No Fear of Pop – ein Blog aus Berlin und Oslo, der keine Angst haben möchte vor der großen Popmusik. Die Musikauswahl ist dann aber doch ausgesprochen feinsinnig und wählerisch. Von den meisten der Bands hat man noch nie etwas gehört, und genau das ist das Gute an No Fear of Pop. Kein wilder Hipsterwahnsinn, keine Tausend mal durchgenudelte Hypemachine-Hits, sondern die wirklich versteckten Perlen der Musik, die vielleicht zu leise sind, als dass man sie sonst in den Weiten des Netzes entdecken könnte.
Brandon Biondo – Sleeve
Wenn ein Surfer mal einen schlechten Tag hat, dann ist „Sleeve“ wahrscheinlich das perfekte Lied für ihn. Brandon Biondo hat da nämlich einen ziemlich perfekten Song für einen melancholischen Tag am Strand geschrieben. Wobei ihm der Strand eigentlich ziemlich egal sein dürfte, immerhin kommt der Gute aus Knoxville, was bekanntlich in Tennessee liegt. Fast könnte man auch meinen, dort sei die Urquelle des Echos, so viel wie in „Sleeve“ davon verbraten wurde.
Baby Lips – No Blood
Mit dem eigenen Freund oder der Freundin eine Band gründen? Das kann durchaus seine Tücken haben. Wer bekommt die Instrumente, wenn man sich trennt? Wer die Lieder?
Auch die Baby Lips sind ein Paar, aber solche Fragen stellen sie sich glücklicherweise noch nicht. Sie sind sowieso viel zu beschäftigt sonderbare, kleine Lieder zu schreiben und schräge Bühnenoutfits zu gestalten. „No Blood“ reiht sich mit seiner eiernden Orgel und dem schleppenden Schlagzeug hervorragend ein. Hoffentlich bleiben sie ewig zusammen.
Ole Torjust – Lotst
Ole Torjus & Himstregims (Danke für den Hinweis an Ole Torjus) aus dem beschaulichen Bergen an der norwegischen Westküste schafft etwas Besonderes: Elektronische Musik machen, ohne dabei elektronisch zu klingen. Ruckelige Beats und eine schräge Orgel sind das fragile Gerüst für Ole Torjus & Himstregims’ Gesang und ihre Erkenntnis: What have i learnt from being all alone, we are all alone. Hoffentlich bleibt das Wetter in Norwegen regnerisch, wenn dabei solche Ergüsse herauskommen.
Katie Kim – The Feast
Katie Kim ist das Soloprojekt der irischen Singer-Songwriterin Katie Sullivan. Mit „The Feast“ schüttelt Frau Kim ziemlich nonchalant Musik für laue Nächte aus dem Ärmel. Ein wenig schimmert der Gedanke an Coco Rosie durchs Ohr, ohne dabei allerdings ins völlig Schräge abzudriften, wie die beiden Schwestern das so gerne tun. Sparsam instrumentiert mit Gitarre, etwas Bassdrum und Stimme. Das Lagerfeuer ist mit Sicherheit beim Kauf inbegriffen.









