann ist „Sleeve“ wahrscheinlich das perfekte Lied für ihn. Brandon Biondo hat da nämlich einen ziemlich perfekten Song für einen melancholischen Tag am Strand geschrieben. Wobei ihm der Strand eigentlich  ziemlich egal sein dürfte, immerhin kommt der Gute aus Knoxville, was bekanntlich in Tennessee liegt. Fast könnte man auch meinen, dort sei die Urquelle des Echos, so viel wie in „Sleeve“ davon verbraten wurde.

Baby Lips – No Blood

Mit dem eigenen Freund oder der Freundin eine Band gründen? Das kann durchaus seine Tücken haben. Wer bekommt die Instrumente, wenn man sich trennt? Wer die Lieder?

Auch die Baby Lips sind ein Paar, aber solche Fragen stellen sie sich glücklicherweise noch nicht. Sie sind sowieso viel zu beschäftigt sonderbare, kleine Lieder zu schreiben und schräge Bühnenoutfits zu gestalten.  „No Blood“ reiht sich mit seiner eiernden Orgel und dem schleppenden Schlagzeug hervorragend ein. Hoffentlich bleiben sie ewig zusammen.

Ole Torjust – Lotst

Ole Torjus &  Himstregims (Danke für den Hinweis an Ole Torjus) aus dem beschaulichen Bergen an der norwegischen Westküste schafft etwas Besonderes: Elektronische Musik machen, ohne dabei elektronisch zu klingen. Ruckelige Beats und eine schräge Orgel sind das fragile Gerüst für Ole Torjus &  Himstregims’ Gesang und ihre Erkenntnis: What have i learnt from being all alone, we are all alone. Hoffentlich bleibt das Wetter in Norwegen regnerisch, wenn dabei solche Ergüsse herauskommen.

Katie Kim – The Feast

Katie Kim ist das Soloprojekt der irischen Singer-Songwriterin Katie Sullivan. Mit „The Feast“ schüttelt Frau Kim ziemlich nonchalant Musik für laue Nächte aus dem Ärmel. Ein wenig schimmert der Gedanke an Coco Rosie durchs Ohr, ohne dabei allerdings ins völlig Schräge abzudriften, wie die beiden Schwestern das so gerne tun.  Sparsam instrumentiert mit Gitarre, etwas Bassdrum und Stimme. Das Lagerfeuer ist mit Sicherheit beim Kauf inbegriffen.

2011
Jun
28

Duke Nukem Forever – Wie früher, nur schlechter!

avatar Fränzn

Foto: 2K Games

Bild 1 von 5

So wie dieses Bild ist auch das Game. Das Destillat eines überzogenen 80er-Jahre Actionfilms. Duke Nukem Forever nimmt sich keine Sekunde ernst.

14 Jahre war es in Entwicklung. 14 Jahre war es angekündigt. Und ich bin einer von denen, die 14 Jahre voller Sehnsucht auf dieses Game gewartet haben. Deswegen wollte ich „Duke Nukem Forever“ unbedingt geil finden. Hab es aber zum Ende hin dann doch nicht ganz geschafft.

Eindeutig contra Duke!

2011 ist der Duke nur noch ein mittelmäßiger Ego-Shooter. Die Steuerung ist dermaßen ungenau, dass man sogar mit der Schrotflinte ständig daneben schießt. Die Alien-Gegner sind weit von einem Fünkchen künstlicher Intelligenz entfernt und spulen einfach ihre einprogrammierten Verhaltensmuster ab. Reaktionen auf mein eigenes Verhalten gehen gegen Null.

Und dann ist mir einfach zu wenig Action drin! Oft läuft man eine halbe Stunde durch Kasinos, Alien-Nester oder Wüstenstädte und trifft nur vereinzelt mal auf einen Gegner. Langweilig! Von der teilweise grässlichen Grafik will ich gar nicht sprechen.

Nein, auf jeden Fall pro Duke!

Das Alles aber wiegt das coole Flair des Games erst einmal auf. Der Duke ist so ein aufgeblasener Macho-Action-Depp, dass es grad herrlich ist. Er bewundert seinen durchtrainierten Körper im Spiegel, hängt breitbeinig im Strip-Club ab, drückt grunzend Hanteln, zockt fluchend Flipperkasten, gibt voller Stolz Autogramme an picklige Fans.

Alles wird mit Sprüchen kommentiert, sodass sämtliche 80er Jahre Action-Helden von Schwarzenegger bis Norris kacken gehen können. Duke wird auf Action-Figur-Größe geschrumpft, ballert in einem Burgerladen zwischen Senfgläsern auf ebenfalls geschrumpfte Alien-Schweine. Und während er noch die Knarre nachlädt, kommentiert er: „I hate Pigs, but i love Bacon.“ Ständig war ich am Schmunzeln, bis zum letzten Drittel des Games.

Ahh, doch contra Duke!

Da hat mich der coole Duke nicht mehr über die miese Technik hinwegtrösten können. Alles kann ich einem Spiel verzeihen: schlechte Grafik, dumme Gegner, schwammige Steuerung, egal. Aber die Ladezeiten haben mich in den Wahnsinn getrieben. Man kann ein Wurstbrot schmieren  oder eine längere Sitzung auf Toilette einlegen, wenn der Duke mal draufgeht. Und zum Ende hin geht er oft drauf bei den ganzen Try & Error Jump’n Run-Passagen und unübersichtlichen und unfairen Bosskämpfen. Letztendlich hab ich auf „Easy“ umgestellt, damit ich nicht mehr so oft sterbe.

 

Früher war alles besser

„Duke Nukem Forever“ lebt ausschließlich von der Nostalgie an überzogene Action-Helden aus den 1980ern und an das legendäre „Duke Nukem 3D“ von 1996. Der Humor hat sich voll übertragen. Die tolle Spielbarkeit nicht. Aber kein böses Blut! Es ist gut, dass man es als Duke-Fan jetzt endlich hinter sich hat. Vielleicht wird das nächste Duke Game ja wieder ein Überhit. Jetzt soll ja erst mal ein Film über dem Duke kommen. Wer spielt den Duke? Ich tippe mal auf Dolph Lundgren oder Bruce Willis.

2011
Jun
24

Turboabi G8 – ein einziges Chaos?

avatar Kathrin

Konfrontiert den bayerischen Kultusminister mit euren Forderungen!

Hast Du das Gefühl, du kommst vor lauter Lernen zu gar nichts? Fühlst du dich überfordert und schlecht auf die Uni vorbereitet? Oder bist du begeistert von nur acht  Jahren Gymnasium?

Kultusminister Ludwig Spaenle  ist zu Gast bei on3-südwild und diskutiert über das G8. Seine Diskussionsgegner: Lehrerpräsident Josef Kraus, einer der schärfsten G8-Kritiker und – du! Was wolltest du ihm schon immer mal sagen? Schick uns deine Forderungen, kommentiert sie in den Blog, wir bringen deine Fragen in die Sendung.

Oder kommt selbst am on3-Sendebus vorbei: Am 28. Juni von 16.30 bis 17.30 Uhr, Martin-Luther-Platz in Augsburg.

Mehr über Frust und Lust bei G8/G9  findet ihr im Abiblog von BR-online.

2011
Jun
21

Die Frage: Soll ich meinem Kindertraum folgen?

avatar Sebastian

Von der Baustelle auf weiche Polstermöbel: Meine letzte Station auf der Suche nach Antworten ist ein Termin mit einer Psychologin. Sie berät planlose Berufseinsteiger und frustrierte Mittdreißiger. „Institut für Potentialanalyse“ heißt das Ganze. Daniela Riess-Beger heißt die Psychologin, ihr Service ist, so hoffe ich, keine zwielichtige Geldmacherei wie bei vielen anderen ‚Beratern’. Immerhin ist sie im Verband für Berufsberatung und Lehrbeauftragte an einer Hochschule. Von ihr will ich wissen, welcher Beruf der richtige für mich ist. Und ob ich meinen jetzigen hinschmeißen soll, um Zimmerer zu werden.

Was muss mein Beruf haben, damit er mich glücklich macht, was wollte ich als kleiner Junge werden, was nervt mich im Job – das sind Fragen, die die Psychologin mir stellt. Nach mehr als einer Stunde kennt sie so ziemlich meine komplette Lebensgeschichte. Dann setzt sie mich an einen Computer und lässt mich einen Fragebogen durchklicken. Mehr als 200 Fragen sind es – einige davon ziemlich komisch gestellt. Sie sollen herausfinden, wie ich mich selbst sehe.

Wie frustriert muss man wirklich sein?

Nach der Auswertung legt Daniela Riess-Beger mir eine Kurve mit vielen Zahlen vor und verknüpft die Ergebnisse des Tests mit ihren Erkenntnissen aus dem Gespräch. Und was sie so über mich herausfindet, klingt plausibel.

Ich kann schon mal verraten: Vom Jobwechsel hat mir die Psychologin abgeraten. Aber sie erklärt auch ganz allgemein: Wie frustriert muss man wirklich sein, damit ein Jobwechsel Sinn hat? Und sind Kindheitsträume gute Ratgeber bei der Berufswahl? Die Antworten erfahrt ihr in der Sendung „Neuer Beruf – besseres Leben“ – entweder im Podcast auf on3.de oder am Sonntag um 11.00 Uhr auf on3-radio.

2011
Jun
16

New Hits From The Blog // Hat’n'Hoodie

avatar Laury

Diese Woche in den New Hits From The Blog: ein extrem vielfältiger Blog aus Berlin namens Hat’n'Hoodie. Was die Features betrifft, aber auch die Genres, die hier verwurstet werden. Überbegriff: Arschwackelei und extrem vorne dranne Clubbeats: Cumbia, Bhangra, Kuduro, Dubstep, etc… think: Schlachthofbronx, Diplo, Man Recordings, Mad Decent und Konsorten.

Hat’n’Hoodie nur als Blog zu bezeichnen wäre erstmal falsch. Hat’n’Hoodie sind zwei Typen aus Berlin, die ganz offensichtlich hyperaktiv sind. Oder einfach vollkommen besessen von dem, was sie tun. Nicht das Verkehrteste, zumindest wenn so eine Fülle an Musik dabei herauskommt. Unter dem Namen Hat’n’Hoodie produzieren die beiden selbst Musik, legen auf, veranstalten Parties, PodcastenRemixen und bloggen eben auch. Das ganze – ihre eigene Musik und die Musik, die die beiden featuren – ist eine bunte Abfahrt aus Tropicalia, Cumbia, Kuduro, Bhangra, Bailefunk, Afrobeat, Dubstep und so weiter, wie man sie hier in Bayern von Acts wie Schlachthofbronx (die mittlerweile ja weltweit die Clubs abbrennen) oder Disco Trash Music kennt.

Deshalb ist hatandhoodie.de auch eine extrem vielfältige Seite, denn auf der ist das breitgefächerte Schaffen der beiden quasi virtuell abrufbar.

Hier wird auch nicht lang gefaselt, von wegen Global Beat und Weltmusik und so. „Weltmusik“: Sowieso nur ein Begriff für Leute, die bei „Die Weiße Massai“ Tränen in den Augen kriegen und der im Jahr 2011 bitte ganz schnell gemeinsam mit radioaktivem Problemmüll verbuddelt gehört.

Hat’n’Hoodie machen einfach mal und deshalb findet man hier die Schweden, die südamerikanischen Cumbia verdubsteppen und den Saudi-Araber, der dem indischen Punjabisänger einen ordentlichen Dubstep- (in dem Fall wäre die korrekte Genrebezeichnung übrigens „Bhangrastep”) Einlauf verpasst .

Subtil geht natürlich auch anders, aber das hier ist Musik für den Club. Punkt. Hat ja auch niemand was anderes behauptet.

2011
Jun
16

Die Frage // Wie geht’s zu auf dem Bau?

avatar Sebastian


Heute geht’s raus zum Kunden, um die Puzzleteile auf der Baustelle zu einem fertigen Blockhaus zusammen zu bauen. Der Keller ist bereits gemauert, darauf sitzt eine Bodenplatte aus Beton, auf die wir Holzblöcke stapeln. Schnell durchschaue ich den Plan und kann jeder Wandnummer die passenden Teile zuordnen. Sind ja alle beschriftet.

Anpacken
Die Jungs von der Zimmerei trauen mir durchaus was zu: Ich schleppe Balken umher, setze die Fräsung aufeinander und schlage sie einhändig mit einem riesigen Vorschlaghammer ineinander. Anschließend säge ich große Platten zur Wärmeisolierung aus, montiere sie an die Außenwände und verkleide sie mit den Holzbrettern für die Innenwände.

Staunen
Als wir in der Garageneinfahrt im Keller zu Mittag essen, steht über uns schon das fertige Erdgeschoss, darin duftet es nach Fichtenholz. Und es sieht jetzt schon super aus mit den warmen Farbtönen. Ein ganzes Eigenheim aus Rohstoff, der nachwächst – wie kann man nur Häuser aus Stein bauen?

Durchhalten
Einen Haken hat das Arbeiten: Ich bin völlig durchnässt, es hat den ganzen Vormittag geschüttet und mein altes Regenzeug ist undicht. Nicht, dass das hier jemanden interessieren würde, nass werden alle und Aufhören ist ausgeschlossen. Klar, wer im Freien arbeitet, macht das normalerweise bei jeder Witterung. Doch auf dem Bau ist das nicht ganz so. Im Winter ruht die Arbeit nämlich, viele Handwerker werden saisonal arbeitslos. Im Sommer hart buckeln, im Winter “Stempeln gehen” – ein schöner Traumberuf ist das.

2011
Jun
15

Die Frage // Bin ich der geborene Häuslebauer?

avatar Sebastian

Bei strahlendem Sonnenschein auf einem Dachbalken stehen – so läuft das als Zimmerer, dachte ich. Von wegen. Mein erster Tag im Traumjob meiner Kindheit war so ziemlich das Gegenteil davon.

Viel zu früh muss ich raus, krame alte Klamotten aus dem Schrank, schlüpfe in meine neuen Sicherheitsschuhe und düse in den Betrieb. Statt Aufstehen um acht heißt es heute: Dienstbeginn um sieben. In der Halle bereiten die Jungs von der Zimmerei ein Blockhaus aus Massivholz vor. „Abbinden“ nennen sie das. Auf einer großen Tafel hängen die Pläne für jedes Puzzleteil des Hauses, so ähnlich wie Möbelskizzen von Ikea, nur komplizierter. Ich bin müde, ganz im Gegensatz zu den Jungs um mich herum. Anstatt zu gehen, flitzen sie. Ungelogen.

Bretter schneiden, Stapler fahren

Stundenlang helfe ich beim Zuschneiden von Schalungsbrettern für einen Dachstuhl: Anzahl und Länge aus dem Plan suchen, Länge einstellen, Ohrenschützer auf und los. Die Bretter sind makellos gehobelt und duften nach frischem Fichtenholz. Sie flutschen so schnell durch die Säge, dass ich kaum mit Aufstapeln nachkomme.

Der Höhepunkt des ersten Tages: Stapler fahren. Fritz erklärt mir kurz, welcher Hebel welches Teil bewegt, dann darf ich ran. Im Stottermodus zittere ich das Bretterbündel über den Hof und muss es in einem riesigen Regal ablegen. Viel zu oft kontrolliere ich nervös, ob ich anstoße. “Fahr nur zu”, sagt Fritz, “basst scho”. Dabei hätte ich die Ladung fast daneben gekippt.

Erste Erkenntnisse

Um 17:00 Uhr ist Feierabend, eine Viertelstunde später bin ich zu Hause. Eigentlich super, so früh mit der Arbeit fertig zu sein. Aber als ich die staubigen Klamotten ins Eck werfe, denke ich nur noch an zwei Dinge: essen und faulenzen. Und ich merke: Mein Rücken schmerzt weniger als nach einem Tag am Schreibtisch.

2011
Jun
9

New Hits From The Blog // Nomodestbear

avatar Jakob

Geheimtipps aus der blühenden schwedischen Elektro-Szene, Whateverstep-Künstler aus der ganzen Welt. All das gibt’s auf dem schwedischen Musikblog Nomodestbear.com. Das Motto: “Let your ears do the reading“.

Nomodestbear.com ist einer der besten schwedischen Musikblogs. Gemacht wird er von Oskar und – tja – all seine Einträge sind auch auf schwedisch. Aber auch als Nicht-Skandinavist hat man seine Freude – das Motto des Blogs heißt: „Let your ears do the reading“.

Hier wird Neo-Future-Disco, Ambient und alles was den Geist von Whateverstep atmet, gefeaturet. Oskar hat auch ein großes Faible aufwendige und abseitige Videos. Und zeigt uns gleichzeitig das Beste aus der der blühenden schwedischen Elektro-Szene, angereichert mit jede Menge anderem Hipster-Elektro von Jamie XX über Panda Bear bis Cut Copy.

Jamie XX- Far Nearer

Im Februar 2011 hat Jamie XX, auch Bandmitglied von The XX, das Gil Scott-Heron-Remix-Album „We Are New Here“ rausgebracht. Seine ersten eigenständigen Tracks als Produzent  bringt Jamie XX diese Tage raus, „Far Nearer“ ist ein fast schon sonniges Stück Whateverstep mit Calypso-Drums und einem total verfremdeten Vocalsample, das angeblich von Janet Jackson stammen soll.

Jonas Lindquist- Du, Drömmar &Jag

Ein Geheimtipp aus Schweden: Jonas Lindquist macht eine selten gehörte Mischung aus Indierock, Funkgitarren und schwedischen Gesang. Produziert von Rasmus Hägg von der Band Studio aus Götenborg, die uns vor ein paar Jahren mit einer abseitig wie eingängigen Variante von Elektronik und Afrobeat begeistert hat.

This Is Head-De Trop

Jung, aus Malmö und ein Sound, der an Foals, Neu! und Yeasayer erinnert. This Is Head haben das Zeug zum Hype – vor allem weil kopflastiger Indie zur Zeit die ganze Welt begeistert. Diesen Sommer spielen sie unter anderem auf dem Roskilde-Festival in Dänemark, ihre neue Single „De Trop“ gibt’s jetzt im Netz.

http://www.nomodestbear.com

2011
Jun
8

Die Frage // Neuer Beruf – besseres Leben?

avatar Sebastian

Unsere Frage fängt diesen Monat mit ein bisschen Job-Genörgel an, wie es wahrscheinlich jeder kennt: Ich, beispielsweise, schleppe mich jeden Morgen durch klimatisierte Gänge mit grauem PVC-Boden hin zum Schreibtisch, drücke den Einschaltknopf am Rechner und starre den Rest des Tages in einen viereckigen Kasten. Über mir surrt die Leuchtstoffröhre, draußen ist Sommer – geht’s noch?

Sinnkrise im Bürojob

Abends wenn ich den PC herunterfahre, kann ich nicht mehr sagen, was ich eigentlich geschaffen habe. Wo ist das Ergebnis meiner Arbeit? Und das soll ich dann Beruf nennen – wie Berufung? Es klingt wie ein Klischee, aber manchmal wünsche ich mir, ich hätte – sprichwörtlich – “was G’scheits” gelernt!

Ich hatte da mal einen Traumberuf. Früher wollte ich Zimmerer werden. Häuser aus Holz bauen, braungebrannt auf dem Dach stehen, auf Wanderschaft gehen. Stattdessen sah mein Leben so aus: Abitur, Studium, Praktikum, Schreibtischjob.

Ausweg Traumberuf?

Nagt an Euch auch manchmal der Verdacht: Im Traumberuf wäre man vielleicht glücklicher geworden? Und darum probier ich das jetzt aus. Ich will herausfinden, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich mich gegen Studium und für meinen Traumberuf entschieden hätte. Was wäre, wenn ich tatsächlich was Gescheites gelernt hätte? Und darum geh ich in die Zimmerei. Als Handwerker. Meine Erfahrungen als Schreibtisch-Schluffi auf dem Bau könnt ihr hier die nächsten Wochen verfolgen.

Und hoffentlich finde ich am Ende eine Antwort auf unsere Frage im Juni: Neuer Beruf – besseres Leben?

Euer Sebastian

2011
Jun
8

Videospielmesse E3: Wii U – Nichts Neues auf dem Tablet(t)

avatar Fränzn

Foto: Nintendo

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Zwei Bildschirme, die unterschiedliche Bilder anzeigen. Das kennen wir vom DS.

Keine Gaming-Revolution auf der gestrigen Nintendo-Pressekonferenz. Es war fast bedrückend still in der Halle, als auf der Leinwand das erste Bild des Controllers der Wii U erschien. Der Controller ist eine Mischung aus Tablet und klassischem Gamepad. Da heute schon fast jeder mit seinen Fingern über irgendeinen Touchscreen fährt, sei es auf seinem Smartphone oder Tablet-PC, blieb der Wow-Effekt aus. Leider keine neue Gaming-Technologie.

DS Konzept im Wohnzimmer

Aber man muss Nintendo lassen, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt haben. Tablets sind die Zukunft, heißt es. Diese Weissagung greifen sie auf und kombinieren sie geschickt mit ihrem äußerst erfolgreichen DS Handheld-Konzept. Man hat jetzt auch zu Hause zwei Bildschirme zur Verfügung. Einmal den Fernseher, einmal den neuen Controllerbildschirm.

Coole neue Spielkonzepte möglich

Die Innovation liegt im Detail: Der Touchscreen auf dem Controller kann sowohl das Bild vom TV einfach abbilden oder ganz etwas anderes zeigen. Man stelle sich ein Star Wars-Game vor: Der eine steuert den Millenium-Falken durch den Todessterngraben auf dem großen Flatscreen. Der andere sitzt im Geschützturm und sieht auf dem Controllerbildschirm natürlich etwas ganz anderes. Beide spielen aber das gleiche Game.  Das wird tatsächlich toll werden.

Wii jetzt auch HD

Sony und Microsoft dürfen sich etwas einfallen lassen. Die Wii U ist jetzt nämlich auch noch HD. Viele Publisher haben bereits Spiele angekündigt, die sonst nur auf PS3 oder XBox360 erschienen sind. Man muss aber auch im Hinterkopf behalten:  Sony’s Handheld Playstation Vita ist zwar kleiner, hat aber nahezu dieselben Features wie das Wii U-Tablet. Wenn die Vita jetzt mit der PS3 verknüpft würde, bestünde kaum mehr ein Unterschied. Nur: Sony hätte es wie bei Move einfach wieder nur nachgemacht. Zwei Fragen blieben bei der Pressekonferenz übrigens offen: Wie teuer wird die Wii U? Und vor allem, wieviel wird ein zusätzlicher Tablet-Controller kosten, mit all diesen Features?